Verlag Barbara Budrich

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ISSN: 1862-5002

Diskurs 3-2024 | Problemdimensionen und Krisenkonstellationen in und mit Schule

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ISSN: 1862-5002

Inhalt

Diskurs Kindheits- und Jugendforschung / Discourse. Journal of Childhood and Adolescence Research
3-2024: Problemdimensionen und Krisenkonstellationen in und mit Schule

In memoriam
Andreas Walther / Barbara Stauber: Lothar Bรถhnisch (1944โ€“2024) โ€“ Lebensbewรคltigung โ€“ Grenzen und Entgrenzungen (im Open Access verfรผgbar)

Editorial
Mirja Silkenbeumer / Anja Eckold / Janine Stoeck: Problemdimensionen und Krisenkonstellationen in und mit Schule โ€“ Zwischen Anpassung und Widerstand

Schwerpunktbeitrรคge
Julia Becher: Medikalisierung schulbezogener Krisen โ€“ Schรผler:in-Sein zwischen Pathologisierung, Leiden in und an Schule und der Beanspruchung von Teilhabe
Thorsten Hertel: Ambivalente Disziplinarsubjekte. Schรผler:in-Sein und die Erfahrung der Strafe am Beispiel des schulischen Trainingsraums
Tim Bรถder: Gegenentwรผrfe zur Scholarisierung der Jugendphase. Zu elterlichen Begrรผndungstypen, Individuationsidealen und -szenarien entschulter Jugend(en)
Anja Eckold: Schulverweigerung als familiales Problem

Freie Beitrรคge
Rahel Kรคstner / Jeanette Roos: Gestern, Heute, Ost, West: Einstellungen pรคdagogischer Fachkrรคfte zur Bildung, Betreuung und Erziehung von Kindern unter drei Jahren
Anett Wolgast / Manuela Keller-Schneider: Die Relevanz der schulischen Lern- und Leistungszielorientierungen von Schรผler:innen fรผr deren wahrgenommene soziale Beziehungen in ihrer Schulklasse

Kurzbeitrag
Kilian Hampel / Simon Schnetzer / Klaus Hurrelmann: Trendstudie Jugend in Deutschland: Erkenntnisse aus der sechsten Befragung 2023

Rezensionen
Kristina Schierbaum: Jona Tomke Garz (2022). Zwischen Anstalt und Schule. Eine Wissensgeschichte der Erziehung โ€žschwachsinnigerโ€œ Kinder in Berlin, 1845โ€“1914. Bielefeld: transcript
Saskia Bender: Ulrike Becker (2023). Auffรคlliges Verhalten in der Schule. Pรคdagogisches Verstehen und Handeln. Opladen/Berlin/Toronto: Barbara Budrich

 

Einzelbeitrags-Download (Open Access/Gebรผhr): diskurs.budrich-journals.de
Sie kรถnnen sich hier fรผr den Diskurs-Alert anmelden.

Zusรคtzliche Informationen

Publisher

ISSN

1862-5002

eISSN

2193-9713

Volume

19. Jahrgang 2024

Edition

3-2024

Date of publication

22.10.2024

Scope

140 Seiten

Language

Deutsch

Format

17 x 24 cm

DOI

https://doi.org/10.3224/diskurs.v19i3

Homepage

https://diskurs.budrich-journals.de

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Autor*innen

Keywords

auรŸerfamiliรคre Betreuung, Beschulungsnormativ, Disziplinierung, Entschulung, Education, Exklusion, Familie, Freilerner, frรผhkindliche Professionalitรคt pรคdagogischer Fachkrรคfte, Individuation, Jugend, Jugend in Deutschland, Kinder und Jugendpsychiatrie, Leistungszielorientierung, Lernzielorientierung, Macht, Oktober 2024, Pathologisierung, professionelle Haltung, psycho-soziale Krisen, Schule, Schulverweigerung, Schรผler, Schรผler*innen, soziale Beziehungen, soziale Selbstwirksamkeitserwartung, Subjekt, Subjektivierung, U3-Bereich

Abstracts

Medikalisierung schulbezogener Krisen โ€“ Schรผler:in-Sein zwischen Pathologisierung, Leiden in und an Schule und der Beanspruchung von Teilhabe (Julia Becher)
Der Beitrag zeigt ausgehend von Erkenntnissen einer schรผler:innenbiografischen rekonstruktiven Lรคngsschnittstudie, welche Bedeutung die Bearbeitung schulbezogener Krisen innerhalb des medizinisch-therapeutischen Handlungsfeldes lebensgeschichtlich einnimmt und wie sich infolgedessen bildungsbiografische Entwรผrfe restrukturieren. Anhand der Fallanalysen wird verdeutlicht, wie sich, im Laufe des Lebens, Aneignungen psychiatrischen Wissens und diagnosefรถrmiger Zuschreibungen in Relation zu schulbiografischen Exklusions- und Verletzungserfahrungen vollziehen und hierรผber Teilhabeansprรผche artikuliert werden. Im Hinblick auf die Erforschung von Prozessen der Pathologisierung schulbezogener Krisen widmet sich der Aufsatz einem subjekt- und biografietheoretischen Desiderat und argumentiert fรผr die Berรผcksichtigung sinnstruktureller Zusammenhรคnge, wobei an das strukturtheoretisch fundierte Konzept des Bildungsselbst angeknรผpft und dieses mit Blick auf die medizinisch-therapeutische Bearbeitung schulbezogener Krisen geschรคrft wird. Schlagwรถrter: Schule, Pathologisierung, psycho-soziale Krisen, Kinder- und Jugendpsychiatrie, Exklusion
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Ambivalente Disziplinarsubjekte. Schรผler:in-Sein und die Erfahrung der Strafe am Beispiel des schulischen Trainingsraums (Thorsten Hertel)
Der Beitrag beleuchtet Erfahrungen des Diszipliniert-Werdens in der Schule anhand von Rekonstruktionen zur Wahrnehmung des pรคdagogischen Trainingsraums. Ausgehend von einer an Foucault anschlieรŸenden Lesart der (spรคt-)modernen Schule als eines Machtdispositivs und vermittels dokumentarischer Rekonstruktionen geht der Beitrag empirisch der Frage nach, wie sich Erfahrungen des Diszipliniert-Werdens im Sinne der Unterwerfung unter schulische Regel-, Ordnungs- und Bestrafungssysteme im Wissen von Schรผler:innen niederschlagen. Datengrundlage bilden Gruppendiskussionen mit Schรผler:innen aus einer Schule in einem sozial marginalisierten Quartier einer deutschen GroรŸstadt. Dabei tritt erstens die Erfahrung von Disziplin und Strafe als willkรผrliche Exklusion zu Tage. Zweitens zeigt sich sodann aber empirisch, dass die Grundlogik des Punitiven gleichwohl in den Orientierungsrahmen der Schรผler:innen perpetuiert wird. Schlagwรถrter: Disziplinierung, Exklusion, Macht, Subjekt, Subjektivierung
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Gegenentwรผrfe zur Scholarisierung der Jugendphase. Zu elterlichen Begrรผndungstypen, Individuationsidealen und -szenarien entschulter Jugend(en) (Tim Bรถder)
Die symbolische Ordnung der Jugend wird zentral durch die schulische Vormachtstellung bestimmt. Dazu in Opposition stehen Entschulungspraktiken, wie sie durch Familien und Jugendliche aus der ,Freilernerโ€˜-Bewegung umgesetzt werden und welche im Beschulungsnormativ unter enormen Rechtfertigungsdruck geraten. Gestรผtzt auf Erkenntnisse aus einer qualitativ-rekonstruktiven Studie (Bรถder, 2022), fragt der Beitrag ausgehend von drei Begrรผndungstypen familialer Entschulung, durch welche Krisenkonstellation das Verhรคltnis von Familie, Jugendlichen und Schule aus der Sicht von Eltern aus der ,Freilernerโ€˜ Bewegung bestimmt ist und welche Individuationsideale und -szenarien entschulter Jugend(en) dem entgegengesetzt werden. Die Befunde verdeutlichen ein diversifiziertes Spektrum entschulter Jugend(en) mit Chancen und Risiken fรผr die Individuierung Jugendlicher. AbschlieรŸend werden die Befunde bilanziert und weiterfรผhrende Forschungs- und Diskurseinsรคtze markiert. Schlagwรถrter: Beschulungsnormativ, Entschulung, Freilerner, Individuation, Jugend
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Schulverweigerung als familiales Problem (Anja Eckold)
Schulverweigerung wird in diesem Beitrag nicht als Krise oder Pathologie zum Thema, sondern als eine Herausforderung fรผr die familiale Erziehung. Beginnend mit einer Einfรผhrung in die Geschichte einer Familie, in der zwei Kinder die Schule unregelmรครŸig besuchen, wird die Frage nach der Schulverweigerung als familialem Erziehungsproblem gestellt. Im theoretischen Teil wird der Bogen von Arendt (Autoritรคt) und Weber (Macht, Legitimitรคt) รผber Bourdieu/Passeron, Foucault bis Ecarius (Disziplinierung, Erziehung) geschlagen und die Frage nach einer Erziehungsverunsicherung aufgeschlossen, die seitens der Eltern gegenรผber der kindlichen Verweigerung des Schulbesuchs anschlieรŸend untersucht wird. Die rekonstruktive Auseinandersetzung mit dem Fallbeispiel weist nicht in Richtung pรคdagogisch notwendiger Unterstรผtzung des Kindes, sondern wird als ein Phรคnomen erkannt, dem auf diese Weise gerade nicht wirksam begegnet werden kann. Schlagwรถrter: Erziehung, Familie, Schulverweigerung
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Gestern, Heute, Ost, West: Einstellungen pรคdagogischer Fachkrรคfte zur Bildung, Betreuung und Erziehung von Kindern unter drei Jahren (Rahel Kรคstner, Jeanette Roos)
Die auรŸerfamiliรคre Bildung, Betreuung und Erziehung von Kindern unter drei Jahren weist auch knapp 33 Jahre nach der deutschen Wiedervereinigung regionale Unterschiede auf. Im Spannungsfeld frรผher auรŸerfamiliรคrer Betreuung sind biografische Einflรผsse, vielfรคltige Familienverhรคltnisse, regionale und allgemeine politische Rahmenbedingungen sowie kontroverse Haltungen miteinander verflochten. Wie spiegeln sich diese Verflechtungen in der Haltung pรคdagogischer Fachkrรคfte wider? Im vorliegenden Beitrag wurden N=303 pรคdagogische Fachkrรคfte aus Ost- und Westdeutschland hinsichtlich ihrer Einstellungen zum Eintritt und zum Umfang auรŸerfamiliรคrer Betreuung im U3-Bereich verglichen und die Ergebnisse mit Blick auf das Zusammenspiel biografischer, gesellschaftlicher und politischer Gegebenheiten diskutiert. Schlagwรถrter: AuรŸerfamiliรคre Betreuung, U3-Bereich, frรผhkindliche Professionalitรคt pรคdagogischer Fachkrรคfte, professionelle Haltung
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Die Relevanz der schulischen Lern- und Leistungszielorientierungen von Schรผler:innen fรผr deren wahrgenommene soziale Beziehungen in ihrer Schulklasse (Anett Wolgast, Manuela Keller-Schneider)
Soziale Wahrnehmungen und positiv erlebte soziale Interaktionen sind wichtig fรผr spรคtere Erfahrungen in heterogenen Gruppen, kultureller Vielfalt und inklusiven Bildungskontexten. Basierend auf sozialkognitiven Theorien sind aus zahlreichen Studien Erkenntnisse zur Bedeutung von Motivation in der Schule vorhanden. Relativ wenig beforscht sind jedoch Lรคngsschnittbeziehungen zwischen der schulischen Lern- oder Leistungszielorientierung von Schรผler:innen und ihrer spรคteren Wahrnehmung sozialer Beziehungen zu anderen Kindern in der Schule. Ziel dieses Beitrags ist zu รผberprรผfen, inwiefern sich bei Schรผler:innen (Durchschnittsalter 11 Jahre) die Beziehungen zwischen ihrer Lern- vs. Leistungszielorientierung und ihrer spรคteren Wahrnehmung sozialer Beziehungen zu anderen Schulkindern unterscheiden. Mittels einer Strukturgleichungsmodellierung wird dies anhand von Daten รผber zwei Messzeitpunkte aus der Lรคngsschnittstudie RUMBA-S mit Schรผler:innen der Primarstufe in der Schweiz untersucht. Die Ergebnisse zeigen statistisch signifikante Effekte von der Lernzielorientierung der Schรผler:innen auf ihre spรคteren wahrgenommenen sozialen Beziehungen zu Mitschรผler:innen, jedoch nicht signifikante Zusammenhรคnge zwischen der Leistungszielorientierung und den wahrgenommenen sozialen Beziehungen. Schlagwรถrter: Lernzielorientierung, Leistungszielorientierung, Schรผlerinnen, Schรผler, soziale Beziehungen, soziale Selbstwirksamkeitserwartung
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Diskurs Kindheits- und Jugendforschung / Discourse. Journal of Childhood and Adolescence Research
3-2024: Problemdimensionen und Krisenkonstellationen in und mit Schule

In memoriam
Andreas Walther / Barbara Stauber: Lothar Bรถhnisch (1944โ€“2024) โ€“ Lebensbewรคltigung โ€“ Grenzen und Entgrenzungen (im Open Access verfรผgbar)

Editorial
Mirja Silkenbeumer / Anja Eckold / Janine Stoeck: Problemdimensionen und Krisenkonstellationen in und mit Schule โ€“ Zwischen Anpassung und Widerstand

Schwerpunktbeitrรคge
Julia Becher: Medikalisierung schulbezogener Krisen โ€“ Schรผler:in-Sein zwischen Pathologisierung, Leiden in und an Schule und der Beanspruchung von Teilhabe
Thorsten Hertel: Ambivalente Disziplinarsubjekte. Schรผler:in-Sein und die Erfahrung der Strafe am Beispiel des schulischen Trainingsraums
Tim Bรถder: Gegenentwรผrfe zur Scholarisierung der Jugendphase. Zu elterlichen Begrรผndungstypen, Individuationsidealen und -szenarien entschulter Jugend(en)
Anja Eckold: Schulverweigerung als familiales Problem

Freie Beitrรคge
Rahel Kรคstner / Jeanette Roos: Gestern, Heute, Ost, West: Einstellungen pรคdagogischer Fachkrรคfte zur Bildung, Betreuung und Erziehung von Kindern unter drei Jahren
Anett Wolgast / Manuela Keller-Schneider: Die Relevanz der schulischen Lern- und Leistungszielorientierungen von Schรผler:innen fรผr deren wahrgenommene soziale Beziehungen in ihrer Schulklasse

Kurzbeitrag
Kilian Hampel / Simon Schnetzer / Klaus Hurrelmann: Trendstudie Jugend in Deutschland: Erkenntnisse aus der sechsten Befragung 2023

Rezensionen
Kristina Schierbaum: Jona Tomke Garz (2022). Zwischen Anstalt und Schule. Eine Wissensgeschichte der Erziehung โ€žschwachsinnigerโ€œ Kinder in Berlin, 1845โ€“1914. Bielefeld: transcript
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1862-5002

eISSN

2193-9713

Volume

19. Jahrgang 2024

Edition

3-2024

Date of publication

22.10.2024

Scope

140 Seiten

Language

Deutsch

Format

17 x 24 cm

DOI

https://doi.org/10.3224/diskurs.v19i3

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Medikalisierung schulbezogener Krisen โ€“ Schรผler:in-Sein zwischen Pathologisierung, Leiden in und an Schule und der Beanspruchung von Teilhabe (Julia Becher)
Der Beitrag zeigt ausgehend von Erkenntnissen einer schรผler:innenbiografischen rekonstruktiven Lรคngsschnittstudie, welche Bedeutung die Bearbeitung schulbezogener Krisen innerhalb des medizinisch-therapeutischen Handlungsfeldes lebensgeschichtlich einnimmt und wie sich infolgedessen bildungsbiografische Entwรผrfe restrukturieren. Anhand der Fallanalysen wird verdeutlicht, wie sich, im Laufe des Lebens, Aneignungen psychiatrischen Wissens und diagnosefรถrmiger Zuschreibungen in Relation zu schulbiografischen Exklusions- und Verletzungserfahrungen vollziehen und hierรผber Teilhabeansprรผche artikuliert werden. Im Hinblick auf die Erforschung von Prozessen der Pathologisierung schulbezogener Krisen widmet sich der Aufsatz einem subjekt- und biografietheoretischen Desiderat und argumentiert fรผr die Berรผcksichtigung sinnstruktureller Zusammenhรคnge, wobei an das strukturtheoretisch fundierte Konzept des Bildungsselbst angeknรผpft und dieses mit Blick auf die medizinisch-therapeutische Bearbeitung schulbezogener Krisen geschรคrft wird. Schlagwรถrter: Schule, Pathologisierung, psycho-soziale Krisen, Kinder- und Jugendpsychiatrie, Exklusion
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Ambivalente Disziplinarsubjekte. Schรผler:in-Sein und die Erfahrung der Strafe am Beispiel des schulischen Trainingsraums (Thorsten Hertel)
Der Beitrag beleuchtet Erfahrungen des Diszipliniert-Werdens in der Schule anhand von Rekonstruktionen zur Wahrnehmung des pรคdagogischen Trainingsraums. Ausgehend von einer an Foucault anschlieรŸenden Lesart der (spรคt-)modernen Schule als eines Machtdispositivs und vermittels dokumentarischer Rekonstruktionen geht der Beitrag empirisch der Frage nach, wie sich Erfahrungen des Diszipliniert-Werdens im Sinne der Unterwerfung unter schulische Regel-, Ordnungs- und Bestrafungssysteme im Wissen von Schรผler:innen niederschlagen. Datengrundlage bilden Gruppendiskussionen mit Schรผler:innen aus einer Schule in einem sozial marginalisierten Quartier einer deutschen GroรŸstadt. Dabei tritt erstens die Erfahrung von Disziplin und Strafe als willkรผrliche Exklusion zu Tage. Zweitens zeigt sich sodann aber empirisch, dass die Grundlogik des Punitiven gleichwohl in den Orientierungsrahmen der Schรผler:innen perpetuiert wird. Schlagwรถrter: Disziplinierung, Exklusion, Macht, Subjekt, Subjektivierung
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Die symbolische Ordnung der Jugend wird zentral durch die schulische Vormachtstellung bestimmt. Dazu in Opposition stehen Entschulungspraktiken, wie sie durch Familien und Jugendliche aus der ,Freilernerโ€˜-Bewegung umgesetzt werden und welche im Beschulungsnormativ unter enormen Rechtfertigungsdruck geraten. Gestรผtzt auf Erkenntnisse aus einer qualitativ-rekonstruktiven Studie (Bรถder, 2022), fragt der Beitrag ausgehend von drei Begrรผndungstypen familialer Entschulung, durch welche Krisenkonstellation das Verhรคltnis von Familie, Jugendlichen und Schule aus der Sicht von Eltern aus der ,Freilernerโ€˜ Bewegung bestimmt ist und welche Individuationsideale und -szenarien entschulter Jugend(en) dem entgegengesetzt werden. Die Befunde verdeutlichen ein diversifiziertes Spektrum entschulter Jugend(en) mit Chancen und Risiken fรผr die Individuierung Jugendlicher. AbschlieรŸend werden die Befunde bilanziert und weiterfรผhrende Forschungs- und Diskurseinsรคtze markiert. Schlagwรถrter: Beschulungsnormativ, Entschulung, Freilerner, Individuation, Jugend
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Schulverweigerung wird in diesem Beitrag nicht als Krise oder Pathologie zum Thema, sondern als eine Herausforderung fรผr die familiale Erziehung. Beginnend mit einer Einfรผhrung in die Geschichte einer Familie, in der zwei Kinder die Schule unregelmรครŸig besuchen, wird die Frage nach der Schulverweigerung als familialem Erziehungsproblem gestellt. Im theoretischen Teil wird der Bogen von Arendt (Autoritรคt) und Weber (Macht, Legitimitรคt) รผber Bourdieu/Passeron, Foucault bis Ecarius (Disziplinierung, Erziehung) geschlagen und die Frage nach einer Erziehungsverunsicherung aufgeschlossen, die seitens der Eltern gegenรผber der kindlichen Verweigerung des Schulbesuchs anschlieรŸend untersucht wird. Die rekonstruktive Auseinandersetzung mit dem Fallbeispiel weist nicht in Richtung pรคdagogisch notwendiger Unterstรผtzung des Kindes, sondern wird als ein Phรคnomen erkannt, dem auf diese Weise gerade nicht wirksam begegnet werden kann. Schlagwรถrter: Erziehung, Familie, Schulverweigerung
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Die auรŸerfamiliรคre Bildung, Betreuung und Erziehung von Kindern unter drei Jahren weist auch knapp 33 Jahre nach der deutschen Wiedervereinigung regionale Unterschiede auf. Im Spannungsfeld frรผher auรŸerfamiliรคrer Betreuung sind biografische Einflรผsse, vielfรคltige Familienverhรคltnisse, regionale und allgemeine politische Rahmenbedingungen sowie kontroverse Haltungen miteinander verflochten. Wie spiegeln sich diese Verflechtungen in der Haltung pรคdagogischer Fachkrรคfte wider? Im vorliegenden Beitrag wurden N=303 pรคdagogische Fachkrรคfte aus Ost- und Westdeutschland hinsichtlich ihrer Einstellungen zum Eintritt und zum Umfang auรŸerfamiliรคrer Betreuung im U3-Bereich verglichen und die Ergebnisse mit Blick auf das Zusammenspiel biografischer, gesellschaftlicher und politischer Gegebenheiten diskutiert. Schlagwรถrter: AuรŸerfamiliรคre Betreuung, U3-Bereich, frรผhkindliche Professionalitรคt pรคdagogischer Fachkrรคfte, professionelle Haltung
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Soziale Wahrnehmungen und positiv erlebte soziale Interaktionen sind wichtig fรผr spรคtere Erfahrungen in heterogenen Gruppen, kultureller Vielfalt und inklusiven Bildungskontexten. Basierend auf sozialkognitiven Theorien sind aus zahlreichen Studien Erkenntnisse zur Bedeutung von Motivation in der Schule vorhanden. Relativ wenig beforscht sind jedoch Lรคngsschnittbeziehungen zwischen der schulischen Lern- oder Leistungszielorientierung von Schรผler:innen und ihrer spรคteren Wahrnehmung sozialer Beziehungen zu anderen Kindern in der Schule. Ziel dieses Beitrags ist zu รผberprรผfen, inwiefern sich bei Schรผler:innen (Durchschnittsalter 11 Jahre) die Beziehungen zwischen ihrer Lern- vs. Leistungszielorientierung und ihrer spรคteren Wahrnehmung sozialer Beziehungen zu anderen Schulkindern unterscheiden. Mittels einer Strukturgleichungsmodellierung wird dies anhand von Daten รผber zwei Messzeitpunkte aus der Lรคngsschnittstudie RUMBA-S mit Schรผler:innen der Primarstufe in der Schweiz untersucht. Die Ergebnisse zeigen statistisch signifikante Effekte von der Lernzielorientierung der Schรผler:innen auf ihre spรคteren wahrgenommenen sozialen Beziehungen zu Mitschรผler:innen, jedoch nicht signifikante Zusammenhรคnge zwischen der Leistungszielorientierung und den wahrgenommenen sozialen Beziehungen. Schlagwรถrter: Lernzielorientierung, Leistungszielorientierung, Schรผlerinnen, Schรผler, soziale Beziehungen, soziale Selbstwirksamkeitserwartung
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