Verlag Barbara Budrich

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Informationen zum Buch

ISBN: 978-3-96665-016-8

Tod und Sterben alter Eltern

Die Verwaisung Erwachsener als ambivalente Erfahrung in narrativen literarischen Rekonstruktionen

Authors/Editors:

Erscheinungsdatum : 23.11.2020

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ISBN: 978-3-96665-016-8
Kategorien: Education, Society

Beschreibung

Wenn die Eltern sterben, ist dies zumeist mit einschneidenden und nachhaltigen Erlebnissen fรผr die Kinder verbunden. Was diese Erfahrung fรผr erwachsene Kinder im mittleren Lebensalter bedeutet, ist in den Erziehungswissenschaften bislang jedoch kaum thematisiert worden. Demgegenรผber lassen sich zahlreiche literarische Texte finden, die sich mit dieser Lebensphase beschรคftigen.
Die folgenden acht Beispiele werden in dieser Arbeit als ambivalente biographische รœbergangssituationen analysiert und die Niederschrift dieser Erfahrung als eine Mรถglichkeit der Verarbeitung reflektiert:

1. Simone de Beauvoir, Ein sanfter Tod (1964)
2. Verena Stefan, Es ist reich gewesen (1993)
3. Hermann Kinder, Um Leben und Tod (1997)
4. Josef Winkler, Roppongi. Requiem fรผr einen Vater (2007)
5. Nicola Bardola, Schlemm 2005
6. Noรซlle Chรขtelet: Die letzte Lektion (2005)
7. David Rieff, Tod einer Untrรถstlichen.
Die letzten Tage von Susan Sonntag (2009)
8. Emmanuรจle Bernheim, Alles ist gut gegangen (2014)

Die hier bewusst als โ€žVerwaisungโ€œ im Erwachsenenalter bezeichnete Erfahrung ist Forschungsgegenstand der Untersuchung. Sie umfasst die qualitative Analyse von acht autofiktionalen Texten zum Erleben von Sterben und Tod der Eltern im Altersspektrum von 70-99 Jahren aus der Sicht ihrer Kinder im mittleren Altersspektrum von 40-60 Jahren. In den untersuchten Texten, die im Zeitraum zwischen 1964-2014 entstanden sind, wird das Eintreten in den Status der Verwaisung von den Tรถchtern und Sรถhnen als eine ambivalente รœbergangssituation erlebt. Die in den literarischen Texten sedimentierten Erfahrungen werden als Beispiele expressiver Orientierungsmuster im Feld von Sterben und Tod aufgefasst. Die Texte lassen erkennen, dass diese Erfahrungen als (auto-)biographisch relevant gedeutet und das Niederschreiben der Empfindungen und Begleitumstรคnde als eine mรถgliche Verarbeitungsform reflektiert werden kann. Methodisch werden diese Texte als erzรคhltechnisch dargestellte, subjektive Deutungen bewertet. Als metatheoretische Rahmung wird das Ambivalenzkonzept sensu Kurt Lรผscher herangezogen. Der hier analysierte Prozess der โ€žVerwaisungโ€œ verweist auf eine Transformation, die die Sicht auf die Welt zu รคndern vermag und damit ambivalenz-sensible Dispositionen fรผr Lรถsungsmรถglichkeiten hervorbringt. Die praktizierte Herangehensweise an die Texte mitsamt ihren sprachlichen Besonderheiten unterstreicht die innovative Funktion literarischer Quellen fรผr die Erziehungswissenschaft.

Inhaltsverzeichnis Leseprobe

Autorin:
Dr. Ursula Pietsch-Lindt, wissenschaftliche Mitarbeiterin in der Koordinierungsstelle Wissenschaft und ร–ffentlichkeit (bis 2014), Lehrbeauftragte im Gasthรถrer-und Seniorenstudium, Universitรคt zu Kรถln. Arbeitsschwerpunkt: Intergenerationelle Projekte im Bereich Kulturelle Bildung

 

Hier finden Sie denย Waschzettel zum Buch (pdf- Infoblatt).

 

Target group:
Forschende und Lehrende der Erziehungswissenschaft

Zusรคtzliche Informationen

Publisher

ISBN

978-3-96665-016-8

eISBN

978-3-96665-970-3

Format

A5

Scope

264

Year of publication

2021

Date of publication

23.11.2020

Edition

1.

Language

Deutsch

Bewertungen

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Autor*innen

Ursula Pietsch-Lindt

Keywords

Ambivalenzdynamik, Autofiktionale texte, Biografieforschung, Entwicklung im lebenslauf, Identitaetskonstruktion, Mittleres erwachsenenalter, Tod der eltern, Verwaisungsprozess

Pressestimmen/Rezensionen

In der vorliegenden Studie wird an acht Textbeispielen aus dem Entstehungszeitraum 1964 โ€“ 2014 die Ambivalenzdynamik dieser spezifischen Lebenslage analysiert und daraus erkennbar, dass selbst in diesem letzten Abschied noch Freirรคume in der bislang praktizierten Beziehungslogik von Macht und Machtlosigkeit zu entdecken sind. Als ein zentrales Ergebnis dieser Studie lรคsst sich festhalten, dass in der komplexen รœbergangssituation der Verwaisung ein kreativer Umgang mit ambivalenten Situationen und Gefรผhlslagen die Sicht auf die Welt zu รคndern vermag.

Fachzeitschrift PRO Alter, Januar 2021

Ursula Pietsch-Lindt analysiert acht literarische Darstellungen vom Tod der Eltern. Sie arbeitet die unterschiedlichen Umgangsweisen mit einer Erfahrung heraus, die im mittleren und hรถheren Erwachsenenalter die Sicht auf die Welt noch einmal grundlegend zu รคndern vermag und tiefgreifende biografische Transformationsprozesse initiieren kann.

Das Kubia Magazin Heft 20

Beschreibung

Beschreibung

Wenn die Eltern sterben, ist dies zumeist mit einschneidenden und nachhaltigen Erlebnissen fรผr die Kinder verbunden. Was diese Erfahrung fรผr erwachsene Kinder im mittleren Lebensalter bedeutet, ist in den Erziehungswissenschaften bislang jedoch kaum thematisiert worden. Demgegenรผber lassen sich zahlreiche literarische Texte finden, die sich mit dieser Lebensphase beschรคftigen.
Die folgenden acht Beispiele werden in dieser Arbeit als ambivalente biographische รœbergangssituationen analysiert und die Niederschrift dieser Erfahrung als eine Mรถglichkeit der Verarbeitung reflektiert:

1. Simone de Beauvoir, Ein sanfter Tod (1964)
2. Verena Stefan, Es ist reich gewesen (1993)
3. Hermann Kinder, Um Leben und Tod (1997)
4. Josef Winkler, Roppongi. Requiem fรผr einen Vater (2007)
5. Nicola Bardola, Schlemm 2005
6. Noรซlle Chรขtelet: Die letzte Lektion (2005)
7. David Rieff, Tod einer Untrรถstlichen.
Die letzten Tage von Susan Sonntag (2009)
8. Emmanuรจle Bernheim, Alles ist gut gegangen (2014)

Die hier bewusst als โ€žVerwaisungโ€œ im Erwachsenenalter bezeichnete Erfahrung ist Forschungsgegenstand der Untersuchung. Sie umfasst die qualitative Analyse von acht autofiktionalen Texten zum Erleben von Sterben und Tod der Eltern im Altersspektrum von 70-99 Jahren aus der Sicht ihrer Kinder im mittleren Altersspektrum von 40-60 Jahren. In den untersuchten Texten, die im Zeitraum zwischen 1964-2014 entstanden sind, wird das Eintreten in den Status der Verwaisung von den Tรถchtern und Sรถhnen als eine ambivalente รœbergangssituation erlebt. Die in den literarischen Texten sedimentierten Erfahrungen werden als Beispiele expressiver Orientierungsmuster im Feld von Sterben und Tod aufgefasst. Die Texte lassen erkennen, dass diese Erfahrungen als (auto-)biographisch relevant gedeutet und das Niederschreiben der Empfindungen und Begleitumstรคnde als eine mรถgliche Verarbeitungsform reflektiert werden kann. Methodisch werden diese Texte als erzรคhltechnisch dargestellte, subjektive Deutungen bewertet. Als metatheoretische Rahmung wird das Ambivalenzkonzept sensu Kurt Lรผscher herangezogen. Der hier analysierte Prozess der โ€žVerwaisungโ€œ verweist auf eine Transformation, die die Sicht auf die Welt zu รคndern vermag und damit ambivalenz-sensible Dispositionen fรผr Lรถsungsmรถglichkeiten hervorbringt. Die praktizierte Herangehensweise an die Texte mitsamt ihren sprachlichen Besonderheiten unterstreicht die innovative Funktion literarischer Quellen fรผr die Erziehungswissenschaft.

Inhaltsverzeichnis Leseprobe

Autorin:
Dr. Ursula Pietsch-Lindt, wissenschaftliche Mitarbeiterin in der Koordinierungsstelle Wissenschaft und ร–ffentlichkeit (bis 2014), Lehrbeauftragte im Gasthรถrer-und Seniorenstudium, Universitรคt zu Kรถln. Arbeitsschwerpunkt: Intergenerationelle Projekte im Bereich Kulturelle Bildung

 

Hier finden Sie denย Waschzettel zum Buch (pdf- Infoblatt).

 

Target group:
Forschende und Lehrende der Erziehungswissenschaft

Bibliography

Zusรคtzliche Informationen

Publisher

ISBN

978-3-96665-016-8

eISBN

978-3-96665-970-3

Format

A5

Scope

264

Year of publication

2021

Date of publication

23.11.2020

Edition

1.

Language

Deutsch

Produktsicherheit

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Autor*innen

Ursula Pietsch-Lindt

Tags

Pressestimmen/Rezensionen

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In der vorliegenden Studie wird an acht Textbeispielen aus dem Entstehungszeitraum 1964 โ€“ 2014 die Ambivalenzdynamik dieser spezifischen Lebenslage analysiert und daraus erkennbar, dass selbst in diesem letzten Abschied noch Freirรคume in der bislang praktizierten Beziehungslogik von Macht und Machtlosigkeit zu entdecken sind. Als ein zentrales Ergebnis dieser Studie lรคsst sich festhalten, dass in der komplexen รœbergangssituation der Verwaisung ein kreativer Umgang mit ambivalenten Situationen und Gefรผhlslagen die Sicht auf die Welt zu รคndern vermag.

Fachzeitschrift PRO Alter, Januar 2021

Ursula Pietsch-Lindt analysiert acht literarische Darstellungen vom Tod der Eltern. Sie arbeitet die unterschiedlichen Umgangsweisen mit einer Erfahrung heraus, die im mittleren und hรถheren Erwachsenenalter die Sicht auf die Welt noch einmal grundlegend zu รคndern vermag und tiefgreifende biografische Transformationsprozesse initiieren kann.

Das Kubia Magazin Heft 20

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