Beschreibung
Open Access: Der Titelย Sprache und (Subjekt-)Bildung (DOI: 10.3224/84742469) ist kostenlos im Open Access (PDF) herunterladbar oder kostenpflichtig als Print-Ausgabe erhรคltlich. Der Titel steht unter der Creative Commons Lizenz Attribution-ShareAlike 4.0 International (CC BY-SA 4.0): https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0/
Wie kaum eine andere Institution hat die Schule Einfluss auf die Subjektivierung von Kindern und Jugendlichen. Sprache fungiert dabei als Differenzkategorie, durch die Gruppen gebildet, Anerkennungen und Zugehรถrigkeiten verhandelt sowie Subjektpositionen als Identitรคtsschablonen angeboten werden. Anhand der Interpretativen Subjektivierungsanalyse untersucht die Autorin, welches Wissen im Bildungsdiskurs รผber Sprache(n) und Sprecher*innen vermittelt wird und wie sich Schรผler*innen mit diesem Wissen auseinandersetzen.
Schule kann als zentraler Ort der Subjektbildung angesehen werden: Durch ihren obligatorischen Charakter sowie den langjรคhrigen Besuch รผbt die Schule Einfluss auf die Subjektivierung von Kinder und Jugendlichen aus. Dabei kommt der Sprache in der Schule als โSubjektivierungsinstanzโ (Pfahl 2011) eine zentrale Rolle zu. Die aktuellen bildungswissenschaftlichen und -politischen Diskussionen kreisen hรคufig um Fragen der (Sprach-)Fรถrderung von Schรผler*innen, die als โZweitsprachlernendeโ oder als โSprecher*innen einer vom Deutschen abweichenden Familien- und Erstspracheโ adressiert werden. Doch welches Wissen wird konkret im Bildungsdiskurs รผber Sprache(n) und Sprecher*innen tradiert und aktualisiert? Wie gehen Schรผler*innen damit um, wenn sie als โEinsprachigeโ, โZweitsprachlernendeโ und/oder โMehrsprachigeโ im Bildungskontext identifiziert werden?
Diesen Fragestellungen geht Vesna Bjegaฤ mittels der Interpretativen Subjektivierungsanalyse (Bosanฤiฤ 2016, 2019) und damit einer doppelte Empirie nach: Zunรคchst werden unter Bezugnahme auf bereits bestehende (nicht-)diskursanalytisch angelegte Studien Wissensbestรคnde rekonstruiert, die รผber Sprachen und Sprecher*innen in wissenschaftlichen Diskussionen hervorgebracht und reproduziert werden. Der Fokus liegt dabei auf diskursgeneriertem Wissen รผber als mehrsprachig geltenden Schรผler*innen. In einem weiteren Schritt steht die Frage nach den Wechselwirkungen zwischen diesen Wissensbestรคnden und der Selbst-Positionierung der durch diese Wissensbestรคnde adressierten Schรผler*innengruppe im Vordergrund. Dafรผr werden problemzentrierte Interviews mit Schรผler*innen beruflicher (Ober-)Schulen in Deutschland durchgefรผhrt und ausgewertet.







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