Verlag Barbara Budrich

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ISSN: 0933-5315

BIOS 1+2-2017 | Digital Humanities und biographische Forschung

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ISSN: 0933-5315

Inhalt

BIOS โ€“ Zeitschrift fรผr Biographieforschung, Oral History und Lebensverlaufsanalysen
1+2-2017: Digital Humanities und biographische Forschung
hrsg. von: Almut Leh & Eva Ochs

Schwerpunktbeitrรคge
Almut Leh / Eva Ochs: Digital Humanities und biographische Forschung. Positionsbestimmungen und Analysen. Einleitung zum Schwerpunkt
Mareike Kรถnig: Digitale Methoden in der Geschichtswissenschaft. Definitionen, Anwendungen, Herausforderungen
Anne Baillot / Anna Busch: Vernetzung โ€“ Erzรคhlung โ€“ Kollation. Digitale Methoden in der Biographieforschung
Andrรฉ Epp: (Un-)Mรถglichkeit computergestรผtzter Narrationsanalyse. Zur Anwendung von QDA-Software in der Biographieforschung
Joachim Kรถhler / Michael Gref / Almut Leh: KAยณ. Weiterentwicklung von Sprachtechnologien im Kontext der Oral History
Florian Windhager: Choreographien der Existenz. Zur multimodalen Erweiterung biographischer Forschung und Lehre durch Verfahren der visuellen Analyse und Synthese
Cord Pagenstecher: Oral History und Digital Humanities
Munir Salman / Felix Engel / Almut Leh / Matthias Hemmje: Informationstechnologische Unterstรผtzung der Archivierung biographischer Interviews und Erinnerungszeugnisse
Gabriele Frรถschl: โ€žMein Leben โ€“ ins Archiv projiziertโ€œ. Drei audiovisuelle Interviewprojekte und Quellensammlungen in der ร–sterreichischen Mediathek
Loretta Walz: Biographische Dokumentationen im Film. รœber die Abbildung von Menschen

Weitere Beitrรคge
Christoph Becker-Schaum / Anastasia Surkov: Die zweite Generation der Grรผnen. Ein Gruppenportrait
Lucas Hardt: Zwei Algerienkriege im Saarland? Innenansichten aus einem Rรผckzugsgebiet des FLN
Alexander Freund: GI Hans in Korea. Militรคr und Migration in der deutschen Nachkriegszeit
Roman Tรถppel: โ€žSoldaten wie andere auch, nur ein bisschen besserโ€œ. Das Selbstbild von Veteranen der Waffen-SS
Agnรจs Arp: Annรคherung an die Gewalterfahrungen ehemaliger Heimkinder aus DDR-Spezialheimen. Eine Oral History-Untersuchung
Isabelle-Christine Panreck: Politikwissenschaftliche Werkbiographieforschung. Erkenntnisinteresse und Forschungsperspektiven
Felicitas Sรถhner: Methodische Problemfelder und ethische Implikationen der zeitzeugenbasierten Historiographie. Ein Erfahrungsbericht
Michael Kitzing: Landesgeschichte und Biographie. Zu den Potentialen von landeshistorisch-biographischen Nachschlagewerken

Literaturbesprechung
Verena Haug: Johanna Gehmacher, Klara Lรถffler (Hg.): Storylines and Blackboxes. Autobiographie und Zeugenschaft in der Nachgeschichte von Nationalsozialismus und Zweitem Weltkrieg, Wien: new academic press 2017 (Beitrรคge des VWI zur Holocaustforschung, Band 4, hg. vom Wiener Wiesenthal Institut fรผr Holocaust-Studien), 260 Seiten, 22,00 โ‚ฌ.

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Zusรคtzliche Informationen

Publisher

ISSN

0933-5315

eISSN

2196-243X

Volume

30. Jahrgang 2017

Edition

1+2

Date of publication

10.05.2019

Scope

309

Language

Deutsch

Format

17 x 24 cm

DOI

https://doi.org/10.3224/bios.v30i1-2

Open Access-Lizenz

https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0/deed.de

Homepage

https://bios.budrich-journals.de

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Autor*innen

Keywords

Algerienkrieg, Archivierung, Biographieforschung, biographische Interviews, DDR, Die Grรผnen, digital humanities, digitale Methoden, Dokumentationen, Erinnerungszeugnisse, Film, FLN, Geschichtswissenschaft, Gewalterfahrung, Heimkinder, Historiographie, Informationstechnologie, Kinderheim, Korea, Landesgeschichte, Migration, Militรคr, Nachkriegszeit, Nachschlagewerke, Narrationsanalyse, Oral History, QDA-Software, Saarland, Sprachtechnologie, Veteranen, visuelle Analyse, visuelle Synthese, Werkbiographieforschung, ร–sterreich

Abstracts

Digitale Methoden in der Geschichtswissenschaft. Definitionen, Anwendungen, Herausforderungen (Mareike Kรถnig)
Der digitale Wandel verรคndert das geisteswissenschaftliche Arbeiten ganz grundlegend: Recherchieren, Organisieren, Schreiben, Prรคsentieren und Verรถffentlichen wird mittlerweile selbstverstรคndlich per Computer erledigt. Computergestรผtzte Forschung greift jedoch sehr viel tiefer in die Kultur der geisteswissenschaftlichen Fรคcher ein. Sie umfasst die Entwicklung, Anwendung und systematische Erforschung von digitalen Techniken, Methoden und Medien zur Beantwortung geisteswissenschaftlicher Fragestellungen. Die transdisziplinรคre Zusammenarbeit zwischen Informatik und Geisteswissenschaften verlรคuft dabei nicht spannungsfrei. Denn digitale Methoden kรถnnen zwar zur Entwicklung eines kohรคrenten Arguments beitragen, sie kรถnnen es aber nicht alleine entwickeln. Dieser Beitrag zeigt Anwendungen und Praxisbeispiele in den Geschichtswissenschaften aus den Bereichen digitalisierte Quellensammlungen und digitale Editionen, qualitative und quantitative Textanalyse sowie Netzwerkanalysen und Visualisierungen und fragt, was digitale Methoden zur biographischen Forschung beitragen kรถnnen. Er diskutiert auรŸerdem zentrale Herausforderungen der computergestรผtzten Forschung fรผr die Geisteswissenschaften wie etwa die Kombination von klassischen und digitalen Methoden und die Verflechtung verschiedener Analyseformen und Interpretationen und resรผmiert, warum das Erarbeiten einer neuen digitalen Heuristik lohnenswert ist.
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Vernetzung โ€“ Erzรคhlung โ€“ Kollation. Digitale Methoden in der Biographieforschung (Anne Baillot, Anna Busch)
Vor dem Hintergrund sich verรคndernder Forschungsansรคtze in den Geisteswissenschaften, dem Aufschwung digitaler, algorithmenbasierter Analyse- und Auswertungsverfahren in vornehmlich textgeprรคgten Wissenschaftsbereichen sowie den zentralen Auswirkungen, die das auf lebensgeschichtliche Quellen im digitalen Raum haben muss, soll die Wechselbeziehung zwischen den Digital Humanities und biographischer Forschung beleuchtet werden. Anhand dreier Schlagworte, die als Gliederungsabschnitte fungieren, beleuchtet der vorliegende Artikel Einzelaspekte dieses Zusammenhangs. Unter den รœberschriften Vernetzung, Erzรคhlung und Kollation soll exemplarisch gezeigt werden, wie geisteswissenschaftliche Fragestellungen anhand digitaler biographischer Daten beantwortet werden kรถnnen. Zuvรถrderst werden biographische Metadaten auf ihr Potential fรผr eine zukunftsweisende Vernetzungsstrategie hin รผberprรผft. Im Anschluss werden Fragen der Entwicklung von biographischen Narrativen aufgeworfen. In einem dritten Schritt werden Kollationstools, wie sie bei der Analyse von Biographien verwendet werden, dargestellt, um das Potential aufzudecken, das auch in diesem Ansatz fรผr biographische Forschung zu finden ist.
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(Un-)Mรถglichkeit computergestรผtzter Narrationsanalyse. Zur Anwendung von QDA-Software in der Biographieforschung (Andrรฉ Epp)
Im Zuge der zunehmenden Digitalisierung der Wissenschaft stellt sich auch fรผr die Biographieforschung die Frage, wie mit den damit verbundenen Herausforderungen umgegangen werden soll. Welche Bedeutung und welche Auswirkungen hat der so genannte digital turn, welche erkenntnis- und grundlagentheoretischer Gewinn ist damit fรผr die Biographieforschung und ihre Arbeitsweise verbunden? Fรผr die Analyse qualitativer Daten wurden bereits in den 1980er Jahren erste Computerprogramme entwickelt, die qualitativ Forschende bei ihrer Analysearbeit unterstรผtzen. Obwohl diese Programme kontinuierlich weiterentwickelt werden und die Entwickelnden auf die Bedรผrfnisse der qualitativ Forschenden eingehen, haben sich diese Programme in der Biographieforschung bisher nicht umfassend durchgesetzt. Dies greift der Beitrag auf und diskutiert zugleich das bisher ungehobene Potential der Verbindung von computergestรผtzter Analyse und Biographieforschung. An einem Fallbeispiel wird verdeutlicht, in welchem Rahmen der Einsatz von QDA-Software in der Biographieforschung mรถglich ist und welche Beschrรคnkungen und Hรผrden damit einhergehen kรถnnen.
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KAยณ. Weiterentwicklung von Sprachtechnologien im Kontext der Oral History (Joachim Kรถhler, Michael Gref, Almut Leh)
Dieser Beitrag beleuchtet die Mรถglichkeiten und die Herausforderungen der Audio Mining-Technologie fรผr die automatisierte Transkription von Oral History-Interviews. Durch die erheblichen Fortschritte in der Spracherkennung deutet sich ein sinnvoller Einsatz der Technologie in den Geisteswissenschaften zur Transkription von Interviews an. Dies erรถffnet eine Reihe von Perspektiven fรผr die interviewbasierte Forschung. Erstens lassen sich aufwendige und kostenintensive Transkriptionsarbeiten reduzieren, zweitens ist die Tonspur auf Wortebene direkt mit dem Transkript verbunden und รผber eine Suchanwendung zugรคnglich, drittens kรถnnen weitaus grรถรŸere Mengen an Interviews recherchiert und ausgewertet werden. Auf der anderen Seite stellen Oral History-Interviews, vor allem รคltere Aufnahmen, hinsichtlich Aufnahmequalitรคt und spontaner sowie dialektaler Sprechweisen eine erhebliche Herausforderung dar, so dass aktuell Forschungsarbeiten notwendig sind, um die Leistungsfรคhigkeit der Spracherkennung auf notwendige Qualitรคt zu heben. Diese Forschungs- und Entwicklungsarbeiten sind Gegenstand des vom BMBF gefรถrderten Projektes KAยณ (Kรถlner Zentrum Analyse und Archivierung von AV-Daten). Dieser Beitrag gibt eine รœbersicht รผber die eingesetzten Technologien zur Sprachanalyse, die Funktionsweise des Fraunhofer IAIS Audio Mining-Systems, das Oral History-Archiv โ€žDeutsches Gedรคchtnisโ€œ der FernUniversitรคt in Hagen, die aktuell erzielten Ergebnisse sowie aktuelle Forschungsansรคtze zur Verbesserung des Systems.
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Choreographien der Existenz. Zur multimodalen Erweiterung biographischer Forschung und Lehre durch Verfahren der visuellen Analyse und Synthese (Florian Windhager)
Das Studium von historischen Daten- und Textbestรคnden kann durch Techniken der Informationsvisualisierung multimodal erweitert und unterstรผtzt werden. Biographische Datenbanken modellieren das Leben von historischen Akteuren als zeitlich strukturierte Verknรผpfungen von Personen, Ereignissen, Orten, Organisationen, Objekten, Konzepten und anderer Entitรคten. Methoden der Visualisierung wie Karten, Netzwerke, Treemaps oder Timelines kรถnnen die Analyse und Exploration dieser komplexen Datensammlungen erleichtern und beschleunigen. Der spezifische Fokus des Textes richtet sich auf die Frage, wie Synergien durch die Kombination dieser Methoden erzielt werden kรถnnen. Zu diesem Zweck wird das multiperspektivische PolyCube-Framework diskutiert, das die Gewinnung von biographischen big pictures ebenso begรผnstigt wie detaillierte Einsichten in die Lebenswege historischer Akteure.
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Oral History und Digital Humanities (Cord Pagenstecher)
Digitale Technologien ermรถglichen die softwaregestรผtzte Sicherung, ErschlieรŸung und Bereitstellung von Interviewsammlungen und ihre sammlungsรผbergreifende Recherche und Analyse. Nach einem Forschungsรผberblick skizziert der Artikel die an der Freien Universitรคt zugรคnglichen digitalen Interviewsammlungen, insbesondere das Visual History Archive der Shoah Foundation und das Online-Archiv Zwangsarbeit 1939-1945 und ihre Nutzungsmรถglichkeiten. Wรคhrend Oral Historians traditionell meist wenige Interviews anhand der Transkripte analysierten, unterstรผtzen digitale Interviewarchive nun vergleichende Untersuchungen anhand der originalen Audio- und Videoaufzeichnungen. Allerdings steht die digitale Aufbereitung von Oral History-Sammlungen vor groรŸen Herausforderungen. Die Digital Humanities stellen dafรผr einige Ansรคtze bereit, etwa in den Bereichen Spracherkennung und Named Entity Recognition, ErschlieรŸungssoftware und Metadatenstandards, Persรถnlichkeitsschutz und Langzeitarchivierung, die der Artikel kurz vorstellt und diskutiert. AbschlieรŸend demonstriert ein Kurzvergleich von zwei Interviews prototypisch die Mรถglichkeiten einer digital unterstรผtzten Interviewanalyse im Hinblick auf Multiperspektivitรคt, Multimodalitรคt und Multilingualitรคt. Deutlich wird, dass die Digital Humanities der Oral History neue und faszinierende Forschungsperspektiven erรถffnen.
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Informationstechnologische Unterstรผtzung der Archivierung biographischer Interviews und Erinnerungszeugnisse (Munir Salman, Felix Engel, Almut Leh, Matthias Hemmje)
Traditionelle Gedรคchtnisinstitutionen โ€“ Archive, Bibliotheken und Museen โ€“ stehen vor der Herausforderung der digitalen Transformation. Insbesondere, da Inhalte aus unterschiedlichen Grรผnden nur zum Teil online verfรผgbar sind, wรคhrend die externe Nachfrage nach der Nutzung der vorhandenen Archivinhalte stรคndig steigt. Dr beitrag befasst sich daher mit Ansatzpunkten und Zielen eines kรผnftigen Arbeitsprogramms, das die genannten Herausforderungen adressiert.
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โ€žMein Leben โ€“ ins Archiv projiziertโ€œ. Drei audiovisuelle Interviewprojekte und Quellensammlungen in der ร–sterreichischen Mediathek (Gabriele Frรถschl)
Der Beitrag widmet sich am Beispiel der ร–sterreichischen Mediathek Medienarchiven als Gedรคchtnisorte und greift drei unterschiedliche Projekte auf, die sich alle dem Sammeln sowie dem Herstellen von privaten Quellen widmen. Das Sammlungsprojekt โ€žWiener Videorekorderโ€œ hatte das Sammeln von Privatvideos zum Ziel, um hier eine Lรผcke im Archivbestand zu schlieรŸen. Das Projekt โ€žMenschenLebenโ€œ widmet sich der Produktion von Oral History-Interviews, um diese fรผr kรผnftige wissenschaftliche Forschung zur Verfรผgung zu stellen; und das Projekt โ€žNationalfonds/Zukunftsfondsโ€œ widmet sich dem Sammeln und der Erhaltung von Interviews, die im Rahmen wissenschaftlicher Projekte entstanden sind. Der Beitrag beleuchtet die unterschiedlichen Ansรคtze dieser drei Projekte sowie die Rolle und die Strategien von Medienarchive in der Erhaltung und Zugรคnglichkeit dieser Quellen.
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Biographische Dokumentationen im Film. รœber die Abbildung von Menschen (Loretta Walz)
Fรผr die Auswertung von Zeitzeugeninterviews, die fรผr einen Film, eine Ausstellung oder eine Prรคsentation genutzt werden sollen, braucht es neben der inhaltlichen auch die filmische Beurteilung. Denn jedes Interview, das mit einer Kamera aufgezeichnet wurde, ist eine Inszenierung. Entweder haben die Macher (Kameramann/frau Interviewer/in) das Bild arrangiert, oder die Interviewten haben sich selbst โ€žin Szene gesetztโ€œ. Loretta Walz beschรคftigt sich in ihrem Beitrag mit der Abbildung von Menschen im Interview und wie die gefilmten Bilder โ€žgelesenโ€œ werden kรถnnen.
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Die zweite Generation der Grรผnen. Ein Gruppenportrait (Christoph Becker-Schaum, Anastasia Surkov)
Die Studie zeichnet das Gruppenportrait von acht der jรผngsten Bundestagsabgeordneten von Bรผndnis 90/Die Grรผnen in der Wahlperiode von 1994 bis 1998. Fรผr die Studie wurden biographische Interviews gefรผhrt. Das Gruppenportrait besteht aus drei Teilen. Der erste enthรคlt die Motivationen und Wege, warum und in welchen Kontexten die Interviewten den Grรผnen beigetreten sind. Der zweite Teil verfolgt in acht Etappen den Weg in die Bundestagsfraktion, von der Entscheidung fรผr die Kandidatur, die Listenparteitage ihrer Landesverbรคnde, den Wahlkampf und den Wahltag, die Ankunft in Bonn, die konstituierende Sitzung der neuen Fraktion mit der Wahl des Fraktionsvorstandes, der Verteilung der Ausschรผsse und der ersten Pressekonferenz des Vorstandes bis zum Beginn der politischen Arbeit der Fraktion. Der dritte Teil beschreibt ihre Haltung zum Bundeswehreinsatz in Bosnien. Dabei wird herausgearbeitet, wie sich ihre Position zum zentralen Konflikt der Bundesgrรผnen wรคhrend der Wahlperiode wandelte. Zum Fazit gehรถrt, dass die Unterschiede der Herkunft โ€“ sechs Abgeordnete kamen aus der alten Bundesrepublik, zwei aus der ehemaligen DDR โ€“ in einigen Punkten sehr ins Gewicht fallen. Auch bildeten die acht Abgeordneten keine Gruppe in dem Sinne, dass sie eine gemeinsame Haltung vertreten hรคtten. Wohl aber gab es eine Gemeinsamkeit hinsichtlich ihres Politikstils. Anstelle der frรผheren Symbolpolitik der Grรผnen ist ihr Politikstil pragmatischer und professioneller geworden. Insofern waren sie Protagonisten des beginnenden Generationswechsels bei den Bรผndnisgrรผnen.
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Zwei Algerienkriege im Saarland? Innenansichten aus einem Rรผckzugsgebiet des FLN (Lucas Hardt)
Der algerische Unabhรคngigkeitskrieg (1954-1962) war eine komplexe Konfliktkonstellation, die neben Frankreich und Algerien teilweise auch auf dem Gebiet der Bundesrepublik und insbesondere im Saarland ausgefochten wurde. Dies galt vor allem seit Beginn des Jahres 1958, als zahlreiche Algerier unter den Einwirkungen des Kolonialkrieges in die europรคischen Nachbarlรคnder Frankreichs flohen. Auf der Grundlage der Erfahrungsberichte von zwei algerischen Zeitzeugen widmet sich dieser Aufsatz den Migrations- bzw. Fluchterfahrungen der Betroffenen. Zudem werden unmittelbare Konfrontationen mit dem Kolonialkrieg im Saarland und die jeweiligen Alltagserfahrungen miteinander verglichen. Dabei wird neben einer hohen Diversitรคt der Anreise- und Aufenthaltsbedingungen algerischer Migranten im Saarland auch verdeutlicht, dass die treibende Kraft der algerischen Rebellion, der FLN, bereits vor dem Krieg bestehende soziale Ungleichheiten um den Preis der politischen Unabhรคngigkeit von Frankreich perpetuierte.
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GI Hans in Korea. Militรคr und Migration in der deutschen Nachkriegszeit (Alexander Freund)
Obwohl Krieg, Militรคr und Migration seit Jahrhunderten eng miteinander verflochten sind, gibt es zum Thema Einwanderer im Militรคr noch groรŸe Forschungslรผcken. Meistens wird nach dem Zusammenhang von Migration und Militรคr aus der Sicht des Einwanderungslandes gefragt. Die Forschung zu deutschen Einwanderern in amerikanischen Streitkrรคften beschrรคnkt sich auf den amerikanischen Bรผrgerkrieg, obwohl deutschstรคmmige Amerikaner in allen Konflikten auf amerikanischer Seite gekรคmpft haben. Dies รคnderte sich auch nach dem Zweiten Weltkrieg nicht. Auf der Grundlage von Oral History-Interviews, privater Korrespondenz mit dem Autor, verรถffentlichter Diskurse und staatlicher Einzelfallakten beschreibe ich in diesem Artikel einige Aspekte des Migrations-Militรคr-Nexus am Bespiel deutscher Mรคnner, die nach dem Zweiten Weltkrieg nach Nordamerika ausgewandert sind und dort in den amerikanischen und kanadischen Streitkrรคften gedient haben. Nach einem kurzen รœberblick รผber die deutsch-amerikanischen Beziehungen nach 1945 und die deutsche USA-Auswanderung der fรผnfziger Jahre wird zunรคchst aus der westdeutschen Perspektive geklรคrt, weshalb deutsche Mรคnner nach 1945 Westdeutschland verlieรŸen und wie das Wissen um die amerikanische Wehrpflicht und die Debatte รผber die Wehrpflicht und ihre Einfรผhrung in der Bundesrepublik ihre Entscheidung zur Auswanderung beeinflussten. Sodann werden einige Erfahrungen deutscher Einwanderer als GIs im amerikanischen Militรคr dargestellt. AbschlieรŸend wird gefragt, wie diese auf den ersten Blick kontroverse Konstellation โ€“ der Wehrdienst ehemaliger Feinde โ€“ privat und gesellschaftlich erinnert wird. Ziel des Artikels ist es, die Beziehungen zwischen Militรคr und Migration in der Geschichte zu bestimmen und zu klassifizieren. Damit sollen weitere Arbeiten auf diesem Gebiet erleichtert und systematisiert werden.
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โ€žSoldaten wie andere auch, nur ein bisschen besserโ€œ. Das Selbstbild von Veteranen der Waffen-SS (Roman Tรถppel)
Das รถffentliche Selbstbild โ€žderโ€œ Waffen-SS, reprรคsentiert durch die โ€žHilfsgemeinschaft auf Gegenseitigkeit der ehemaligen Angehรถrigen der Waffen-SS e.V.โ€œ, ist in den vergangenen Jahren von der Forschung bereits untersucht worden. Doch wie stark wurde dieses Selbstbild von einzelnen ehemaligen Angehรถrigen der Waffen-SS verinnerlicht? Gab es ein einheitliches Waffen-SS-Narrativ, das alle ehemaligen Angehรถrigen dieser Truppe auch als ihre eigene lebensgeschichtliche Erzรคhlung tradierten, oder wichen die persรถnlichen Erzรคhlungen von SS-Veteranen vom รถffentlichen Selbstbild ab? Um diese Fragen beantworten zu kรถnnen, wurden insgesamt 68 SS-Veteranen interviewt. Die Ergebnisse der Befragung werden in diesem Beitrag vorgestellt.
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Annรคherung an die Gewalterfahrungen ehemaliger Heimkinder aus DDR-Spezialheimen. Eine Oral History-Untersuchung (Agnรจs Arp)
Dieser Artikel untersucht sechzehn lebensgeschichtliche Interviews von ehemaligen Heimkindern aus DDR-Spezialheimen. In diesem Artikel wird der Fokus auf zwei Themen gelegt: Die Erinnerung an die erste Heimeinweisung und die erlebte Gewalt. Die Schilderungen des Heimalltags beziehen mehrere Gewaltszenen ein. Erklรคrungsbedรผrftig ist, dass die InterviewpartnerInnen die Tatsache verneinen, dass sie selbst Opfer dieser Gewalt waren. Im vorliegenden Aufsatz wird dieser Widerspruch im Kontext der Anstalts-Soziologie der totalen Institution und der Umerziehungspรคdagogik problematisiert.
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Politikwissenschaftliche Werkbiographieforschung. Erkenntnisinteresse und Forschungsperspektiven (Isabelle-Christine Panreck)
Wissen entsteht nicht im luftleeren Raum, ein Text ist nicht zu verstehen ohne seinen Kontext. Dies gilt insbesondere fรผr die Politikwissenschaft, ist sie doch besonders vom spannungsreichen Verhรคltnis zwischen Politik und Wissenschaft betroffen. Um die Wissensproduktion vor dem Hintergrund gesellschaftlicher und politischer Mรถglichkeitsrรคume auszuleuchten, bedarf es einer kritischen Reflexion der Fachgeschichte. Im Sinne der โ€žIntellectual Historyโ€œ wird die Person der/s Forschenden zum Zentrifugalpunkt der Analyse von Text und Kontext. Hier knรผpft die Werkbiographieforschung an, die sich seit den 1990er Jahren zunehmender Beachtung auch in der Politikwissenschaft erfreut. Allerdings mรผndeten die einzelnen Studien nicht in ein methodologisch und theoretisch geschlossenes Paradigma. Als Blaupause fรผr die jeweilige Beschรคftigung mit dem Leben und Werk politikwissenschaftlicher Fachvertreter und -vertreterinnen kann das Diktum Wilhelm Bleeks gelten, Mensch und Gesellschaft gleichermaรŸen zum Erkenntnisobjekt zu erklรคren. Welche Forschungsperspektiven auf das Leben und Werk der Fachvertreter und Fachvertreterinnen sind aber von besonderem Interesse fรผr die spezifisch politikwissenschaftliche Werkbiographieforschung? Ein Blick auf die benachbarten Disziplinen und ihren Zugang zur Wissenschaftsgeschichte ermรถglicht erste Antworten. So kรถnnen Anleihen bei der ideengeschichtlichen, biographieanalytischen, soziologischen, zeit- und wissenschaftsgeschichtlichen Forschung genommen und fรผr die politikwissenschaftliche Analyse fruchtbar gemacht werden. Der Aufsatz resรผmiert die verschiedenen Zugรคnge, zeigt ihre jeweiligen Ausdifferenzierungen auf, prรผft ihr Potenzial fรผr die politikwissenschaftliche Werkbiographieforschung und illustriert sie anhand von Beispielstudien aus dem aktuellen Forschungsstand. SchlieรŸlich fรผhrt er die verschiedenen Strรคnge im Sinne einer politikwissenschaftlichen Werkbiographieforschung zusammen.
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Methodische Problemfelder und ethische Implikationen der zeitzeugenbasierten Historiographie. Ein Erfahrungsbericht (Felicitas Sรถhner)
Basierend auf forschungspraktischen Erfahrungen in mehreren Zeitzeugenprojekten betrachtet die Autorin methodische Problemfelder mit Blick auf ethische Implikationen der historischen Zeitzeugenarbeit. Diskutiert werden Chancen und Risiken des methodischen Ansatzes sowie ethische Leitlinien in der Oral History. Reflexion und Ausblick verweisen auf eine notwendige Ethikkultur in der Zeitzeugenarbeit.
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Landesgeschichte und Biographie. Zu den Potentialen von landeshistorisch-biographischen Nachschlagewerken (Michael Kitzing)
Die Landesgeschichte mรถchte eine Vielzahl von Fragestellungen und Methoden bei der Untersuchung eines umgrenzten geographischen Raumes miteinander kombinieren. Zugleich ist die Darstellungsform der Biographie besonders anschaulich und lebendig. Die hier vorgestellten biographischen Reihen der Kommission fรผr geschichtliche Landeskunde in Baden-Wรผrttemberg verbinden nun beide Ansรคtze. Anhand ausgewรคhlter Lebenslรคufe dieser Reihen lassen sich eine Vielzahl politischer und gesellschaftlicher Entwicklungen (Sรผdwest-)Deutschlands im 20. Jahrhundert exemplarisch aufzeigen.
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1+2-2017: Digital Humanities und biographische Forschung
hrsg. von: Almut Leh & Eva Ochs

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Almut Leh / Eva Ochs: Digital Humanities und biographische Forschung. Positionsbestimmungen und Analysen. Einleitung zum Schwerpunkt
Mareike Kรถnig: Digitale Methoden in der Geschichtswissenschaft. Definitionen, Anwendungen, Herausforderungen
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Andrรฉ Epp: (Un-)Mรถglichkeit computergestรผtzter Narrationsanalyse. Zur Anwendung von QDA-Software in der Biographieforschung
Joachim Kรถhler / Michael Gref / Almut Leh: KAยณ. Weiterentwicklung von Sprachtechnologien im Kontext der Oral History
Florian Windhager: Choreographien der Existenz. Zur multimodalen Erweiterung biographischer Forschung und Lehre durch Verfahren der visuellen Analyse und Synthese
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Munir Salman / Felix Engel / Almut Leh / Matthias Hemmje: Informationstechnologische Unterstรผtzung der Archivierung biographischer Interviews und Erinnerungszeugnisse
Gabriele Frรถschl: โ€žMein Leben โ€“ ins Archiv projiziertโ€œ. Drei audiovisuelle Interviewprojekte und Quellensammlungen in der ร–sterreichischen Mediathek
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Verena Haug: Johanna Gehmacher, Klara Lรถffler (Hg.): Storylines and Blackboxes. Autobiographie und Zeugenschaft in der Nachgeschichte von Nationalsozialismus und Zweitem Weltkrieg, Wien: new academic press 2017 (Beitrรคge des VWI zur Holocaustforschung, Band 4, hg. vom Wiener Wiesenthal Institut fรผr Holocaust-Studien), 260 Seiten, 22,00 โ‚ฌ.

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0933-5315

eISSN

2196-243X

Volume

30. Jahrgang 2017

Edition

1+2

Date of publication

10.05.2019

Scope

309

Language

Deutsch

Format

17 x 24 cm

DOI

https://doi.org/10.3224/bios.v30i1-2

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https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0/deed.de

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Der digitale Wandel verรคndert das geisteswissenschaftliche Arbeiten ganz grundlegend: Recherchieren, Organisieren, Schreiben, Prรคsentieren und Verรถffentlichen wird mittlerweile selbstverstรคndlich per Computer erledigt. Computergestรผtzte Forschung greift jedoch sehr viel tiefer in die Kultur der geisteswissenschaftlichen Fรคcher ein. Sie umfasst die Entwicklung, Anwendung und systematische Erforschung von digitalen Techniken, Methoden und Medien zur Beantwortung geisteswissenschaftlicher Fragestellungen. Die transdisziplinรคre Zusammenarbeit zwischen Informatik und Geisteswissenschaften verlรคuft dabei nicht spannungsfrei. Denn digitale Methoden kรถnnen zwar zur Entwicklung eines kohรคrenten Arguments beitragen, sie kรถnnen es aber nicht alleine entwickeln. Dieser Beitrag zeigt Anwendungen und Praxisbeispiele in den Geschichtswissenschaften aus den Bereichen digitalisierte Quellensammlungen und digitale Editionen, qualitative und quantitative Textanalyse sowie Netzwerkanalysen und Visualisierungen und fragt, was digitale Methoden zur biographischen Forschung beitragen kรถnnen. Er diskutiert auรŸerdem zentrale Herausforderungen der computergestรผtzten Forschung fรผr die Geisteswissenschaften wie etwa die Kombination von klassischen und digitalen Methoden und die Verflechtung verschiedener Analyseformen und Interpretationen und resรผmiert, warum das Erarbeiten einer neuen digitalen Heuristik lohnenswert ist.
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Im Zuge der zunehmenden Digitalisierung der Wissenschaft stellt sich auch fรผr die Biographieforschung die Frage, wie mit den damit verbundenen Herausforderungen umgegangen werden soll. Welche Bedeutung und welche Auswirkungen hat der so genannte digital turn, welche erkenntnis- und grundlagentheoretischer Gewinn ist damit fรผr die Biographieforschung und ihre Arbeitsweise verbunden? Fรผr die Analyse qualitativer Daten wurden bereits in den 1980er Jahren erste Computerprogramme entwickelt, die qualitativ Forschende bei ihrer Analysearbeit unterstรผtzen. Obwohl diese Programme kontinuierlich weiterentwickelt werden und die Entwickelnden auf die Bedรผrfnisse der qualitativ Forschenden eingehen, haben sich diese Programme in der Biographieforschung bisher nicht umfassend durchgesetzt. Dies greift der Beitrag auf und diskutiert zugleich das bisher ungehobene Potential der Verbindung von computergestรผtzter Analyse und Biographieforschung. An einem Fallbeispiel wird verdeutlicht, in welchem Rahmen der Einsatz von QDA-Software in der Biographieforschung mรถglich ist und welche Beschrรคnkungen und Hรผrden damit einhergehen kรถnnen.
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KAยณ. Weiterentwicklung von Sprachtechnologien im Kontext der Oral History (Joachim Kรถhler, Michael Gref, Almut Leh)
Dieser Beitrag beleuchtet die Mรถglichkeiten und die Herausforderungen der Audio Mining-Technologie fรผr die automatisierte Transkription von Oral History-Interviews. Durch die erheblichen Fortschritte in der Spracherkennung deutet sich ein sinnvoller Einsatz der Technologie in den Geisteswissenschaften zur Transkription von Interviews an. Dies erรถffnet eine Reihe von Perspektiven fรผr die interviewbasierte Forschung. Erstens lassen sich aufwendige und kostenintensive Transkriptionsarbeiten reduzieren, zweitens ist die Tonspur auf Wortebene direkt mit dem Transkript verbunden und รผber eine Suchanwendung zugรคnglich, drittens kรถnnen weitaus grรถรŸere Mengen an Interviews recherchiert und ausgewertet werden. Auf der anderen Seite stellen Oral History-Interviews, vor allem รคltere Aufnahmen, hinsichtlich Aufnahmequalitรคt und spontaner sowie dialektaler Sprechweisen eine erhebliche Herausforderung dar, so dass aktuell Forschungsarbeiten notwendig sind, um die Leistungsfรคhigkeit der Spracherkennung auf notwendige Qualitรคt zu heben. Diese Forschungs- und Entwicklungsarbeiten sind Gegenstand des vom BMBF gefรถrderten Projektes KAยณ (Kรถlner Zentrum Analyse und Archivierung von AV-Daten). Dieser Beitrag gibt eine รœbersicht รผber die eingesetzten Technologien zur Sprachanalyse, die Funktionsweise des Fraunhofer IAIS Audio Mining-Systems, das Oral History-Archiv โ€žDeutsches Gedรคchtnisโ€œ der FernUniversitรคt in Hagen, die aktuell erzielten Ergebnisse sowie aktuelle Forschungsansรคtze zur Verbesserung des Systems.
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Choreographien der Existenz. Zur multimodalen Erweiterung biographischer Forschung und Lehre durch Verfahren der visuellen Analyse und Synthese (Florian Windhager)
Das Studium von historischen Daten- und Textbestรคnden kann durch Techniken der Informationsvisualisierung multimodal erweitert und unterstรผtzt werden. Biographische Datenbanken modellieren das Leben von historischen Akteuren als zeitlich strukturierte Verknรผpfungen von Personen, Ereignissen, Orten, Organisationen, Objekten, Konzepten und anderer Entitรคten. Methoden der Visualisierung wie Karten, Netzwerke, Treemaps oder Timelines kรถnnen die Analyse und Exploration dieser komplexen Datensammlungen erleichtern und beschleunigen. Der spezifische Fokus des Textes richtet sich auf die Frage, wie Synergien durch die Kombination dieser Methoden erzielt werden kรถnnen. Zu diesem Zweck wird das multiperspektivische PolyCube-Framework diskutiert, das die Gewinnung von biographischen big pictures ebenso begรผnstigt wie detaillierte Einsichten in die Lebenswege historischer Akteure.
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Oral History und Digital Humanities (Cord Pagenstecher)
Digitale Technologien ermรถglichen die softwaregestรผtzte Sicherung, ErschlieรŸung und Bereitstellung von Interviewsammlungen und ihre sammlungsรผbergreifende Recherche und Analyse. Nach einem Forschungsรผberblick skizziert der Artikel die an der Freien Universitรคt zugรคnglichen digitalen Interviewsammlungen, insbesondere das Visual History Archive der Shoah Foundation und das Online-Archiv Zwangsarbeit 1939-1945 und ihre Nutzungsmรถglichkeiten. Wรคhrend Oral Historians traditionell meist wenige Interviews anhand der Transkripte analysierten, unterstรผtzen digitale Interviewarchive nun vergleichende Untersuchungen anhand der originalen Audio- und Videoaufzeichnungen. Allerdings steht die digitale Aufbereitung von Oral History-Sammlungen vor groรŸen Herausforderungen. Die Digital Humanities stellen dafรผr einige Ansรคtze bereit, etwa in den Bereichen Spracherkennung und Named Entity Recognition, ErschlieรŸungssoftware und Metadatenstandards, Persรถnlichkeitsschutz und Langzeitarchivierung, die der Artikel kurz vorstellt und diskutiert. AbschlieรŸend demonstriert ein Kurzvergleich von zwei Interviews prototypisch die Mรถglichkeiten einer digital unterstรผtzten Interviewanalyse im Hinblick auf Multiperspektivitรคt, Multimodalitรคt und Multilingualitรคt. Deutlich wird, dass die Digital Humanities der Oral History neue und faszinierende Forschungsperspektiven erรถffnen.
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Informationstechnologische Unterstรผtzung der Archivierung biographischer Interviews und Erinnerungszeugnisse (Munir Salman, Felix Engel, Almut Leh, Matthias Hemmje)
Traditionelle Gedรคchtnisinstitutionen โ€“ Archive, Bibliotheken und Museen โ€“ stehen vor der Herausforderung der digitalen Transformation. Insbesondere, da Inhalte aus unterschiedlichen Grรผnden nur zum Teil online verfรผgbar sind, wรคhrend die externe Nachfrage nach der Nutzung der vorhandenen Archivinhalte stรคndig steigt. Dr beitrag befasst sich daher mit Ansatzpunkten und Zielen eines kรผnftigen Arbeitsprogramms, das die genannten Herausforderungen adressiert.
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โ€žMein Leben โ€“ ins Archiv projiziertโ€œ. Drei audiovisuelle Interviewprojekte und Quellensammlungen in der ร–sterreichischen Mediathek (Gabriele Frรถschl)
Der Beitrag widmet sich am Beispiel der ร–sterreichischen Mediathek Medienarchiven als Gedรคchtnisorte und greift drei unterschiedliche Projekte auf, die sich alle dem Sammeln sowie dem Herstellen von privaten Quellen widmen. Das Sammlungsprojekt โ€žWiener Videorekorderโ€œ hatte das Sammeln von Privatvideos zum Ziel, um hier eine Lรผcke im Archivbestand zu schlieรŸen. Das Projekt โ€žMenschenLebenโ€œ widmet sich der Produktion von Oral History-Interviews, um diese fรผr kรผnftige wissenschaftliche Forschung zur Verfรผgung zu stellen; und das Projekt โ€žNationalfonds/Zukunftsfondsโ€œ widmet sich dem Sammeln und der Erhaltung von Interviews, die im Rahmen wissenschaftlicher Projekte entstanden sind. Der Beitrag beleuchtet die unterschiedlichen Ansรคtze dieser drei Projekte sowie die Rolle und die Strategien von Medienarchive in der Erhaltung und Zugรคnglichkeit dieser Quellen.
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Biographische Dokumentationen im Film. รœber die Abbildung von Menschen (Loretta Walz)
Fรผr die Auswertung von Zeitzeugeninterviews, die fรผr einen Film, eine Ausstellung oder eine Prรคsentation genutzt werden sollen, braucht es neben der inhaltlichen auch die filmische Beurteilung. Denn jedes Interview, das mit einer Kamera aufgezeichnet wurde, ist eine Inszenierung. Entweder haben die Macher (Kameramann/frau Interviewer/in) das Bild arrangiert, oder die Interviewten haben sich selbst โ€žin Szene gesetztโ€œ. Loretta Walz beschรคftigt sich in ihrem Beitrag mit der Abbildung von Menschen im Interview und wie die gefilmten Bilder โ€žgelesenโ€œ werden kรถnnen.
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Die zweite Generation der Grรผnen. Ein Gruppenportrait (Christoph Becker-Schaum, Anastasia Surkov)
Die Studie zeichnet das Gruppenportrait von acht der jรผngsten Bundestagsabgeordneten von Bรผndnis 90/Die Grรผnen in der Wahlperiode von 1994 bis 1998. Fรผr die Studie wurden biographische Interviews gefรผhrt. Das Gruppenportrait besteht aus drei Teilen. Der erste enthรคlt die Motivationen und Wege, warum und in welchen Kontexten die Interviewten den Grรผnen beigetreten sind. Der zweite Teil verfolgt in acht Etappen den Weg in die Bundestagsfraktion, von der Entscheidung fรผr die Kandidatur, die Listenparteitage ihrer Landesverbรคnde, den Wahlkampf und den Wahltag, die Ankunft in Bonn, die konstituierende Sitzung der neuen Fraktion mit der Wahl des Fraktionsvorstandes, der Verteilung der Ausschรผsse und der ersten Pressekonferenz des Vorstandes bis zum Beginn der politischen Arbeit der Fraktion. Der dritte Teil beschreibt ihre Haltung zum Bundeswehreinsatz in Bosnien. Dabei wird herausgearbeitet, wie sich ihre Position zum zentralen Konflikt der Bundesgrรผnen wรคhrend der Wahlperiode wandelte. Zum Fazit gehรถrt, dass die Unterschiede der Herkunft โ€“ sechs Abgeordnete kamen aus der alten Bundesrepublik, zwei aus der ehemaligen DDR โ€“ in einigen Punkten sehr ins Gewicht fallen. Auch bildeten die acht Abgeordneten keine Gruppe in dem Sinne, dass sie eine gemeinsame Haltung vertreten hรคtten. Wohl aber gab es eine Gemeinsamkeit hinsichtlich ihres Politikstils. Anstelle der frรผheren Symbolpolitik der Grรผnen ist ihr Politikstil pragmatischer und professioneller geworden. Insofern waren sie Protagonisten des beginnenden Generationswechsels bei den Bรผndnisgrรผnen.
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Zwei Algerienkriege im Saarland? Innenansichten aus einem Rรผckzugsgebiet des FLN (Lucas Hardt)
Der algerische Unabhรคngigkeitskrieg (1954-1962) war eine komplexe Konfliktkonstellation, die neben Frankreich und Algerien teilweise auch auf dem Gebiet der Bundesrepublik und insbesondere im Saarland ausgefochten wurde. Dies galt vor allem seit Beginn des Jahres 1958, als zahlreiche Algerier unter den Einwirkungen des Kolonialkrieges in die europรคischen Nachbarlรคnder Frankreichs flohen. Auf der Grundlage der Erfahrungsberichte von zwei algerischen Zeitzeugen widmet sich dieser Aufsatz den Migrations- bzw. Fluchterfahrungen der Betroffenen. Zudem werden unmittelbare Konfrontationen mit dem Kolonialkrieg im Saarland und die jeweiligen Alltagserfahrungen miteinander verglichen. Dabei wird neben einer hohen Diversitรคt der Anreise- und Aufenthaltsbedingungen algerischer Migranten im Saarland auch verdeutlicht, dass die treibende Kraft der algerischen Rebellion, der FLN, bereits vor dem Krieg bestehende soziale Ungleichheiten um den Preis der politischen Unabhรคngigkeit von Frankreich perpetuierte.
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GI Hans in Korea. Militรคr und Migration in der deutschen Nachkriegszeit (Alexander Freund)
Obwohl Krieg, Militรคr und Migration seit Jahrhunderten eng miteinander verflochten sind, gibt es zum Thema Einwanderer im Militรคr noch groรŸe Forschungslรผcken. Meistens wird nach dem Zusammenhang von Migration und Militรคr aus der Sicht des Einwanderungslandes gefragt. Die Forschung zu deutschen Einwanderern in amerikanischen Streitkrรคften beschrรคnkt sich auf den amerikanischen Bรผrgerkrieg, obwohl deutschstรคmmige Amerikaner in allen Konflikten auf amerikanischer Seite gekรคmpft haben. Dies รคnderte sich auch nach dem Zweiten Weltkrieg nicht. Auf der Grundlage von Oral History-Interviews, privater Korrespondenz mit dem Autor, verรถffentlichter Diskurse und staatlicher Einzelfallakten beschreibe ich in diesem Artikel einige Aspekte des Migrations-Militรคr-Nexus am Bespiel deutscher Mรคnner, die nach dem Zweiten Weltkrieg nach Nordamerika ausgewandert sind und dort in den amerikanischen und kanadischen Streitkrรคften gedient haben. Nach einem kurzen รœberblick รผber die deutsch-amerikanischen Beziehungen nach 1945 und die deutsche USA-Auswanderung der fรผnfziger Jahre wird zunรคchst aus der westdeutschen Perspektive geklรคrt, weshalb deutsche Mรคnner nach 1945 Westdeutschland verlieรŸen und wie das Wissen um die amerikanische Wehrpflicht und die Debatte รผber die Wehrpflicht und ihre Einfรผhrung in der Bundesrepublik ihre Entscheidung zur Auswanderung beeinflussten. Sodann werden einige Erfahrungen deutscher Einwanderer als GIs im amerikanischen Militรคr dargestellt. AbschlieรŸend wird gefragt, wie diese auf den ersten Blick kontroverse Konstellation โ€“ der Wehrdienst ehemaliger Feinde โ€“ privat und gesellschaftlich erinnert wird. Ziel des Artikels ist es, die Beziehungen zwischen Militรคr und Migration in der Geschichte zu bestimmen und zu klassifizieren. Damit sollen weitere Arbeiten auf diesem Gebiet erleichtert und systematisiert werden.
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โ€žSoldaten wie andere auch, nur ein bisschen besserโ€œ. Das Selbstbild von Veteranen der Waffen-SS (Roman Tรถppel)
Das รถffentliche Selbstbild โ€žderโ€œ Waffen-SS, reprรคsentiert durch die โ€žHilfsgemeinschaft auf Gegenseitigkeit der ehemaligen Angehรถrigen der Waffen-SS e.V.โ€œ, ist in den vergangenen Jahren von der Forschung bereits untersucht worden. Doch wie stark wurde dieses Selbstbild von einzelnen ehemaligen Angehรถrigen der Waffen-SS verinnerlicht? Gab es ein einheitliches Waffen-SS-Narrativ, das alle ehemaligen Angehรถrigen dieser Truppe auch als ihre eigene lebensgeschichtliche Erzรคhlung tradierten, oder wichen die persรถnlichen Erzรคhlungen von SS-Veteranen vom รถffentlichen Selbstbild ab? Um diese Fragen beantworten zu kรถnnen, wurden insgesamt 68 SS-Veteranen interviewt. Die Ergebnisse der Befragung werden in diesem Beitrag vorgestellt.
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Annรคherung an die Gewalterfahrungen ehemaliger Heimkinder aus DDR-Spezialheimen. Eine Oral History-Untersuchung (Agnรจs Arp)
Dieser Artikel untersucht sechzehn lebensgeschichtliche Interviews von ehemaligen Heimkindern aus DDR-Spezialheimen. In diesem Artikel wird der Fokus auf zwei Themen gelegt: Die Erinnerung an die erste Heimeinweisung und die erlebte Gewalt. Die Schilderungen des Heimalltags beziehen mehrere Gewaltszenen ein. Erklรคrungsbedรผrftig ist, dass die InterviewpartnerInnen die Tatsache verneinen, dass sie selbst Opfer dieser Gewalt waren. Im vorliegenden Aufsatz wird dieser Widerspruch im Kontext der Anstalts-Soziologie der totalen Institution und der Umerziehungspรคdagogik problematisiert.
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Politikwissenschaftliche Werkbiographieforschung. Erkenntnisinteresse und Forschungsperspektiven (Isabelle-Christine Panreck)
Wissen entsteht nicht im luftleeren Raum, ein Text ist nicht zu verstehen ohne seinen Kontext. Dies gilt insbesondere fรผr die Politikwissenschaft, ist sie doch besonders vom spannungsreichen Verhรคltnis zwischen Politik und Wissenschaft betroffen. Um die Wissensproduktion vor dem Hintergrund gesellschaftlicher und politischer Mรถglichkeitsrรคume auszuleuchten, bedarf es einer kritischen Reflexion der Fachgeschichte. Im Sinne der โ€žIntellectual Historyโ€œ wird die Person der/s Forschenden zum Zentrifugalpunkt der Analyse von Text und Kontext. Hier knรผpft die Werkbiographieforschung an, die sich seit den 1990er Jahren zunehmender Beachtung auch in der Politikwissenschaft erfreut. Allerdings mรผndeten die einzelnen Studien nicht in ein methodologisch und theoretisch geschlossenes Paradigma. Als Blaupause fรผr die jeweilige Beschรคftigung mit dem Leben und Werk politikwissenschaftlicher Fachvertreter und -vertreterinnen kann das Diktum Wilhelm Bleeks gelten, Mensch und Gesellschaft gleichermaรŸen zum Erkenntnisobjekt zu erklรคren. Welche Forschungsperspektiven auf das Leben und Werk der Fachvertreter und Fachvertreterinnen sind aber von besonderem Interesse fรผr die spezifisch politikwissenschaftliche Werkbiographieforschung? Ein Blick auf die benachbarten Disziplinen und ihren Zugang zur Wissenschaftsgeschichte ermรถglicht erste Antworten. So kรถnnen Anleihen bei der ideengeschichtlichen, biographieanalytischen, soziologischen, zeit- und wissenschaftsgeschichtlichen Forschung genommen und fรผr die politikwissenschaftliche Analyse fruchtbar gemacht werden. Der Aufsatz resรผmiert die verschiedenen Zugรคnge, zeigt ihre jeweiligen Ausdifferenzierungen auf, prรผft ihr Potenzial fรผr die politikwissenschaftliche Werkbiographieforschung und illustriert sie anhand von Beispielstudien aus dem aktuellen Forschungsstand. SchlieรŸlich fรผhrt er die verschiedenen Strรคnge im Sinne einer politikwissenschaftlichen Werkbiographieforschung zusammen.
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Methodische Problemfelder und ethische Implikationen der zeitzeugenbasierten Historiographie. Ein Erfahrungsbericht (Felicitas Sรถhner)
Basierend auf forschungspraktischen Erfahrungen in mehreren Zeitzeugenprojekten betrachtet die Autorin methodische Problemfelder mit Blick auf ethische Implikationen der historischen Zeitzeugenarbeit. Diskutiert werden Chancen und Risiken des methodischen Ansatzes sowie ethische Leitlinien in der Oral History. Reflexion und Ausblick verweisen auf eine notwendige Ethikkultur in der Zeitzeugenarbeit.
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Landesgeschichte und Biographie. Zu den Potentialen von landeshistorisch-biographischen Nachschlagewerken (Michael Kitzing)
Die Landesgeschichte mรถchte eine Vielzahl von Fragestellungen und Methoden bei der Untersuchung eines umgrenzten geographischen Raumes miteinander kombinieren. Zugleich ist die Darstellungsform der Biographie besonders anschaulich und lebendig. Die hier vorgestellten biographischen Reihen der Kommission fรผr geschichtliche Landeskunde in Baden-Wรผrttemberg verbinden nun beide Ansรคtze. Anhand ausgewรคhlter Lebenslรคufe dieser Reihen lassen sich eine Vielzahl politischer und gesellschaftlicher Entwicklungen (Sรผdwest-)Deutschlands im 20. Jahrhundert exemplarisch aufzeigen.
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