Verlag Barbara Budrich

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Informationen zur Zeitschrift

ISSN: 1862-5002

Diskurs 4-2023 | Kindheit und Jugend im Horizont der Nationalen Bildungsberichterstattung

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ISSN: 1862-5002

Inhalt

Diskurs Kindheits- und Jugendforschung / Discourse. Journal of Childhood and Adolescence Research
4-2023: Kindheit und Jugend im Horizont der Nationalen Bildungsberichterstattung

Thomas Rauschenbach / Heinz-Hermann Krรผger: Editorial

Schwerpunktbeitrรคge
Susanne Lochner / Katharina Kopp / Maximilian Bach: Mehrfache Benachteiligung? Kinder mit Einwanderungsgeschichte zwischen familialen Risikolagen und Kita-Nutzung
Katharina Kopp / Katrin Hรผsken / Christiane Meiner-Teubner: Der Ganztag zwischen Qualitรคt, Konzeption und Passung. Familiรคre Bedarfe an ganztรคgigen Angeboten im Grundschulalter
Svenja Mank: Inklusive Bildung โ€“ Abschlussperspektiven von Jugendlichen mit Behinderungen im Lichte der Umsetzung von schulischer Inklusion
Maria Richter: Soziale Ungleichheiten beim Zugang zu einer vollqualifizierenden Ausbildung โ€“ รœbergang von der Schule in den Beruf im Wandel
Christian Kerst / Martina Kroher / Julia Steinkรผhler: Heterogene Studierendenschaft โ€“ Zur Sozialstruktur und Studiensituation der Studierenden in Deutschland

Freie Beitrรคge
Peter Rieker: Die Bedeutung Erwachsener fรผr Peergroups Jugendlicher
Nadja Althaus: Chancen und Herausforderungen partizipativer Forschung mit jungen Menschen โ€“ Erkenntnisse eines deutschsprachigen Literaturreviews

Kurzbeitrag
Christian Armbrรผster / Filiz D. YeลŸilbaลŸ / Matthias D. Witte: Fluchtmigration und Generationenbeziehungen: Eine qualitative Studie zur adoleszenten Transformation elterlicher Flucht- und Remigrationserfahrungen am Beispiel der Kinder der โ€žDDR-Kinder aus Namibiaโ€œ

Rezension
Annegret GaรŸmann: Gertrud Beck, Heike Deckert-Peaceman & Gerold Scholz (Hrsg.) (2022). Zur Frage nach der Perspektive des Kindes.

Inhaltsverzeichnis herunterladen

 

Einzelbeitrags-Download (Open Access/Gebรผhr): diskurs.budrich-journals.de
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Zusรคtzliche Informationen

Publisher

ISSN

1862-5002

eISSN

2193-9713

Volume

18. Jahrgang 2023

Edition

4-2023

Date of publication

11.03.2024

Scope

164 Seiten

Language

Deutsch

Format

17 x 24 cm

DOI

https://doi.org/10.3224/diskurs.v18i4

Open Access-Lizenz

https://creativecommons.org/licenses/by/4.0/deed.de

Homepage

https://diskurs.budrich-journals.de

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Autor*innen

Keywords

action research, adoleszente Transformation elterlicher Fluchterfahrungen, auรŸerschulische Jugendbildung, Bedarfsgerechtigkeit, Bildungsstatistik, DDR-Kinder aus Namibia, Erwachsene, Fluchtmigration, Fรถrderschulsystem, Ganztagsangebote, Generationenbeziehungen, Grundschulalter, Heterogenitรคt, Jugend, Jugendforschung, Kinderrechte, Kindertagesbetreuung, Kindheit, Migration, Nationale Bildungsberichterstattung, Partizipation, partizipative Forschung, Peergroup, Remigrationserfahrungen, Schulabschlรผsse, schulische Inklusion, Segmentation im dualen Ausbildungssystem, soziale Ungleichheit, Studiensituation, Studierende, UN-Behindertenrechtskonvention, Ungleichheiten beim Ausbildungszugang, รœbergang nach der Schule, รœbergangssektor

Abstracts

Mehrfache Benachteiligung? Kinder mit Einwanderungsgeschichte zwischen familialen Risikolagen und Kita-Nutzung (Susanne Lochner, Katharina Kopp, Maximilian Bach)
In Deutschland leben mehr als ein Drittel der 1- bis 6-jรคhrigen Kinder in Familien mit mindestens einem zugewanderten Elternteil. Kinder mit Einwanderungsgeschichte sind jedoch seit jeher in Angeboten der Kindertagesbetreuung deutlich unterreprรคsentiert. Inwiefern die Inanspruchnahme von Kindertagesbetreuung bei Kindern mit eigener oder elterlicher Einwanderungserfahrung auf familiale Risikofaktoren zurรผckgefรผhrt werden kann, wird auf Basis des neuen Einwanderungskonzepts des Mikrozensus 2021 analysiert. Deskriptive Befunde verdeutlichen, dass die Schere in der frรผhen Bildungsbeteiligung zwischen Kindern mit und ohne Einwanderungsgeschichte in den Jahren vor dem Schuleintritt deutlich auseinandergeht. Multivariate Analysen zeigen darรผber hinaus, dass neben Kindern mit nicht-deutscher Familiensprache im Besonderen Kinder aus bildungsbezogenen Risikolagen mit einer deutlich geringeren Wahrscheinlichkeit eine Kita oder Tagespflege besuchen. Die Bedeutung dieser aktuellen Befunde wird aus der Perspektive der kindheitsbezogenen Ungleichheitsforschung unter Einbezug des Forschungsstandes zu Kompensationseffekten von Kitas sowie aktuellen Herausforderungen im Feld der frรผhen (institutionellen) Bildung diskutiert. Schlagwรถrter: Kindertagesbetreuung, Migration, soziale Ungleichheit, Kindheit
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Der Ganztag zwischen Qualitรคt, Konzeption und Passung. Familiรคre Bedarfe an ganztรคgigen Angeboten im Grundschulalter (Katharina Kopp, Katrin Hรผsken, Christiane Meiner-Teubner)
Der ab dem Schuljahr 2026/27 in Kraft tretende Rechtsanspruch auf ein Ganztagsangebot fรผr Kinder im Grundschulalter wirft Fragen in Bezug auf die bedarfsgerechte Planung und Gestaltung dieser Angebote auf. In diesem Beitrag werden neben den strukturellen Fragen der Angebotsverfรผgbarkeit und der zeitlichen Passungen vor allem auch Erwartungen an die inhaltliche Ausgestaltung des Ganztags anhand aktueller Elternbefragungsdaten analysiert. Dabei wird neben Befunden der KiBS-Elternbefragung der bisherige Forschungsstand zur Sicht von Kindern auf ganztรคgige Angebote herangezogen, um bedarfsseitige Ausgestaltungsaspekte umfassender betrachten und abschlieรŸend sowohl aus Eltern- als auch aus Kindersicht bilanzieren zu kรถnnen. Schlagwรถrter: Ganztagsangebote, Grundschulalter, Bedarfsgerechtigkeit
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Inklusive Bildung โ€“ Abschlussperspektiven von Jugendlichen mit Behinderungen im Lichte der Umsetzung von schulischer Inklusion (Svenja Mank)
Ausgehend von der UN-Behindertenrechtskonvention untersucht der Beitrag in lรคndervergleichender Perspektive aktuelle Entwicklungen auf dem Weg zur schulischen Inklusion anhand von bildungsstatistischen Daten. Im Ergebnis zeigen sich deutliche Differenzen in den Bemรผhungen, z. T. mit einer Entfernung von den Zielen der Konvention. Daran schlieรŸt die Frage nach den Abschlussmรถglichkeiten der Jugendlichen an separierten Fรถrderschulen an. Eine Analyse von Schulgesetzen und Verordnungen ergibt, dass der Erwerb eines Ersten Schulabschlusses nahezu รผberall rechtlich eingerรคumt wird, hinsichtlich hรถher qualifizierender Abschlรผsse jedoch teils erhebliche Differenzen zwischen den Lรคndern und Fรถrderschwerpunkten auszumachen sind. Anhand von Daten der Schulstatistik wird zudem aufgezeigt, dass inklusiv unterrichtete Jugendliche hรคufiger einen allgemeinbildenden Abschluss erreichen. Die Befunde werden diskutiert und ihre Aussagekraft vor dem Hintergrund der Limitationen bildungsstatistischer Daten kritisch eingeordnet. Schlagwรถrter: schulische Inklusion, UN-Behindertenrechtskonvention, Fรถrderschulsystem, Schulabschlรผsse, Bildungsstatistik
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Soziale Ungleichheiten beim Zugang zu einer vollquali_zierenden Ausbildung โ€“ รœbergang von der Schule in den Beruf im Wandel (Maria Richter)
Eine berufliche Ausbildung ermรถglicht Jugendlichen einen sicheren Weg ins Berufsleben. Gleichzeitig verweisen jedoch anhaltende soziale Ungleichheiten beim Ausbildungszugang, die sich unter anderem in einer anhaltend hohen Zahl an Neuzugรคngen im รœbergangssektor manifestieren, auf Schwierigkeiten in den Bildungsverlรคufen bei einem Teil der Jugendlichen. Der Beitrag zeichnet anhand einer lรคngerfristigen Betrachtung die Entwicklungslinien am รœbergang von der Schule in die berufliche Ausbildung nach und zeigt die bestehenden Chancen und Schwierigkeiten, denen sich Jugendliche mit niedrigem Schulabschluss und nichtdeutscher Staatsangehรถrigkeit gegenรผbersehen, auf. Schlagwรถrter: รœbergang nach der Schule, Ungleichheiten beim Ausbildungszugang, รœbergangssektor, Segmentation im dualen Ausbildungssystem
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Heterogene Studierendenschaft โ€“ Zur Sozialstruktur und Studiensituation der Studierenden in Deutschland (Christian Kerst, Martina Kroher, Julia Steinkรผhler)
An den Hochschulen finden sich Studierende in unterschiedlichen Lebenssituationen und mit differierenden Bildungsbiografien. Der Beitrag beschreibt die Heterogenitรคt der Studierenden mit Blick auf vier Kategorien: soziodemografische Merkmale, Bildungsherkunft, Wege zur Hochschule und Zeitbudget fรผr das Studium. Nur eine Minderheit der Studierenden entspricht heute noch dem traditionellen โ€žNormaltypโ€œ, ist also direkt nach dem Erwerb der Hochschulzugangsberechtigung, ohne berufliche Qualifizierung an die Hochschule gekommen, nicht รคlter als 30 Jahre und nicht durch Kinderbetreuung, Pflegeaufgaben oder eine mehr als 19 Wochenstunden umfassende Erwerbstรคtigkeit gebunden. Fรผr eine auf Lรผbben et al. (2015) zurรผckgehende Studierendentypologie, die auf den Dimensionen Bildungsbiografie und Zeitbudget beruht, wird die Verteilung abschlieรŸend auf der institutionellen Ebene dargestellt. Schlagwรถrter: Studierende, Studiensituation, Heterogenitรคt
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Die Bedeutung Erwachsener fรผr Peergroups Jugendlicher (Peter Rieker)
Fรผr das Jugendalter wird die Bedeutung von Peers hervorgehoben. Unklar ist dabei, welchen Stellenwert Erwachsene im Zusammenhang jugendlicher Peergroups haben. Einerseits wird die Abgrenzung Jugendlicher von Erwachsenen sowie ihre Eigenstรคndigkeit betont, andererseits zeigt sich verschiedentlich, dass Erwachsene in Hinblick auf Peergroups Jugendlicher wichtig sind. Es scheint daher notwendig, die Bedeutung Erwachsener fรผr Peergroups Jugendlicher genauer zu untersuchen sowie differenziert zu beurteilen. Im vorliegenden Beitrag wird der Stellenwert Erwachsener auf der Grundlage empirischen Materials aus dem Forschungsprojekt โ€žPeerspezifische Sozialisationsprozesse im Jugendalterโ€œ fรผr den Bereich der auรŸerschulischen Jugendbildung differenzierend analysiert. Die vorgelegte Analyse zeigt, dass die Bedeutung, die Erwachsene fรผr jugendliche Peergroups haben (kรถnnen), in Abhรคngigkeit von spezifischen Konstellationen unterschiedlich ist. AbschlieรŸend kรถnnen dann relevante Bedingungen solch unterschiedlicher Konstellationen identifiziert werden. Schlagwรถrter: Peergroup, Jugend, Erwachsene, auรŸerschulische Jugendbildung
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Chancen und Herausforderungen partizipativer Forschung mit jungen Menschen โ€“ Erkenntnisse eines deutschsprachigen Literaturreviews (Nadja Althaus)
Partizipative Forschungsansรคtze haben im sozialwissenschaftlichen Diskurs nach wie vor Anerkennungs- und Legitimationsprobleme. Demgegenรผber stehen gesetzlich verankerte Beteiligungs- und Mitbestimmungsrechte von Kindern und Jugendlichen, die eingelรถst werden mรผssen. In diesem Artikel werden die Erkenntnisse eines deutschsprachigen Literaturreviews vorgestellt und damit Einblicke in die aktuelle Studienlage partizipativer Forschung mit Kindern und Jugendlichen im auรŸerschulischen Bereich ermรถglicht. Besonderes Interesse liegt dabei auf den Mรถglichkeiten, aber auch den Fallstricken dieser kollaborativen Forschung mit jungen Menschen. Darรผber hinaus interessieren erste analytische Perspektiven auf Partizipationsmรถglichkeiten im Wissenschaftsbereich. Die qualitativ ausgewerteten Erkenntnisse des Reviews leisten einen Beitrag dazu, das Erfordernis von Gรผtekriterien und mรถglicherweise somit die wissenschaftliche Anschlussfรคhigkeit jener Forschungsmethodologie neu zu bewerten. Schlagwรถrter: Partizipative Forschung, Jugendforschung, Kinderrechte, Partizipation, Action Research
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Inhalt

Diskurs Kindheits- und Jugendforschung / Discourse. Journal of Childhood and Adolescence Research
4-2023: Kindheit und Jugend im Horizont der Nationalen Bildungsberichterstattung

Thomas Rauschenbach / Heinz-Hermann Krรผger: Editorial

Schwerpunktbeitrรคge
Susanne Lochner / Katharina Kopp / Maximilian Bach: Mehrfache Benachteiligung? Kinder mit Einwanderungsgeschichte zwischen familialen Risikolagen und Kita-Nutzung
Katharina Kopp / Katrin Hรผsken / Christiane Meiner-Teubner: Der Ganztag zwischen Qualitรคt, Konzeption und Passung. Familiรคre Bedarfe an ganztรคgigen Angeboten im Grundschulalter
Svenja Mank: Inklusive Bildung โ€“ Abschlussperspektiven von Jugendlichen mit Behinderungen im Lichte der Umsetzung von schulischer Inklusion
Maria Richter: Soziale Ungleichheiten beim Zugang zu einer vollqualifizierenden Ausbildung โ€“ รœbergang von der Schule in den Beruf im Wandel
Christian Kerst / Martina Kroher / Julia Steinkรผhler: Heterogene Studierendenschaft โ€“ Zur Sozialstruktur und Studiensituation der Studierenden in Deutschland

Freie Beitrรคge
Peter Rieker: Die Bedeutung Erwachsener fรผr Peergroups Jugendlicher
Nadja Althaus: Chancen und Herausforderungen partizipativer Forschung mit jungen Menschen โ€“ Erkenntnisse eines deutschsprachigen Literaturreviews

Kurzbeitrag
Christian Armbrรผster / Filiz D. YeลŸilbaลŸ / Matthias D. Witte: Fluchtmigration und Generationenbeziehungen: Eine qualitative Studie zur adoleszenten Transformation elterlicher Flucht- und Remigrationserfahrungen am Beispiel der Kinder der โ€žDDR-Kinder aus Namibiaโ€œ

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ISSN

1862-5002

eISSN

2193-9713

Volume

18. Jahrgang 2023

Edition

4-2023

Date of publication

11.03.2024

Scope

164 Seiten

Language

Deutsch

Format

17 x 24 cm

DOI

https://doi.org/10.3224/diskurs.v18i4

Open Access-Lizenz

https://creativecommons.org/licenses/by/4.0/deed.de

Homepage

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Abstracts

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Mehrfache Benachteiligung? Kinder mit Einwanderungsgeschichte zwischen familialen Risikolagen und Kita-Nutzung (Susanne Lochner, Katharina Kopp, Maximilian Bach)
In Deutschland leben mehr als ein Drittel der 1- bis 6-jรคhrigen Kinder in Familien mit mindestens einem zugewanderten Elternteil. Kinder mit Einwanderungsgeschichte sind jedoch seit jeher in Angeboten der Kindertagesbetreuung deutlich unterreprรคsentiert. Inwiefern die Inanspruchnahme von Kindertagesbetreuung bei Kindern mit eigener oder elterlicher Einwanderungserfahrung auf familiale Risikofaktoren zurรผckgefรผhrt werden kann, wird auf Basis des neuen Einwanderungskonzepts des Mikrozensus 2021 analysiert. Deskriptive Befunde verdeutlichen, dass die Schere in der frรผhen Bildungsbeteiligung zwischen Kindern mit und ohne Einwanderungsgeschichte in den Jahren vor dem Schuleintritt deutlich auseinandergeht. Multivariate Analysen zeigen darรผber hinaus, dass neben Kindern mit nicht-deutscher Familiensprache im Besonderen Kinder aus bildungsbezogenen Risikolagen mit einer deutlich geringeren Wahrscheinlichkeit eine Kita oder Tagespflege besuchen. Die Bedeutung dieser aktuellen Befunde wird aus der Perspektive der kindheitsbezogenen Ungleichheitsforschung unter Einbezug des Forschungsstandes zu Kompensationseffekten von Kitas sowie aktuellen Herausforderungen im Feld der frรผhen (institutionellen) Bildung diskutiert. Schlagwรถrter: Kindertagesbetreuung, Migration, soziale Ungleichheit, Kindheit
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Der Ganztag zwischen Qualitรคt, Konzeption und Passung. Familiรคre Bedarfe an ganztรคgigen Angeboten im Grundschulalter (Katharina Kopp, Katrin Hรผsken, Christiane Meiner-Teubner)
Der ab dem Schuljahr 2026/27 in Kraft tretende Rechtsanspruch auf ein Ganztagsangebot fรผr Kinder im Grundschulalter wirft Fragen in Bezug auf die bedarfsgerechte Planung und Gestaltung dieser Angebote auf. In diesem Beitrag werden neben den strukturellen Fragen der Angebotsverfรผgbarkeit und der zeitlichen Passungen vor allem auch Erwartungen an die inhaltliche Ausgestaltung des Ganztags anhand aktueller Elternbefragungsdaten analysiert. Dabei wird neben Befunden der KiBS-Elternbefragung der bisherige Forschungsstand zur Sicht von Kindern auf ganztรคgige Angebote herangezogen, um bedarfsseitige Ausgestaltungsaspekte umfassender betrachten und abschlieรŸend sowohl aus Eltern- als auch aus Kindersicht bilanzieren zu kรถnnen. Schlagwรถrter: Ganztagsangebote, Grundschulalter, Bedarfsgerechtigkeit
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Ausgehend von der UN-Behindertenrechtskonvention untersucht der Beitrag in lรคndervergleichender Perspektive aktuelle Entwicklungen auf dem Weg zur schulischen Inklusion anhand von bildungsstatistischen Daten. Im Ergebnis zeigen sich deutliche Differenzen in den Bemรผhungen, z. T. mit einer Entfernung von den Zielen der Konvention. Daran schlieรŸt die Frage nach den Abschlussmรถglichkeiten der Jugendlichen an separierten Fรถrderschulen an. Eine Analyse von Schulgesetzen und Verordnungen ergibt, dass der Erwerb eines Ersten Schulabschlusses nahezu รผberall rechtlich eingerรคumt wird, hinsichtlich hรถher qualifizierender Abschlรผsse jedoch teils erhebliche Differenzen zwischen den Lรคndern und Fรถrderschwerpunkten auszumachen sind. Anhand von Daten der Schulstatistik wird zudem aufgezeigt, dass inklusiv unterrichtete Jugendliche hรคufiger einen allgemeinbildenden Abschluss erreichen. Die Befunde werden diskutiert und ihre Aussagekraft vor dem Hintergrund der Limitationen bildungsstatistischer Daten kritisch eingeordnet. Schlagwรถrter: schulische Inklusion, UN-Behindertenrechtskonvention, Fรถrderschulsystem, Schulabschlรผsse, Bildungsstatistik
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Eine berufliche Ausbildung ermรถglicht Jugendlichen einen sicheren Weg ins Berufsleben. Gleichzeitig verweisen jedoch anhaltende soziale Ungleichheiten beim Ausbildungszugang, die sich unter anderem in einer anhaltend hohen Zahl an Neuzugรคngen im รœbergangssektor manifestieren, auf Schwierigkeiten in den Bildungsverlรคufen bei einem Teil der Jugendlichen. Der Beitrag zeichnet anhand einer lรคngerfristigen Betrachtung die Entwicklungslinien am รœbergang von der Schule in die berufliche Ausbildung nach und zeigt die bestehenden Chancen und Schwierigkeiten, denen sich Jugendliche mit niedrigem Schulabschluss und nichtdeutscher Staatsangehรถrigkeit gegenรผbersehen, auf. Schlagwรถrter: รœbergang nach der Schule, Ungleichheiten beim Ausbildungszugang, รœbergangssektor, Segmentation im dualen Ausbildungssystem
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An den Hochschulen finden sich Studierende in unterschiedlichen Lebenssituationen und mit differierenden Bildungsbiografien. Der Beitrag beschreibt die Heterogenitรคt der Studierenden mit Blick auf vier Kategorien: soziodemografische Merkmale, Bildungsherkunft, Wege zur Hochschule und Zeitbudget fรผr das Studium. Nur eine Minderheit der Studierenden entspricht heute noch dem traditionellen โ€žNormaltypโ€œ, ist also direkt nach dem Erwerb der Hochschulzugangsberechtigung, ohne berufliche Qualifizierung an die Hochschule gekommen, nicht รคlter als 30 Jahre und nicht durch Kinderbetreuung, Pflegeaufgaben oder eine mehr als 19 Wochenstunden umfassende Erwerbstรคtigkeit gebunden. Fรผr eine auf Lรผbben et al. (2015) zurรผckgehende Studierendentypologie, die auf den Dimensionen Bildungsbiografie und Zeitbudget beruht, wird die Verteilung abschlieรŸend auf der institutionellen Ebene dargestellt. Schlagwรถrter: Studierende, Studiensituation, Heterogenitรคt
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Fรผr das Jugendalter wird die Bedeutung von Peers hervorgehoben. Unklar ist dabei, welchen Stellenwert Erwachsene im Zusammenhang jugendlicher Peergroups haben. Einerseits wird die Abgrenzung Jugendlicher von Erwachsenen sowie ihre Eigenstรคndigkeit betont, andererseits zeigt sich verschiedentlich, dass Erwachsene in Hinblick auf Peergroups Jugendlicher wichtig sind. Es scheint daher notwendig, die Bedeutung Erwachsener fรผr Peergroups Jugendlicher genauer zu untersuchen sowie differenziert zu beurteilen. Im vorliegenden Beitrag wird der Stellenwert Erwachsener auf der Grundlage empirischen Materials aus dem Forschungsprojekt โ€žPeerspezifische Sozialisationsprozesse im Jugendalterโ€œ fรผr den Bereich der auรŸerschulischen Jugendbildung differenzierend analysiert. Die vorgelegte Analyse zeigt, dass die Bedeutung, die Erwachsene fรผr jugendliche Peergroups haben (kรถnnen), in Abhรคngigkeit von spezifischen Konstellationen unterschiedlich ist. AbschlieรŸend kรถnnen dann relevante Bedingungen solch unterschiedlicher Konstellationen identifiziert werden. Schlagwรถrter: Peergroup, Jugend, Erwachsene, auรŸerschulische Jugendbildung
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Partizipative Forschungsansรคtze haben im sozialwissenschaftlichen Diskurs nach wie vor Anerkennungs- und Legitimationsprobleme. Demgegenรผber stehen gesetzlich verankerte Beteiligungs- und Mitbestimmungsrechte von Kindern und Jugendlichen, die eingelรถst werden mรผssen. In diesem Artikel werden die Erkenntnisse eines deutschsprachigen Literaturreviews vorgestellt und damit Einblicke in die aktuelle Studienlage partizipativer Forschung mit Kindern und Jugendlichen im auรŸerschulischen Bereich ermรถglicht. Besonderes Interesse liegt dabei auf den Mรถglichkeiten, aber auch den Fallstricken dieser kollaborativen Forschung mit jungen Menschen. Darรผber hinaus interessieren erste analytische Perspektiven auf Partizipationsmรถglichkeiten im Wissenschaftsbereich. Die qualitativ ausgewerteten Erkenntnisse des Reviews leisten einen Beitrag dazu, das Erfordernis von Gรผtekriterien und mรถglicherweise somit die wissenschaftliche Anschlussfรคhigkeit jener Forschungsmethodologie neu zu bewerten. Schlagwรถrter: Partizipative Forschung, Jugendforschung, Kinderrechte, Partizipation, Action Research
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