Verlag Barbara Budrich

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ISSN: 1862-5002

Diskurs 4-2024 | Corona und die Folgen

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ISSN: 1862-5002

Inhalt

Diskurs Kindheits- und Jugendforschung / Discourse. Journal of Childhood and Adolescence Research
4-2024: Corona und die Folgen

Editorial
Thomas Rauschenbach / Heinz-Hermann Krรผger: Corona im Rรผckblick โ€“ empirische Analysen zum Kindes- und Jugendalter. Editorial

Schwerpunktbeitrรคge
Katharina Manderscheid / Lorenz Gaedke: Ungleicher Familienalltag in der Pandemie
Julia Hansen / Reiner Hanewinkel: Substanzkonsum 14- bis 17-Jรคhriger vor, wรคhrend und nach der COVID-19-Pandemie โ€“ Ergebnisse der schulbasierten Fragebogenstudie Prรคventionsradar
Anna Lips / Wolfgang Schrรถer: Jugendpolitik wรคhrend der COVID-19-Pandemie: Jenseits des Bedauerns โ€“ zur Notwendigkeit einer Jugendpolitikfolgenforschung
Markus Lรถrz / Jonas Koopmann: Wie haben sich die Studienbedingungen, sozialen Ungleichheiten und Studienabbruchintentionen im Laufe der COVID-19-Pandemie verรคndert?

Freie Beitrรคge
Franziska Schlattmeier: Raus aus der Gruppe โ€“ wie sich Kinder in der Kindertagesstรคtte entziehen (im Open Access verfรผgbar)
Mariana Grgic / Susanne Lochner: Jugendfreiwilligendienste: Nischendasein oder Wegweiser fรผr spรคteres Engagement junger Frauen und Mรคnner? (im Open Access verfรผgbar)

Kurzbeitrag
Elif Sari: Coachen, pushen, anleiten โ€“ Wie Eltern Einfluss auf den Bildungsweg und Bildungserfolg ihrer Kinder im Teenageralter nehmen

Rezensionen
Manfred Liebel: Emir Estrada (2019). Kids at Work. Latinx Families Selling Food on the Streets of Los Angeles
Kevin Stรผtzel: Yagฬ†mur Mengilli (2023). Chillen als jugendkulturelle Praxis

 

Einzelbeitrags-Download (Open Access/Gebรผhr): diskurs.budrich-journals.de
Sie kรถnnen sich hier fรผr den Diskurs-Alert anmelden.

Zusรคtzliche Informationen

Publisher

ISSN

1862-5002

eISSN

2193-9713

Volume

19. Jahrgang 2024

Edition

4-2024

Date of publication

20.01.2025

Scope

152 Seiten

Language

Deutsch

Format

17 x 24 cm

DOI

https://doi.org/10.3224/diskurs.v19i4

Homepage

https://diskurs.budrich-journals.de

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Inhaltsverzeichnis
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Autor*innen

Keywords

agency, Alkohol, Alltag, Bildungserfolg, Bildungsungleichheit, Corona, Corona-Pandemie, Covid-19-Pandemie, digitale Studienbedingungen, E-Zigaretten, Eltern, Ethnographie, Familien, freiwilliges Engagement, Grounded Theory, Habitus, Januar 2025, Jugendfreiwilligendienste, Jugendliche, Jugendpolitik, Jugendpolitikfolgenforschung, Kiffen, Kinder im Teenageralter, Kindheit, Kita, Lebenslage Jugend, non-formales Lernen, Qualifizierung junger Menschen, soziale Ungleichheit, Studienabbruchintention, Zigaretten

Abstracts

Ungleicher Familienalltag in der Pandemie (Katharina Manderscheid, Lorenz Gaedke)
Der Beitrag stellt Ergebnisse aus einem Forschungsprojekt zu ungleichen Auswirkungen der Corona-Pandemie auf den Alltag von Familien aus verschiedenen sozio-รถkonomischen Milieus vor. Theoretischer Ausgangspunkt sind soziologische Theorien der Reproduktion sozialer Ungleichheiten im Alltagsleben von Individuen und sozialen Gruppen, insbesondere die Arbeiten von Pierre Bourdieu. Die Auswertung der qualitativen Interviewdaten zeigt, dass alle Familien im Alltag von den MaรŸnahmen zur Eindรคmmung der Corona-Pandemie betroffen waren. Die spezifischen Auswirkungen und die Intensitรคt der Betroffenheit variieren jedoch abhรคngig von individuellen Faktoren wie habituellen Dispositionen, be-/entlastenden Umstรคnden und strukturellen Rahmenbedingungen, z. B. Freiheit in der Gestaltung der Erwerbsarbeit, aufenthaltsrechtliche Bestimmungen etc., deutlich. Dies wird in einer Typologie dargestellt. Schlagwรถrter: COVID-19-Pandemie; Alltag, Bildungsungleichheit, Habitus, Familien
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Substanzkonsum 14- bis 17-Jรคhriger vor, wรคhrend und nach der COVID-19-Pandemie โ€“ Ergebnisse der schulbasierten Fragebogenstudie Prรคventionsradar (Julia Hansen, Reiner Hanewinkel)
Die InfektionsschutzmaรŸnahmen im Zusammenhang mit der COVID-19-Pandemie haben das Leben der Jugendlichen stark verรคndert. Soziale Kontakte wurden eingeschrรคnkt, Freizeitaktivitรคten gestrichen und Schulen geschlossen. Die vorliegende Studie untersucht den Substanzkonsum von 14- bis 17-jรคhrigen Jugendlichen in Deutschland vor, wรคhrend und nach der Pandemie. Die Daten stammen aus dem โ€žPrรคventionsradarโ€œ, einer jรคhrlich durchgefรผhrten schulbasierten Beobachtungsstudie. Insgesamt wurden fรผnf Befragungswellen einbezogen: zwei vor Ausbruch der Pandemie, zwei wรคhrend der Pandemie und eine im รœbergang zur postpandemischen Phase. Primรคre Endpunkte wurden mittels Fragebogen erfasst und waren der Konsum von a) mindestens eines Nikotinprodukts (Zigaretten, E-Zigaretten), b) Cannabis, c) mindestens vier (Mรคdchen) bzw. fรผnf (Jungen) alkoholischen Getrรคnken bei einer Gelegenheit (Rauschtrinken) und d) Polykonsum von mindestens zwei der Produkte/ Substanzen im Monat bzw. in den letzten 30 Tagen vor der Befragung. Die Punktschรคtzungen mit 95 Prozent-Konfidenzintervall (95%-KI) der wiederholten Querschnitte basieren auf mehr als 30.000 Datensรคtzen. Die Ergebnisse zeigen, dass die Monatsprรคvalenz des Konsums von Nikotinprodukten wรคhrend der COVID-19-Pandemie (2020/2021) mit 13,7 Prozent [95%- KI: 12,7โ€“14,8] signifikant niedriger war als in der Erhebung 2019/2020. Auch im Folgejahr (2021/2022) war die Monatsprรคvalenz mit 13,3 Prozent [95%-KI: 12,4โ€“14,2] geringer. Postpandemisch lag die Prรคvalenz bei 15,9 Prozent [95%-KI: 14,9โ€“17,0] und war damit auf prรคpandemischem Niveau. Die 30-Tage-Prรคvalenz des Rauschtrinkens betrug im Erhebungsjahr (2018/2019) 27,9 Prozent [95%-KI: 26,7-29,1] und war damit hรถher als im Erhebungsjahr 2022/2023 mit 23,5 Prozent [95%- KI: 22,3โ€“24,6]. Die Monatsprรคvalenz von Cannabis sowie der Polykonsum unterlag im Beobachtungszeitraum keinen signifikanten Schwankungen. In der untersuchten Altersgruppe ist der aktuelle Konsum von Substanzen verbreitet, einschlieรŸlich solcher, fรผr die es im Jugendalter keinen legalen Zugang gibt. Um die Verbreitung einzudรคmmen, sind konsequente MaรŸnahmen zur Verhรคltnis- und Verhaltensprรคvention erforderlich. Schlagwรถrter: Alkohol, Zigaretten, E-Zigaretten, Kiffen, Jugendliche
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Jugendpolitik wรคhrend der COVID-19-Pandemie: Jenseits des Bedauerns โ€“ zur Notwendigkeit einer Jugendpolitikfolgenforschung (Anna Lips, Wolfgang Schrรถer)
Ausgehend von einem kurzen Abriss der Jugendpolitik wird ein Verstรคndnis von Jugendpolitik als Politik fรผr die Lebenslage Jugend (Lรผders, 2018) hergeleitet. Auf der Grundlage dieses Verstรคndnisses wird im Anschluss entlang der unterschiedlichen Politikebenen โ€“ โ€špoliticsโ€˜, โ€špoliciesโ€˜, โ€špolityโ€˜ (Bock, 2010) exemplarisch danach gefragt, wie Jugend โ€“ โ€špoliticsโ€˜ โ€“ inhaltlich als politisches Thema wahrgenommen wird, welche politischen Prozesse im Kontext von Jugend โ€“ โ€špoliciesโ€˜ โ€“ beobachtet werden kรถnnen und รผber welche Akteur:innen und institutionellen Rahmungen โ€“ โ€špolityโ€˜ โ€“ Jugend wรคhrend der COVID-19-Pandemie politisch reguliert wurde. Der vorliegende Artikel analysiert anhand dieses Dreiklangs, welche politischen Schwerpunktsetzungen sich wรคhrend der Pandemie in Bezug auf die Lebenslage Jugend identifizieren lassen und reflektiert diese auf der Grundlage des Forschungsstandes, insbesondere aus der Perspektive junger Menschen. AbschlieรŸend wird argumentiert, dass eine systematische und datenbasierte Jugendpolitikfolgenforschung ein Desiderat in Deutschland darstellt, um die Reichweite jugendpolitischer Regulationen, Strategien und Diskurse einschรคtzen zu kรถnnen. Dies wรคre aber eine Bedingung, um wissenschaftliche Aussagen รผber die jugendpolitischen Konsequenzen der COVID-19-Pandemie treffen zu kรถnnen. Schlagwรถrter: Jugendpolitik, Lebenslage Jugend, COVID-19-Pandemie, Jugendpolitikfolgenforschung, Qualifizierung junger Menschen
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Wie haben sich die Studienbedingungen, sozialen Ungleichheiten und Studienabbruchintentionen im Laufe der COVID-19-Pandemie verรคndert? (Markus Lรถrz, Jonas Koopmann)
Im Zuge der COVID-19-Pandemie haben sich die Studienbedingungen grundlegend verรคndert und die sozialen Ungleichheiten zugenommen. Der vorliegende Beitrag befasst sich mit den verรคnderten Bedingungen im Verlauf der COVID-19-Pandemie und untersucht die Chancen und Risiken, die sich fรผr verschiedene Studierendengruppen mit Blick auf das Risiko eines Studienabbruchs ergeben. Ziel ist es, Erkenntnisse darรผber zu gewinnen, wie die digitalen Bedingungen kรผnftig zu gestalten sind, um die Studiensituation fรผr traditionell benachteiligte Gruppen zu verbessern. Aufbauend auf den Erkenntnissen der Ungleichheits- und Digitalisierungsforschung werden die Auswirkungen der verรคnderten Studienbedingungen fรผr verschiedene Studierendengruppen diskutiert. Zudem wird anhand vergleichbarer Studierendenbefragungen empirisch gezeigt, wie sich die Intention, das Studium abzubrechen zwischen 2016, 2020 und 2021 verรคndert hat. Die Ergebnisse verdeutlichen, wie sich die Studienbedingungen im Laufe der Pandemie รคndern und wie diese mit den Abbruchintentionen der verschiedenen Studierendengruppen zusammenhรคngen. Schlagwรถrter: COVID-19-Pandemie, soziale Ungleichheit, digitale Studienbedingungen, Studienabbruchintention
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Raus aus der Gruppe โ€“ wie sich Kinder in der Kindertagesstรคtte entziehen (Franziska Schlattmeier)
Kinder sind in der Kita fast permanent in der Gruppenlogik organisiert und die Teilnahme an Aktivitรคten ist hรคufig obligatorisch. Vor diesem Hintergrund des bindenden Charakters der Aktivitรคten sowie der Perspektive, Kinder als Akteure zu sehen, wird im Folgenden der Frage nachgegangen, wie sich Kinder Gruppen(situationen) entziehen. Hierzu werden unterschiedliche Facetten aufgezeigt, wie sich Kinder rรคumlich, kรถrperlich und kommunikativ entziehen. Diese Erkenntnisse reichern bisherige รœberlegungen zur Agency von Kindern in der Kita an und kรถnnen in Bezug auf Praktiken des Widerstandes oder des Zulassens diskutiert werden. Schlagwรถrter: Agency, Kindheit, Kita, Ethnographie, Grounded Theory
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Jugendfreiwilligendienste: Nischendasein oder Wegweiser fรผr spรคteres Engagement junger Frauen und Mรคnner? (Mariana Grgic, Susanne Lochner)
Jugendfreiwilligendienste als Orte der non-formalen Bildung bieten jรคhrlich mehreren zehntausend Menschen die Mรถglichkeit eines intensiven, zeitlich befristeten freiwilligen Engagements in bestimmten Einsatzbereichen wie der Sozialen Arbeit, der Pflege, dem Umweltschutz oder in sozialen Projekten im Ausland. Aufgrund zahlreicher gesellschaftlicher Verรคnderungen in den letzten 20 Jahren, wie der Abschaffung des Zivildienstes, der G8-Reform in Gymnasien oder der Einschrรคnkungen in der Corona-Pandemie, untersucht der Beitrag die langfristige Entwicklung der Teilnehmendenzahlen im Freiwilligen Sozialen Jahr (FSJ), dem Freiwilligen ร–kologischen Jahr (Fร–J), dem Bundesfreiwilligendienst (BFD), dem Internationalen Jugendfreiwilligendienst (IJFD) und dem Programm โ€šweltwรคrtsโ€˜. In einer Auswertung des Freiwilligensurveys 2019 (n=24.954) wird zusรคtzlich analysiert, ob die Teilnahme an einem Freiwilligendienst mit der spรคteren Engagementbereitschaft zusammenhรคngt. Die Ergebnisse zeigen zuletzt sinkende Teilnehmendenzahlen, unter anderem aufgrund der Corona-Pandemie. Ein Engagement in einem Freiwilligendienst erhรถht zudem โ€“ neben anderen Formen des frรผhen freiwilligen Engagements โ€“ die Chance, auch in spรคterem Erwachsenenalter freiwillig engagiert zu sein. Dies spricht dafรผr, das freiwillige Engagement junger Menschen auch zukรผnftig zu fรถrdern. Schlagwรถrter: Jugendfreiwilligendienste, freiwilliges Engagement, non-formales Lernen
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Diskurs Kindheits- und Jugendforschung / Discourse. Journal of Childhood and Adolescence Research
4-2024: Corona und die Folgen

Editorial
Thomas Rauschenbach / Heinz-Hermann Krรผger: Corona im Rรผckblick โ€“ empirische Analysen zum Kindes- und Jugendalter. Editorial

Schwerpunktbeitrรคge
Katharina Manderscheid / Lorenz Gaedke: Ungleicher Familienalltag in der Pandemie
Julia Hansen / Reiner Hanewinkel: Substanzkonsum 14- bis 17-Jรคhriger vor, wรคhrend und nach der COVID-19-Pandemie โ€“ Ergebnisse der schulbasierten Fragebogenstudie Prรคventionsradar
Anna Lips / Wolfgang Schrรถer: Jugendpolitik wรคhrend der COVID-19-Pandemie: Jenseits des Bedauerns โ€“ zur Notwendigkeit einer Jugendpolitikfolgenforschung
Markus Lรถrz / Jonas Koopmann: Wie haben sich die Studienbedingungen, sozialen Ungleichheiten und Studienabbruchintentionen im Laufe der COVID-19-Pandemie verรคndert?

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Franziska Schlattmeier: Raus aus der Gruppe โ€“ wie sich Kinder in der Kindertagesstรคtte entziehen (im Open Access verfรผgbar)
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Kurzbeitrag
Elif Sari: Coachen, pushen, anleiten โ€“ Wie Eltern Einfluss auf den Bildungsweg und Bildungserfolg ihrer Kinder im Teenageralter nehmen

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Manfred Liebel: Emir Estrada (2019). Kids at Work. Latinx Families Selling Food on the Streets of Los Angeles
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1862-5002

eISSN

2193-9713

Volume

19. Jahrgang 2024

Edition

4-2024

Date of publication

20.01.2025

Scope

152 Seiten

Language

Deutsch

Format

17 x 24 cm

DOI

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Ungleicher Familienalltag in der Pandemie (Katharina Manderscheid, Lorenz Gaedke)
Der Beitrag stellt Ergebnisse aus einem Forschungsprojekt zu ungleichen Auswirkungen der Corona-Pandemie auf den Alltag von Familien aus verschiedenen sozio-รถkonomischen Milieus vor. Theoretischer Ausgangspunkt sind soziologische Theorien der Reproduktion sozialer Ungleichheiten im Alltagsleben von Individuen und sozialen Gruppen, insbesondere die Arbeiten von Pierre Bourdieu. Die Auswertung der qualitativen Interviewdaten zeigt, dass alle Familien im Alltag von den MaรŸnahmen zur Eindรคmmung der Corona-Pandemie betroffen waren. Die spezifischen Auswirkungen und die Intensitรคt der Betroffenheit variieren jedoch abhรคngig von individuellen Faktoren wie habituellen Dispositionen, be-/entlastenden Umstรคnden und strukturellen Rahmenbedingungen, z. B. Freiheit in der Gestaltung der Erwerbsarbeit, aufenthaltsrechtliche Bestimmungen etc., deutlich. Dies wird in einer Typologie dargestellt. Schlagwรถrter: COVID-19-Pandemie; Alltag, Bildungsungleichheit, Habitus, Familien
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Substanzkonsum 14- bis 17-Jรคhriger vor, wรคhrend und nach der COVID-19-Pandemie โ€“ Ergebnisse der schulbasierten Fragebogenstudie Prรคventionsradar (Julia Hansen, Reiner Hanewinkel)
Die InfektionsschutzmaรŸnahmen im Zusammenhang mit der COVID-19-Pandemie haben das Leben der Jugendlichen stark verรคndert. Soziale Kontakte wurden eingeschrรคnkt, Freizeitaktivitรคten gestrichen und Schulen geschlossen. Die vorliegende Studie untersucht den Substanzkonsum von 14- bis 17-jรคhrigen Jugendlichen in Deutschland vor, wรคhrend und nach der Pandemie. Die Daten stammen aus dem โ€žPrรคventionsradarโ€œ, einer jรคhrlich durchgefรผhrten schulbasierten Beobachtungsstudie. Insgesamt wurden fรผnf Befragungswellen einbezogen: zwei vor Ausbruch der Pandemie, zwei wรคhrend der Pandemie und eine im รœbergang zur postpandemischen Phase. Primรคre Endpunkte wurden mittels Fragebogen erfasst und waren der Konsum von a) mindestens eines Nikotinprodukts (Zigaretten, E-Zigaretten), b) Cannabis, c) mindestens vier (Mรคdchen) bzw. fรผnf (Jungen) alkoholischen Getrรคnken bei einer Gelegenheit (Rauschtrinken) und d) Polykonsum von mindestens zwei der Produkte/ Substanzen im Monat bzw. in den letzten 30 Tagen vor der Befragung. Die Punktschรคtzungen mit 95 Prozent-Konfidenzintervall (95%-KI) der wiederholten Querschnitte basieren auf mehr als 30.000 Datensรคtzen. Die Ergebnisse zeigen, dass die Monatsprรคvalenz des Konsums von Nikotinprodukten wรคhrend der COVID-19-Pandemie (2020/2021) mit 13,7 Prozent [95%- KI: 12,7โ€“14,8] signifikant niedriger war als in der Erhebung 2019/2020. Auch im Folgejahr (2021/2022) war die Monatsprรคvalenz mit 13,3 Prozent [95%-KI: 12,4โ€“14,2] geringer. Postpandemisch lag die Prรคvalenz bei 15,9 Prozent [95%-KI: 14,9โ€“17,0] und war damit auf prรคpandemischem Niveau. Die 30-Tage-Prรคvalenz des Rauschtrinkens betrug im Erhebungsjahr (2018/2019) 27,9 Prozent [95%-KI: 26,7-29,1] und war damit hรถher als im Erhebungsjahr 2022/2023 mit 23,5 Prozent [95%- KI: 22,3โ€“24,6]. Die Monatsprรคvalenz von Cannabis sowie der Polykonsum unterlag im Beobachtungszeitraum keinen signifikanten Schwankungen. In der untersuchten Altersgruppe ist der aktuelle Konsum von Substanzen verbreitet, einschlieรŸlich solcher, fรผr die es im Jugendalter keinen legalen Zugang gibt. Um die Verbreitung einzudรคmmen, sind konsequente MaรŸnahmen zur Verhรคltnis- und Verhaltensprรคvention erforderlich. Schlagwรถrter: Alkohol, Zigaretten, E-Zigaretten, Kiffen, Jugendliche
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Jugendpolitik wรคhrend der COVID-19-Pandemie: Jenseits des Bedauerns โ€“ zur Notwendigkeit einer Jugendpolitikfolgenforschung (Anna Lips, Wolfgang Schrรถer)
Ausgehend von einem kurzen Abriss der Jugendpolitik wird ein Verstรคndnis von Jugendpolitik als Politik fรผr die Lebenslage Jugend (Lรผders, 2018) hergeleitet. Auf der Grundlage dieses Verstรคndnisses wird im Anschluss entlang der unterschiedlichen Politikebenen โ€“ โ€špoliticsโ€˜, โ€špoliciesโ€˜, โ€špolityโ€˜ (Bock, 2010) exemplarisch danach gefragt, wie Jugend โ€“ โ€špoliticsโ€˜ โ€“ inhaltlich als politisches Thema wahrgenommen wird, welche politischen Prozesse im Kontext von Jugend โ€“ โ€špoliciesโ€˜ โ€“ beobachtet werden kรถnnen und รผber welche Akteur:innen und institutionellen Rahmungen โ€“ โ€špolityโ€˜ โ€“ Jugend wรคhrend der COVID-19-Pandemie politisch reguliert wurde. Der vorliegende Artikel analysiert anhand dieses Dreiklangs, welche politischen Schwerpunktsetzungen sich wรคhrend der Pandemie in Bezug auf die Lebenslage Jugend identifizieren lassen und reflektiert diese auf der Grundlage des Forschungsstandes, insbesondere aus der Perspektive junger Menschen. AbschlieรŸend wird argumentiert, dass eine systematische und datenbasierte Jugendpolitikfolgenforschung ein Desiderat in Deutschland darstellt, um die Reichweite jugendpolitischer Regulationen, Strategien und Diskurse einschรคtzen zu kรถnnen. Dies wรคre aber eine Bedingung, um wissenschaftliche Aussagen รผber die jugendpolitischen Konsequenzen der COVID-19-Pandemie treffen zu kรถnnen. Schlagwรถrter: Jugendpolitik, Lebenslage Jugend, COVID-19-Pandemie, Jugendpolitikfolgenforschung, Qualifizierung junger Menschen
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Wie haben sich die Studienbedingungen, sozialen Ungleichheiten und Studienabbruchintentionen im Laufe der COVID-19-Pandemie verรคndert? (Markus Lรถrz, Jonas Koopmann)
Im Zuge der COVID-19-Pandemie haben sich die Studienbedingungen grundlegend verรคndert und die sozialen Ungleichheiten zugenommen. Der vorliegende Beitrag befasst sich mit den verรคnderten Bedingungen im Verlauf der COVID-19-Pandemie und untersucht die Chancen und Risiken, die sich fรผr verschiedene Studierendengruppen mit Blick auf das Risiko eines Studienabbruchs ergeben. Ziel ist es, Erkenntnisse darรผber zu gewinnen, wie die digitalen Bedingungen kรผnftig zu gestalten sind, um die Studiensituation fรผr traditionell benachteiligte Gruppen zu verbessern. Aufbauend auf den Erkenntnissen der Ungleichheits- und Digitalisierungsforschung werden die Auswirkungen der verรคnderten Studienbedingungen fรผr verschiedene Studierendengruppen diskutiert. Zudem wird anhand vergleichbarer Studierendenbefragungen empirisch gezeigt, wie sich die Intention, das Studium abzubrechen zwischen 2016, 2020 und 2021 verรคndert hat. Die Ergebnisse verdeutlichen, wie sich die Studienbedingungen im Laufe der Pandemie รคndern und wie diese mit den Abbruchintentionen der verschiedenen Studierendengruppen zusammenhรคngen. Schlagwรถrter: COVID-19-Pandemie, soziale Ungleichheit, digitale Studienbedingungen, Studienabbruchintention
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Kinder sind in der Kita fast permanent in der Gruppenlogik organisiert und die Teilnahme an Aktivitรคten ist hรคufig obligatorisch. Vor diesem Hintergrund des bindenden Charakters der Aktivitรคten sowie der Perspektive, Kinder als Akteure zu sehen, wird im Folgenden der Frage nachgegangen, wie sich Kinder Gruppen(situationen) entziehen. Hierzu werden unterschiedliche Facetten aufgezeigt, wie sich Kinder rรคumlich, kรถrperlich und kommunikativ entziehen. Diese Erkenntnisse reichern bisherige รœberlegungen zur Agency von Kindern in der Kita an und kรถnnen in Bezug auf Praktiken des Widerstandes oder des Zulassens diskutiert werden. Schlagwรถrter: Agency, Kindheit, Kita, Ethnographie, Grounded Theory
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Jugendfreiwilligendienste als Orte der non-formalen Bildung bieten jรคhrlich mehreren zehntausend Menschen die Mรถglichkeit eines intensiven, zeitlich befristeten freiwilligen Engagements in bestimmten Einsatzbereichen wie der Sozialen Arbeit, der Pflege, dem Umweltschutz oder in sozialen Projekten im Ausland. Aufgrund zahlreicher gesellschaftlicher Verรคnderungen in den letzten 20 Jahren, wie der Abschaffung des Zivildienstes, der G8-Reform in Gymnasien oder der Einschrรคnkungen in der Corona-Pandemie, untersucht der Beitrag die langfristige Entwicklung der Teilnehmendenzahlen im Freiwilligen Sozialen Jahr (FSJ), dem Freiwilligen ร–kologischen Jahr (Fร–J), dem Bundesfreiwilligendienst (BFD), dem Internationalen Jugendfreiwilligendienst (IJFD) und dem Programm โ€šweltwรคrtsโ€˜. In einer Auswertung des Freiwilligensurveys 2019 (n=24.954) wird zusรคtzlich analysiert, ob die Teilnahme an einem Freiwilligendienst mit der spรคteren Engagementbereitschaft zusammenhรคngt. Die Ergebnisse zeigen zuletzt sinkende Teilnehmendenzahlen, unter anderem aufgrund der Corona-Pandemie. Ein Engagement in einem Freiwilligendienst erhรถht zudem โ€“ neben anderen Formen des frรผhen freiwilligen Engagements โ€“ die Chance, auch in spรคterem Erwachsenenalter freiwillig engagiert zu sein. Dies spricht dafรผr, das freiwillige Engagement junger Menschen auch zukรผnftig zu fรถrdern. Schlagwรถrter: Jugendfreiwilligendienste, freiwilliges Engagement, non-formales Lernen
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