Beschreibung
Open Access: Der Titelย Organisation und Institution in der Sozialen Arbeit (DOI: 10.3224/84742491) ist kostenlos im Open Access (PDF) herunterladbar oder kostenpflichtig als Print-Ausgabe erhรคltlich. Der Titel steht unter der Creative Commons Lizenz Attribution-ShareAlike 4.0 International (CC BY-SA 4.0): https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0/
Die Bearbeitung von sozialen Problemen gehรถrte von jeher zu den Kernaufgaben der Sozialen Arbeit. Doch wo liegen ihre Grenzen und Mรถglichkeiten? In der Sozialen Arbeit wird die Entstehung und der Wandel sozialer Hilfen aus unterschiedlichen Perspektiven analysiert. Anhand empirischer Beispiele nimmt der Band hierzu das Spannungsfeld zwischen Organisation und Desorganisation sowie zwischen Institutionalisierungs- und Entinstitutionalisierungsprozessen in den Blick.
In der Fachdiskussion geht man davon aus, dass einerseits soziale Bewegungen hinsichtlich sozialer Probleme und Formen der Problembearbeitung eine zentrale Rolle spielen, aber auch an die Eigenverantwortlichkeit adressiert wird. Andererseits entsteht und entwickelt sich โ historisch wie systematisch betrachtet โ in diesen Spannungsverhรคltnissen die sozialpolitisch gerahmte und staatlich alimentierter Profession der Sozialen Arbeit. Eher selten wird thematisiert, dass und wie sich Formen des (Des-)Organisierens und unterschiedliche (Des-)Institutionalisierungen in den sozialen Problembearbeitungen konkret widerspiegeln โ und umgekehrt. Dies in den Blick zu nehmen, erscheint angesichts gegenwรคrtiger wachsener Ungleichheitsverhรคltnisse zwischen Armut und Reichtum, angesichts komplexer, transnationaler und mobiler Lebenslagen, angesichts einer Prekarisierung professioneller Sozialer Arbeit im Kontext aktueller Entwicklungen in den Geschlechterverhรคltnissen sowie angesichts von gleichzeitigen Be- und Entgrenzungstendenzen des Nationalstaatlichen notwendig.
Grenzen und (Un-)Mรถglichkeiten der Bearbeitung von sozialen Problemen werden vor allem dort sichtbar, wo fachliche und politische Impulse in wohlfahrtsstaatlich geprรคgten Strukturen umgesetzt werden sollen. Beispiele hierfรผr sind Forderungen nach Subjektorientierung, Inklusion oder Partizipation sowie die Nutzung sozialer Medien in der Sozialen Arbeit, aber auch die Ermรถglichung von Bildung fรผr unbegleitete minderjรคhrige Flรผchtlinge mit unsicherem Aufenthaltsstatus.
Die Beitrรคge, die auf eine Tagung der รFEB-Sektion Sozialpรคdagogik 2018 an der Universitรคt Salzburg zurรผckgehen, regen zum Nach- und Weiterdenken รผber Paradoxien und Widersprรผche in der Bearbeitung sozialer Fragen an, die nicht nur die Soziale Arbeit betreffen, sondern auch andere professionelle wie institutionelle Zustรคndigkeiten tangieren.
Autor*innen:
Prof. Dr. Birgit Bรผtow, Paris-Lodron-Universitรคt Salzburg
Melanie Holztrattner, M.A., Paris-Lodron-Universitรคt Salzburg
Ass.-Prof. Dr. Eberhard Raithelhuber, PD, Paris-Lodron-Universitรคt Salzburg
Hier finden Sie den Waschzettel zum Buch (pdf- Infoblatt).
Zielgruppe:
Forschende und Lehrende der Sozialen Arbeit







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