Beschreibung
Welche Grundannahmen liegen der Forderung nach einem Abbau sozialer Ungleichheit zugrunde? Warum ist Ungleichheit im Bildungswesen ein Problem? Ist sie รผberhaupt ein Problem? Solche und รคhnliche Fragen werden eher selten gestellt und oft nur implizit beantwortet. Im Buch werden die Welt- und Menschenbilder von โKlassikernโ der Bildungsphilosophie wie Platon, Rousseau und Pestalozzi dargestellt und mรถgliche pรคdagogische Konsequenzen gezeigt. So wird eine neue Perspektive auf aktuelle Debatten รผber Bildung und Ungleichheit gewonnen.
Welche Vorstellungen und Ziele liegen eigentlich der Forderung nach Abbau sozialer Ungleichheit zugrunde? Welchen historischen Ursprung haben heutige bildungspolitische Vorstellungen? Ist soziale Ungleichheit im Bildungswesen รผberhaupt ein Problem? Falls nein, warum nicht und falls ja, warum? Solche und รคhnliche Fragen werden sowohl in der Geschichte der Pรคdagogik als auch im aktuellen Diskurs eher selten gestellt und oft nur implizit beantwortet. Im Buch werden anhand ausgewรคhlter historischer Beispiele verschiedenste Begrรผndungszusammenhรคnge fรผr die Notwendigkeit des Abbaus (oder auch des Erhalts) sozialer Ungleichheit herausgearbeitet und mit aktuellen Diskursen verbunden. In einem Streifzug durch das pรคdagogische und bildungspolitische Denken werden an ausgewรคhlten historischen Beispielen die zugrundeliegenden Welt- und Menschenbilder und die davon abgeleiteten pรคdagogischen Schlussfolgerungen herausgearbeitet. Bekannte Schriften von Platon, Rousseau, Comenius, Pestalozzi, aber auch weniger bekannte โKlassikerโ werden teilweise in einem neuen Licht betrachtet und deren Widerhall in aktuellen Diskursen dargestellt. Mรถgliche pรคdagogische Konsequenzen der vorgestellten pรคdagogischen und bildungspolitischen Perspektiven werden jeweils beispielhaft diskutiert. Zur Vertiefung und weiterreichenden Lektรผre liegen zudem Originaltexte in Auszรผgen vor, die รผber Arbeitsfragen erschlossen werden kรถnnen. Das Buch bietet dadurch einen interessanten Zugang, um neue Querbezรผge zwischen bekannten (und weniger bekannten) Klassikern der Pรคdagogik herzustellen und gleichzeitig eine neue Perspektive auf aktuelle Diskussionen zu gewinnen. Insbesondere eignet es sich als Lehrbuch fรผr Studierende und lรคsst sich als Seminargestaltung einsetzen.
Die Autor*innen:
Prof. Dr. Ingrid Miethe, Institut fรผr Erziehungswissenschaft, Justus-Liebig-Universitรคt Gieรen
Dr. Dominik Wagner-Diehl, Institut fรผr Erziehungswissenschaft, Justus-Liebig-Universitรคt Gieรen
Birthe Kleber, Bildungszentrum Heimvolkshochschule Hustedt
Hier finden Sie den Waschzettel zum Buch (PDF-Infoblatt)
Target group:
Forschende, Lehrende und Studierende der Erziehungswissenschaft, Bildungswissenschaft und Soziologie







Uta Rรผchel –
Bildungsungleichheit. Von historischen Ursprรผngen zu aktuellen Debatten. Der Titel hรคlt auf jeden Fall was er verspricht. Ein klar strukturiertes Lehrbuch lรคdt ein zu einem Streifzug durch die Geschichte der Pรคdagogik, entlang der unterschiedlichen Vorstellungen vom Verhรคltnis von Bildung und sozialer Ungleichheit. Acht unterschiedliche Positionen werden jeweils historisch eingeordnet, die daraus abzuleitenden bildungspolitischen Konsequenzen sowie deren aktuellen Bezรผge aufgezeigt. Zusรคtzlich werden zum eigenen Denken anregende Arbeitsfragen gestellt und ausgewรคhlte Originaltexte vorgestellt. Argumente und Gegenargumente werden ausgebreitet und zunรคchst erst einmal wertungsfrei dargestellt. Fรผr angehende Pรคdagog:innen ist dieses Buch nicht nur eine hilfreiche, sondern eine grundlegende Lektรผre, die zahlreiche Anregungen fรผr einen Einsatz im Seminarbetrieb bereithรคlt. Es kann jedoch auch allen anderen empfohlen werden, die den Zusammenhรคngen von Bildung und sozialer Ungleichheit in knapper Form auf den Grund gehen wollen.
H. L. –
Bildungsgerechtigkeit als Thema beschรคftigt mich schon seit meinem Studium und auch jetzt im Alltag als Lehrerin in einer integrierten Gesamtschule hat dieses Thema mich nicht losgelassen. Es treibt mich um, zu verstehen, warum unser Schulsystem noch nicht gerecht ist und gleichzeitig auch Stellschrauben zu entdecken, die Bildung gerechter machen kรถnnen. Dieses Buch ist dafรผr ein wertvoller Schlรผssel mit interessantem Zugang.
โBildungsungleichheitโ benennt zugleich die aktuelle Situation (und die daraus entspringende Diskussionen) und verweist aber auch auf die historischen Ursprรผnge. Besonders hilfreich fรผr ein tieferes Verstรคndnis finde ich hierbei die eingefรผgten Originaltexte, auf die sich die Autor*innen beziehen (u.a.Platon, Pestalozzi, Rousseau, Schleiermacher, Dewey…). So bekommen die skizzierten โBilderโ mehr Tiefgang und die Ausarbeitung an sich bleibt gleichzeitig รผbersichtlich.
Fรผr Studierende sehr zu empfehlen, aber auch fรผr bereits Tรคtige im Bildungssektor eine Bereicherung!
Tokarev –
Bildung ist die wichtigste Investition in die Zukunft eines jeden Menschen. Sie ermรถglicht jedem Individuum, egal, welcher Herkunft, Religion und soziokulturellem Status, ein erfรผlltes Leben und eine gerechte, selbststรคndige Teilhabe in der Gesellschaft.
Die Forderung nach einer „Bildung fรผr alle!“ erweist sich in der Realitรคt jedoch schwieriger umzusetzen, als gedacht.
Das Buch „Bildungsungleichheit – Von historischen Ursprรผngen zu aktuellen Debatten“ wirft einen erfrischend anderen Blick auf das gesellschaftliche Problem – so werden unter anderem Welt- und Menschenbilder von groรen Denker*innen, generell die Entwicklung von pรคdagogischem Denken und pรคdagogischer Geschichte sowie der Zusammenhang von „Bilder von Bildung und sozialer Ungleichheit“ beleuchtet.
Alles in allem, ein sehr interessantes Buch, vor allem fรผr alle Studierenden, Pรคdagog*innen und Lehrkrรคfte.
Sebastian E. –
Den Autor*innen des Buches legen nicht nur eine sehr spannende und facettenreiche Auswahl an Quellen fรผr die Seminardiskussion vor, sondern auch eine nachvollziehbare und motivierende Einfรผhrung in die Diskussion um Bildungsungleichheit. Sehr deutlich wird, dass es sich bei der pรคdagogischen Verhandlung von Ungleichheit um ein pรคdagogisches Dauerthema handelt, mit dem sich nicht nur Wissenschaftler*innen, sondern auch angehende Lehrer*innen und Sozialpรคdagog*innen unbedingt auseinandersetzen mรผssen. Das Buch bietet sich aufgrund seines Aufbaus und der Verschrรคnkung von Quellen, historischen Hintergrรผnden, theoretischen รberlegungen und aktueller Relevanz sehr gut als anregende Grundlage fรผr Seminare im Bachelor an โ aber auch im Master werde ich dieses Buch ergรคnzt um weitere Literatur definitiv weiter einsetzen, da es eine sehr gute Grundlage fรผr die Vertiefung der Auseinandersetzung mit dem Thema Bildungsungleichheit ist. Die Lektรผre regt zur eigenen Vertiefung des Themas an und hat zumindest in meinen Seminaren schon einige spannende Diskussionen provoziert.