Verlag Barbara Budrich

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Informationen zum Buch

ISBN: 978-3-8474-2738-4

Integration durch Wertevermittlung?

Zur demokratietheoretischen Bedeutung von Werten und Wertebildung

Erscheinungsdatum : 12.08.2024

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ISBN: 978-3-8474-2738-4

Beschreibung

Wertefragen, WertemaรŸnahmen, Wertevermittlung: Europaweit ist eine Neuausrichtung der Integrationspolitik auf gemeinsame Werte zu beobachten. Das Buch beleuchtet, was dies fรผr das Anliegen der gesellschaftlichen Teilhabe und einer Demokratisierung der Demokratie in Bezug auf Geschlecht und Migration bedeutet und welche Orientierungsbedarfe Menschen formulieren, die nach ร–sterreich geflรผchtet sind. Den Abschluss bilden Empfehlungen fรผr Lernformate und Begleitangebote im Integrationskontext, die den Prinzipien der politischen Bildung verpflichtet sind.

Die Gleichstellung der Geschlechter firmiert heute europaweit als zentraler Bezugspunkt fรผr eine Integrationspolitik, die sich zunehmend an der Formulierung gemeinsamer Werte, an Werte-MaรŸnahmen und Werte-Vermittlung orientiert. Ausgehend von den in ร–sterreich seit 2017 fรผr Asylberechtigte verpflichtenden โ€žWerte- und Orientierungskursenโ€œ wird diese Neuausrichtung der Integrationsagenden von den Autorinnen theoretisch und empirisch befragt. Im ersten, theoretischen Teil steht die Frage im Vordergrund, welche Bedeutung gemeinsamen Werten in demokratisch-pluralistischen Gesellschaften zukommt, welches Verstรคndnis von Demokratie und Politik dem integrationsbezogenen Werte-Fokus unterliegt und welches Spannungsverhรคltnis entsteht, wenn Geschlechterfragen als Werte-Fragen reformuliert werden. Der zweite, empirische Teil basiert auf der Auswertung von qualitativen Interviews mit Geflรผchteten, die einen Wertekurs besucht haben. Er thematisiert die Herausforderungen, die Geflรผchtete in ihrem Integrationsprozess wahrnehmen, die Orientierungs- und Unterstรผtzungsbedarfe, die sie im Rรผckblick als hilfreich erachten und ihre Einschรคtzung der Inhalte und Informationen des Wertekurses โ€“ insbesondere im Hinblick auf Fragen der Demokratie, der Geschlechtergerechtigkeit und der kulturellen Orientierung. Im abschlieรŸenden Teil werden Empfehlungen fรผr Lernformate und Begleitangebote fรผr Geflรผchtete formuliert, die sich an Prinzipien der Erwachsenenbildung und der politischen Bildung orientieren. Sie verstehen sich als Rahmenbedingungen, die fรผr eine produktive Auseinandersetzung mit integrationsbezogenen Orientierungsbedarfen, mit demokratiepolitischen Fragestellungen und mit Gleichstellung, Geschlechtergerechtigkeit und Geschlechterverhรคltnissen fรถrderlich sind.

Die Autorinnen:
Dr. Barbara Grubner, Sozialwissenschaftlerin, Lehrbeauftragte an der Universitรคt Wien und Kandidatin im Linzer Arbeitskreis fรผr Psychoanalyse
Dr. Monika Lengauer, Sozialwissenschaftlerin, selbststรคndige Tรคtigkeit in der Projektentwicklung und Evaluation im Care Sektor und Qualitรคtsentwicklung mit Schwerpunkt auf Kinder- und Jugendhilfe
Ass.-Prof. Dr. Sabine Grenz, PD, Professorin fรผr Gender Studies am Institut fรผr Bildungswissenschaft sowie Leiterin des Referat Genderforschung (RGF) an der Universitรคt Wien und Privatdozentin fรผr Gender Studies an der Humboldt-Universitรคt zu Berlin

Subjects:
Erziehungswissenschaft, Bildungswissenschaft, Politische Bildung

Zusรคtzliche Informationen

Publisher

ISBN

978-3-8474-2738-4

eISBN

978-3-8474-1908-2

Format

14,8 x 21,0 cm

Scope

301

Year of publication

2023

Date of publication

12.08.2024

Edition

1.

Language

Deutsch

Additional Content

Inhaltsverzeichnis + Leseprobe

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Autor*innen

Keywords

August 2024, Demokratiemodelle, Demokratietheorie, Diversitรคt, Flucht, Gender, Integrationsdiskurs, Integrationspolitik, Menschenrechte, Menschenrechtsbildung, Pluralismus, universale Werte, Wertekurse

Pressestimmen

In der Einleitung, des Bandes weisen die Autorinnen darauf hin, dass die intensive Beschรคftigung mit gesellschaftlichen Werten im Zuge der Fluchtmigration aus Bรผrgerkriegsgebieten nach Europa stark zugenommen habe. Dabei werde sehr kontrovers verhandelt, ob der Zusammenhalt einer Gesellschaft wie der รถsterreichischen tatsรคchlich von grundlegenden Werten abhรคnge, ob die Zuwanderinnen und Zuwanderer diese Werte mitbrรคchten oder ob sie diese Werte in den Ankunftslรคndern erst erlernen mรผssten.

Gerd Brenner, deutsche jugend, 2026, Heft 5

Die Studie leistet einen essenziellen demokratiepolitischen Beitrag, indem sie das Spannungsfeld zwischen staatlicher Wertevermittlung und individueller Erfahrung kritisch beleuchtet. Die Autorinnen argumentieren, dass Integration nicht als Anpassung verstanden werden sollte, sondern als wechselseitiger Prozess, der auch gesellschaftliche Pluralitรคt fรถrdert und Geflรผchtete als aktive politische Subjekte wahrnimmt.

Sibylle Pahola, WeiberDiwan, Sommer 2025

 

Beschreibung

Beschreibung

Wertefragen, WertemaรŸnahmen, Wertevermittlung: Europaweit ist eine Neuausrichtung der Integrationspolitik auf gemeinsame Werte zu beobachten. Das Buch beleuchtet, was dies fรผr das Anliegen der gesellschaftlichen Teilhabe und einer Demokratisierung der Demokratie in Bezug auf Geschlecht und Migration bedeutet und welche Orientierungsbedarfe Menschen formulieren, die nach ร–sterreich geflรผchtet sind. Den Abschluss bilden Empfehlungen fรผr Lernformate und Begleitangebote im Integrationskontext, die den Prinzipien der politischen Bildung verpflichtet sind.

Die Gleichstellung der Geschlechter firmiert heute europaweit als zentraler Bezugspunkt fรผr eine Integrationspolitik, die sich zunehmend an der Formulierung gemeinsamer Werte, an Werte-MaรŸnahmen und Werte-Vermittlung orientiert. Ausgehend von den in ร–sterreich seit 2017 fรผr Asylberechtigte verpflichtenden โ€žWerte- und Orientierungskursenโ€œ wird diese Neuausrichtung der Integrationsagenden von den Autorinnen theoretisch und empirisch befragt. Im ersten, theoretischen Teil steht die Frage im Vordergrund, welche Bedeutung gemeinsamen Werten in demokratisch-pluralistischen Gesellschaften zukommt, welches Verstรคndnis von Demokratie und Politik dem integrationsbezogenen Werte-Fokus unterliegt und welches Spannungsverhรคltnis entsteht, wenn Geschlechterfragen als Werte-Fragen reformuliert werden. Der zweite, empirische Teil basiert auf der Auswertung von qualitativen Interviews mit Geflรผchteten, die einen Wertekurs besucht haben. Er thematisiert die Herausforderungen, die Geflรผchtete in ihrem Integrationsprozess wahrnehmen, die Orientierungs- und Unterstรผtzungsbedarfe, die sie im Rรผckblick als hilfreich erachten und ihre Einschรคtzung der Inhalte und Informationen des Wertekurses โ€“ insbesondere im Hinblick auf Fragen der Demokratie, der Geschlechtergerechtigkeit und der kulturellen Orientierung. Im abschlieรŸenden Teil werden Empfehlungen fรผr Lernformate und Begleitangebote fรผr Geflรผchtete formuliert, die sich an Prinzipien der Erwachsenenbildung und der politischen Bildung orientieren. Sie verstehen sich als Rahmenbedingungen, die fรผr eine produktive Auseinandersetzung mit integrationsbezogenen Orientierungsbedarfen, mit demokratiepolitischen Fragestellungen und mit Gleichstellung, Geschlechtergerechtigkeit und Geschlechterverhรคltnissen fรถrderlich sind.

Die Autorinnen:
Dr. Barbara Grubner, Sozialwissenschaftlerin, Lehrbeauftragte an der Universitรคt Wien und Kandidatin im Linzer Arbeitskreis fรผr Psychoanalyse
Dr. Monika Lengauer, Sozialwissenschaftlerin, selbststรคndige Tรคtigkeit in der Projektentwicklung und Evaluation im Care Sektor und Qualitรคtsentwicklung mit Schwerpunkt auf Kinder- und Jugendhilfe
Ass.-Prof. Dr. Sabine Grenz, PD, Professorin fรผr Gender Studies am Institut fรผr Bildungswissenschaft sowie Leiterin des Referat Genderforschung (RGF) an der Universitรคt Wien und Privatdozentin fรผr Gender Studies an der Humboldt-Universitรคt zu Berlin

Subjects:
Erziehungswissenschaft, Bildungswissenschaft, Politische Bildung

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Zusรคtzliche Informationen

Publisher

ISBN

978-3-8474-2738-4

eISBN

978-3-8474-1908-2

Format

14,8 x 21,0 cm

Scope

301

Year of publication

2023

Date of publication

12.08.2024

Edition

1.

Language

Deutsch

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Inhaltsverzeichnis + Leseprobe

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In der Einleitung, des Bandes weisen die Autorinnen darauf hin, dass die intensive Beschรคftigung mit gesellschaftlichen Werten im Zuge der Fluchtmigration aus Bรผrgerkriegsgebieten nach Europa stark zugenommen habe. Dabei werde sehr kontrovers verhandelt, ob der Zusammenhalt einer Gesellschaft wie der รถsterreichischen tatsรคchlich von grundlegenden Werten abhรคnge, ob die Zuwanderinnen und Zuwanderer diese Werte mitbrรคchten oder ob sie diese Werte in den Ankunftslรคndern erst erlernen mรผssten.

Gerd Brenner, deutsche jugend, 2026, Heft 5

Die Studie leistet einen essenziellen demokratiepolitischen Beitrag, indem sie das Spannungsfeld zwischen staatlicher Wertevermittlung und individueller Erfahrung kritisch beleuchtet. Die Autorinnen argumentieren, dass Integration nicht als Anpassung verstanden werden sollte, sondern als wechselseitiger Prozess, der auch gesellschaftliche Pluralitรคt fรถrdert und Geflรผchtete als aktive politische Subjekte wahrnimmt.

Sibylle Pahola, WeiberDiwan, Sommer 2025

 

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