Verlag Barbara Budrich

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Informationen zum Buch

ISBN: 978-3-96665-073-1

Die feinen Unterschiede in der Schullaufbahn

Rekonstruktionen zum Schรผler:innenhabitus beim รœbertritt von der Mittelschule ins Gymnasium

Authors/Editors:

Erscheinungsdatum : 30.05.2023

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ISBN: 978-3-96665-073-1
Kategorien: Education, Open Access

Beschreibung

Open Access: Der Titel โ€žDie feinen Unterschiede in der Schullaufbahnโ€œ (DOI: 10.3224/96665073) ist kostenlos im Open Access (PDF) herunterladbar oder kostenpflichtig als Print-Ausgabe erhรคltlich. Der Titel steht unter der Creative Commons Lizenz Attribution 4.0 International (CC BY 4.0): https://creativecommons.org/licenses/by/4.0/

Schulische รœbertritte sind seit einiger Zeit Gegenstand erziehungs- und bildungswissenschaftlicher Forschungsdiskurse. Gerade im mehrgliedrigen Schulsystem ร–sterreichs zeigen sich an diesen รœbergรคngen vielfรคltige Exklusionsmechanismen. In der vorliegenden Forschungsarbeit geht der Autor der Frage nach, welche Habitusformationen bei einem รœbertritt von der Mittelschule in die gymnasiale Oberstufe rekonstruiert werden kรถnnen und was die Ergebnisse fรผr eine inklusive und ungleichheitsreflexive Schul- und Unterrichtsentwicklung leisten kรถnnen. Hierfรผr fรผhrte der Autor eine qualitative Interviewstudie mit ehemaligen Mittelschรผler*innen in ร–sterreich, 12 Wochen nach ihrem รœbertritt, durch.

Schulรผbertritte kรถnnen auch als bildungsbiografische Brรผche verstanden werden, bei denen es bestenfalls um eine harmonische รœberbrรผckung geht. Hier sind es vor allem die nationalen und internationalen Schulleistungsuntersuchungen, da sie zeigen konnten, dass Schulรผbertritte eine essenzielle Rolle bei der Reproduktion von sozialer Ungleichheit spielen. Hรคufig wird dabei auf die frรผhen und strukturbedingten Bildungswegentscheidungen in mehrgliedrigen Schulsystemen hingewiesen. Dabei wird angenommen, dass der familiรคre Hintergrund der Schรผler:innen einen primรคren Einfluss auf die schulischen Leistungen und im Sinne eines sekundรคren Herkunftseffekts, auch auf das Bildungsstreben der Familie hat. Bildungswegentscheidungen werden so vor allem durch rationale Kosten-Nutzen-Modelle und Statuserhaltungsmotive erklรคrt. Kontrรคr hierzu lassen sich aus einer konflikttheoretischen Perspektive Schulรผbertritte und deren Zusammenhang mit der Entstehung von Bildungsungleichheit auch dadurch erklรคren, dass es unbewusste und implizite Einstellungen und Haltungen (im Sinne eines Habitus) von Schรผler:innen gibt, die mit unterschiedlichen schulischen Einstellungen und Strategien einhergehen und so zu ungleichen Teilhabechancen am Schulsystem fรผhren kรถnnen. Das Habitus-Konzept geht dabei zwangslรคufig mit einer nicht-intentionalen Entscheidungsebene einher und dies bringt diesen Ansatz in eine kontrรคre Position, da so nicht von einer rationalen und kostenabwรคgenden Verhaltenssteuerung ausgegangen werden kann. Mit einer derartigen theoretischen Architektur kann darauf aufmerksam gemacht werden, dass es bei Schulรผbertritten vor allem um die kulturelle Passung zwischen Normalitรคtserwartungen der Schule und den tatsรคchlichen Verhaltensweisen der Jugendlichen geht.

https://www.uibk.ac.at/ils/mitarbeiter/pham/

Online-Anhang: 10.3224/96665073A

Inhaltsverzeichnis + Leseprobe

Der Autor:
Mag. Robert Pham Xuan, PhD Post-Doc. am Institut fรผr LehrerInnenbildung und Schulforschung, Universitรคt Innsbruck

Hier finden Sie den Waschzettel zum Buch (PDF-Infoblatt).

Der Fachbereich:
Educational Science

Zusรคtzliche Informationen

Publisher

ISBN

978-3-96665-073-1

eISBN

978-3-96665-922-2

Format

14,8 x 21,0 cm

Scope

326

Year of publication

2023

Date of publication

30.05.2023

Edition

1.

Language

Deutsch

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Autor*innen

Keywords

Bildungsungleichheit, DGfE Kongress, Habitus, Inklusion, Lehrer*innen, Meritokratischer Mythos, Schulentwicklung, Schulรผbertritte, Schรผler*innen, Unterrichtsentwicklung

Beschreibung

Beschreibung

Open Access: Der Titel โ€žDie feinen Unterschiede in der Schullaufbahnโ€œ (DOI: 10.3224/96665073) ist kostenlos im Open Access (PDF) herunterladbar oder kostenpflichtig als Print-Ausgabe erhรคltlich. Der Titel steht unter der Creative Commons Lizenz Attribution 4.0 International (CC BY 4.0): https://creativecommons.org/licenses/by/4.0/

Schulische รœbertritte sind seit einiger Zeit Gegenstand erziehungs- und bildungswissenschaftlicher Forschungsdiskurse. Gerade im mehrgliedrigen Schulsystem ร–sterreichs zeigen sich an diesen รœbergรคngen vielfรคltige Exklusionsmechanismen. In der vorliegenden Forschungsarbeit geht der Autor der Frage nach, welche Habitusformationen bei einem รœbertritt von der Mittelschule in die gymnasiale Oberstufe rekonstruiert werden kรถnnen und was die Ergebnisse fรผr eine inklusive und ungleichheitsreflexive Schul- und Unterrichtsentwicklung leisten kรถnnen. Hierfรผr fรผhrte der Autor eine qualitative Interviewstudie mit ehemaligen Mittelschรผler*innen in ร–sterreich, 12 Wochen nach ihrem รœbertritt, durch.

Schulรผbertritte kรถnnen auch als bildungsbiografische Brรผche verstanden werden, bei denen es bestenfalls um eine harmonische รœberbrรผckung geht. Hier sind es vor allem die nationalen und internationalen Schulleistungsuntersuchungen, da sie zeigen konnten, dass Schulรผbertritte eine essenzielle Rolle bei der Reproduktion von sozialer Ungleichheit spielen. Hรคufig wird dabei auf die frรผhen und strukturbedingten Bildungswegentscheidungen in mehrgliedrigen Schulsystemen hingewiesen. Dabei wird angenommen, dass der familiรคre Hintergrund der Schรผler:innen einen primรคren Einfluss auf die schulischen Leistungen und im Sinne eines sekundรคren Herkunftseffekts, auch auf das Bildungsstreben der Familie hat. Bildungswegentscheidungen werden so vor allem durch rationale Kosten-Nutzen-Modelle und Statuserhaltungsmotive erklรคrt. Kontrรคr hierzu lassen sich aus einer konflikttheoretischen Perspektive Schulรผbertritte und deren Zusammenhang mit der Entstehung von Bildungsungleichheit auch dadurch erklรคren, dass es unbewusste und implizite Einstellungen und Haltungen (im Sinne eines Habitus) von Schรผler:innen gibt, die mit unterschiedlichen schulischen Einstellungen und Strategien einhergehen und so zu ungleichen Teilhabechancen am Schulsystem fรผhren kรถnnen. Das Habitus-Konzept geht dabei zwangslรคufig mit einer nicht-intentionalen Entscheidungsebene einher und dies bringt diesen Ansatz in eine kontrรคre Position, da so nicht von einer rationalen und kostenabwรคgenden Verhaltenssteuerung ausgegangen werden kann. Mit einer derartigen theoretischen Architektur kann darauf aufmerksam gemacht werden, dass es bei Schulรผbertritten vor allem um die kulturelle Passung zwischen Normalitรคtserwartungen der Schule und den tatsรคchlichen Verhaltensweisen der Jugendlichen geht.

https://www.uibk.ac.at/ils/mitarbeiter/pham/

Online-Anhang: 10.3224/96665073A

Inhaltsverzeichnis + Leseprobe

Der Autor:
Mag. Robert Pham Xuan, PhD Post-Doc. am Institut fรผr LehrerInnenbildung und Schulforschung, Universitรคt Innsbruck

Hier finden Sie den Waschzettel zum Buch (PDF-Infoblatt).

Der Fachbereich:
Educational Science

Bibliography

Zusรคtzliche Informationen

Publisher

ISBN

978-3-96665-073-1

eISBN

978-3-96665-922-2

Format

14,8 x 21,0 cm

Scope

326

Year of publication

2023

Date of publication

30.05.2023

Edition

1.

Language

Deutsch

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