Verlag Barbara Budrich

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ISSN: 1868-7245

GENDER 3-2018 | Mode und Gender

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ISSN: 1868-7245

Inhalt

GENDER โ€“ Zeitschrift fรผr Geschlecht, Kultur und Gesellschaft
3-2018: Mode und Gender
Hrsg.: Gertrud Lehnert / Jenny Bรผnnig / Miriam von Maydell

Schwerpunkt
Maria Weilandt: Zur Produktivitรคt intersektionaler und queertheoretischer Ansรคtze in der Modeforschung
Julia Hahmann: Der โ€ždevianteโ€œ Kรถrper: die Verhandlung des weiblichen Kรถrpers in alltรคglichen Kleidungspraktiken medialer Selbstinszenierung
Claudia Amsler: Modisches Handeln als Strategie der Veruneindeutigung? Eine kritische Diskursanalyse รผber โ€šislamische Modeโ€˜
Antonella Giannone: (Un)modelling Gender: Models zwischen Mode und Gesellschaft
Petra Leutner: Die Kleidung von Kรผnstlerinnen und ihre Bedeutung fรผr die Mode

Offener Teil
Folke Brodersen: Gestalt(ung) des Coming-out. Lesbische und schwule Jugendliche und junge Erwachsene in der ร–konomie der Sichtbarkeit
Mona Motakef / Julia Bringmann / Christine Wimbauer: Gerechtigkeitsvorstellungen im Lebenszusammenhang โ€“ eine geschlechtersoziologische Perspektivenerweiterung am Beispiel von Fรผr- und Selbstsorgearrangements prekรคr Beschรคftigter
Dorothรฉe de Nรจve / Niklas Ferch: LGBTIQ-Wรคhler*innen in Berlin und Wien. Politische Prรคferenzen, Parteienwettbewerb und elektorale Resonanz
Caroline Braunmรผhl: Normalisierung versus Normativitรคt? Dem konstitutiven AuรŸen Rechnung tragen

Rezensionen
Jenny Bรผnnig: Montserrat Bascoy/Lorens Silos Ribas (Hrsg.), 2017: Autobiographische Diskurse von Frauen (1900โ€“1950). Wรผrzburg: Kรถnigshausen und Neumann. 256 Seiten. 49,80 Euro
Susanne Richter: Anna-Katharina MeรŸmer, 2017: รœberschรผssiges Gewebe. Intimchirurgie zwischen ร„sthetisierung und Medikalisierung. Wiesbaden: Springer VS. 296 Seiten. 49,99 Euro
Janina Scholz: Anna Voigt, 2017: Inszenierte Formen von Mรคnnlichkeit in TV-Serien. Fรผrsorglichkeit und die Stabilitรคt mรคnnlicher Herrschaft in Six Feet Under. Wiesbaden: Springer VS Verlag fรผr Sozialwissenschaften. 312 Seiten. 44,99 Euro
Charlotte Binder: Hรผrcan Aslฤฑ Aksoy (Hrsg.), 2018: Patriarchat im Wandel: Frauen und Politik in der Tรผrkei. Frankfurt/Main: Campus. 258 Seiten. 34,95 Euro

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Zusรคtzliche Informationen

Publisher

ISSN

1868-7245

eISSN

2196-4467

Volume

10. Jahrgang 2018

Edition

3

Date of publication

11.10.2018

Scope

163

Language

Deutsch

Format

17 x 24 cm

DOI

https://doi.org/10.3224/gender.v10i3

Open Access-Lizenz

https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0/deed.de

Homepage

https://gender.budrich-journals.de

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Autor*innen

Keywords

Anerkennung, Arbeitsgesellschaft, Berlin, Bundesrepublik Deutschland, coming-out, DapperQ, Diskursanalyse, Fashion Blogs, Fรผrsorge, Gender, Gerechtigkeit, Geschlecht, Gundula Ludwig, Habitus, Identitรคt, Interdependenz, Intersektionalitรคt, Islam, Judith Butler, Jugendforschung, Jugendliche, Jรผrgen Link, Kleidung, Kรถrper, Kรผnstlerinnen, LGBTIQ, Mode, Modeforschung, Model, Normalisierung, Normativitรคt, Nรคhen, patriarchale Muster, Paul-Michel Foucault, Postkolonialismus, Praktiken des Kleidens, prekรคre Beschรคftigung, Queer Studies, Queerness, Religion, Selbstinszenierung, Selbstsorge, Sichtbarkeit, Stereotyp, Veruneindeutigung, Vorbild, Wahlforschung, Weiblichkeit, Wien, ร–sterreich

Abstracts

Zur Produktivitรคt intersektionaler und queertheoretischer Ansรคtze in der Modeforschung (Maria Weilandt)
Mode und Geschlecht sind innerhalb modischer Praktiken auf komplexe Art und Weise miteinander verbunden. In diesem Beitrag schlage ich vor, eine intersektionale und eine queertheoretische Perspektive in die Modeforschung zu integrieren, um der Ambivalenz und Hybriditรคt modischer Praktiken methodisch zu begegnen. Dabei fasse ich zunรคchst Gender als interdependente Kategorie, die in sich bereits durch andere Kategorien konstruiert ist. Anhand zweier Beispiele, der modischen Stereotypisierungen dapper und DapperQ, skizziere ich beispielhaft, was eine solche Perspektive in der Modeforschung leisten kann. Dabei geht es exemplarisch darum, wie modische Gendernormen visuell und textuell konstruiert sind und wie sie, innerhalb queerer Praktiken, gestรถrt bzw. dekonstruiert werden. Schlรผsselwรถrter: Mode, Intersektionalitรคt, Interdependenz, Queerness, Stereotyp, DapperQ
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Der โ€ždevianteโ€œ Kรถrper: die Verhandlung des weiblichen Kรถrpers in alltรคglichen Kleidungspraktiken medialer Selbstinszenierung (Julia Hahmann)
Kleidung kann als Material zur Identitรคtskonstruktion verstanden werden, das anhand der Kenntnis impliziter wie expliziter Regeln situationsadรคquat zur Inszenierung des erfolgreichen Subjekts eingesetzt wird. Dem devianten Kรถrper wird der Zugang zu trendbewusster Kleidung limitiert und somit auch die Identitรคtskonstruktion als โ€žfashionable personaโ€œ erschwert. Anhand einer inhaltsanalytischen Untersuchung von Blog-Postings des Curvy Sewing Collective (CSC) und Selbstprรคsentationen der sich als kurvig oder fett bezeichnenden Autorinnen kรถnnen die Auseinandersetzung mit Kleidung als Material und der Praxis des Ankleidens als an einer sozialen Umwelt ausgerichteten Form der Optimierung des eigenen Kรถrpers nachgezeichnet werden. Im Zusammenhang mit der Gemeinschaft des CSC entwickeln die untersuchten Subjekte Technologien des Selbst, die es erlauben, sich trotz wahrgenommener Devianz sozial akzeptabel zu kleiden und eine erfolgreiche Identitรคtskonstruktion als attraktive, modebewusste Frau zu unterstรผtzen. Obgleich die dargestellten Attraktivitรคtsnormen Vorstellungen von normativer Weiblichkeit reproduzieren, ermรถglicht das Kollektiv so individuelles Empowerment fรผr die Teilnehmerinnen. Schlรผsselwรถrter: Deviante Kรถrper, Identitรคt, Fashion-Blogs, Praktiken des Kleidens, Nรคhen
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Modisches Handeln als Strategie der Veruneindeutigung? Eine kritische Diskursanalyse รผber โ€šislamische Modeโ€˜ (Claudia Amsler)
Der Beitrag beschรคftigt sich mit dem medialen Sprechen รผber vestimentรคre Praktiken rund um โ€šdie islamische Modeโ€˜. Mithilfe der Wiener Kritischen Diskursanalyse argumentiere ich dafรผr, dass eine postkoloniale Perspektive auf das Themenfeld von Mode und Geschlecht unabdingbar ist. So lรคsst sich durch die Analyse von deutschsprachigen Berichterstattungen, die durch Interviews mit Expertinnen und ethnografischen Beobachtungen flankiert wurden, die Januskรถpfigkeit von modischen Handlungen aufzeigen: Einerseits besitzen modische Handlungen das Potenzial, fixierte Bedeutungen von vergeschlechtlichten und religiรถs konnotierten Kleidungsstรผcken zu veruneindeutigen, andererseits kรถnnen sich in modischen Handlungen und im Sprechen รผber sie koloniale Blick- und Denkregime aktualisieren. Insbesondere das Stereotyp โ€šder unterdrรผckten muslimischen Frauโ€˜ wird immer wieder aufgerufen und dient in den Berichterstattungen dazu, ein โ€šGegenbildโ€˜ zu konstruieren: die schรถne, selbstbestimmte, kauffreudige Muslimin. Durch die referentielle Strategie der Synekdoche und Generalisierung wird dieses โ€šGegenbildโ€˜ homogenisiert, exotisiert und gleichzeitig vereinnahmt. Schlรผsselwรถrter: Postkolonialismus, Diskursanalyse, Religion, Geschlecht, Veruneindeutigung
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(Un)modelling Gender: Models zwischen Mode und Gesellschaft (Antonella Giannone)
Als Technology of Gender im Sinne von Teresa de Lauretis (1988) steht Modeln im Zeichen des kulturell konstruierten und gesellschaftlich ausgetragenen Weiblichen. Gerade im Kontext dieses geschlechtlich so deutlich markierten Handlungsraums werden gegenwรคrtig Genderstereotype dekonstruiert und Identitรคten infrage gestellt. Dieser Beitrag fokussiert aus modetheoretischer Perspektive auf die kulturelle Rolle des Models. Er setzt sich mit der These auseinander, dass es zu einer prรคgenden โ€žSozialfigur der Gegenwartโ€œ im Sinne von Stephan Moebius und Markus Schroer (2010) geworden ist. Als solche adressiert das Model durch seine breit aufgefรคcherte, intertextuelle bzw. intermediale Prรคsenz grundlegende Fragen bezรผglich der gegenwรคrtigen Relation zwischen Mode und Identitรคtskonstruktionen. Schlรผsselwรถrter: Model, Vorbild, Mode, Kรถrper, Weiblichkeit
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Die Kleidung von Kรผnstlerinnen und ihre Bedeutung fรผr die Mode (Petra Leutner)
Der Beitrag zeigt, dass der Habitus von KรผnstlerInnen impliziert, Individualitรคt als kรผnstlerische Selbstbekrรคftigung zu inszenieren, wobei Kleidung eine wichtige Rolle spielt. Eine These lautet, dass sich dies bei Kรผnstlerinnen zunรคchst anders ausnimmt als bei Kรผnstlern, weil die Tradition schรถpferischer Hervorbringung mรคnnlich dominiert ist. An Beispielen wird verdeutlicht, dass von Kรผnstlerinnenkleidern wichtige Impulse fรผr die Mode ausgehen kรถnnen. Gegenstand der Recherche und Analyse sind Selbstzeugnisse und Werke von Kรผnstlerinnen, Fotografien, Modekollektionen und Sekundรคrliteratur. Aussagekrรคftige Einzelfรคlle werden beleuchtet, wobei der systematische Aspekt gegenรผber dem historischen im Vordergrund steht. Es stellt sich heraus, dass die vestimentรคren Inszenierungen von KรผnstlerInnen der professionellen Selbstermรคchtigung dienen. Da diese Selbstermรคchtigung den Kรผnstlerinnen lange Zeit verwehrt war, wurden spezielle Formen der Appropriation entwickelt. In der Gegenwart lassen sich allerdings vielfรคltige Nachwirkungen von KรผnstlerInnenkleidern auf die Mode erkennen. Schlรผsselwรถrter: Kรผnstlerinnen, Habitus, Patriarchale Muster, Selbstinszenierung, Kleidung, Mode
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Gestalt(ung) des Coming-out. Lesbische und schwule Jugendliche und junge Erwachsene in der ร–konomie der Sichtbarkeit (Folke Brodersen)
Coming-out stellt insbesondere fรผr lesbische und schwule Jugendliche und junge Erwachsene eine relevante Aushandlung mit Umfeld und Welt dar. Der Beitrag untersucht das Erleben und Gestalten dieser Praxis. Die Sekundรคranalyse 19 problemzentrierter Interviews zeigt, dass Coming-out als Problem des Spektakels hervorhebender Dramatisierung und des unausweichlichen Drucks gedeutet wird. Strategien der Heteronormalisierung, der Usurpation und der Aussetzung der Seinsrelation reagieren auf diese Problematisierungen und setzen sie teilweise auรŸer Kraft. Die Fallstricke der Sichtbarkeit als Politikum, Authentizitรคtsanforderung und unhintergehbare Tatsache verweisen dabei auf eine gesellschaftliche Wandlung โ€“ eine Transformation der ร–konomie der Sichtbarkeit. Trotz โ€“ oder gerade wegen โ€“ der Vielzahl sich outender Stars und Aktivist_innen, Familien- und Freundschaftserzรคhlungen sind nicht Lesbisch- und Schwul-Sein selbstverstรคndlicher geworden, sondern die Praxis des Comingouts. Der Akt der Herstellung von Sichtbarkeit hat eine Eigenstรคndigkeit entwickelt und ist nun selbst Zeichen der Homosexualitรคt. Schlรผsselwรถrter: Coming-out, Sichtbarkeit, Queer Studies, Jugendforschung
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Gerechtigkeitsvorstellungen im Lebenszusammenhang โ€“ eine geschlechtersoziologische Perspektivenerweiterung am Beispiel von Fรผr- und Selbstsorgearrangements prekรคr Beschรคftigter (Mona Motakef, Julia Bringmann, Christine Wimbauer)
Fragen der Un-/Gerechtigkeit v. a. in der Erwerbssphรคre sind (wieder) auf die politische Agenda gerรผckt. Ausgehend von der geschlechtersoziologischen Kritik an einem engen Arbeitsbegriff plรคdieren wir dafรผr, Gerechtigkeitsvorstellungen im Lebenszusammenhang zu betrachten. Wir fragen, welche Missstรคnde aus einer Perspektive des Lebenszusammenhangs als ungerecht erfahren werden, basierend auf narrativen Interviews mit prekรคr Beschรคftigten, die wir in einem hermeneutischen Auswertungsprozess interpretierten. Wir rekonstruieren, welche Missstรคnde die Befragten als nicht erfรผllte Gerechtigkeitsansprรผche erheben und welche nur als nicht erfรผllte Wรผnsche, wobei wir Sorgearrangements ins Zentrum stellen. Anhand dreier Fallbeispiele zeigen wir, dass nur Fรผrsorge normative Kraft entfalten kann, wรคhrend zur Einforderung angemessener Bedingungen zur Selbstsorge meist normative Rahmen fehlen. Fรผrsorge ist zudem vergeschlechtlicht und aus dem Anspruch, gute Pflege zu leisten, kann selbstdestruktives Potenzial erwachsen. Gesellschaftspolitisch ist zu fragen, wie normative Rahmen fรผr angemessene Selbstsorge und gerechte Bedingungen fรผr selbstsorgsame Pflege von Anderen etabliert werden kรถnnen. Schlรผsselwรถrter: Gerechtigkeit, Fรผrsorge, Selbstsorge, Anerkennung, Arbeitsgesellschaft, Prekรคre Beschรคftigung
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LGBTIQ-Wรคhler*innen in Berlin und Wien. Politische Prรคferenzen, Parteienwettbewerb und elektorale Resonanz (Dorothรฉe de Nรจve, Niklas Ferch)
Die vorliegende explorative Studie widmet sich dem Wahlverhalten von LGBTIQ-Personen im Kontext der Abgeordnetenhauswahl in Berlin (2016) und der Gemeinderatswahl in Wien (2015). Untersucht wird erstens die queer-politische Agenda der Parteien und zweitens das Wahlverhalten von LGBTIQ, einer bislang in der Wahlforschung weitestgehend ignorierten Bevรถlkerungsgruppe. Der Vergleich der untersuchten Wahlprogramme zeigt, dass queer-politische Themen Marker fรผr Differenz und Konkurrenz im Parteienwettbewerb darstellen. Die Ergebnisse der Onlinebefragung zeigen, dass die Methode eines selbstselektiven Samples geeignet ist, um die politischen Prรคferenzen von LGBTIQ-Personen zu untersuchen. Die Parteiprรคferenz fรผr grรผne Parteien ist sowohl in Berlin als auch in Wien ausgeprรคgt. Jenseits dessen gibt es indes in Berlin wie auch in Wien LGBTIQ-Personen, die rechtspopulistische Parteien und Positionen unterstรผtzen. Schlรผsselwรถrter: Queer Studies, Wahlforschung, ร–sterreich, Deutschland, LGBTIQ
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Normalisierung versus Normativitรคt? Dem konstitutiven AuรŸen Rechnung tragen (Caroline Braunmรผhl)
Michel Foucaults Unterscheidung zwischen Normativitรคt und Normalisierung im Sinne je unterschiedlicher Machttechniken ist in neuere Gegenwartsdiagnosen eingeflossen. Ziel des Beitrags ist es, diese Unterscheidung als aus intersektionaler Sicht zutiefst problematisch zu erweisen. Dazu nehme ich in methodischer Hinsicht eine von der Arbeit Judith Butlers geprรคgte Perspektive auf Normativitรคt und die fรผr sie konstitutiven Ausschlรผsse ein. Der Fokus meiner Analyse liegt neben der Foucaultschen Begriffsbildung auf deren Weiterentwicklung durch Jรผrgen Link und insbesondere durch Gundula Ludwig; in Gestalt von Ludwigs Unterscheidung zwischen Heteronormativitรคt und Heteronormalisierung. Zentrales Ergebnis der Analyse ist, dass die letztere Unterscheidung โ€“ wie auch die Foucaultsche Unterscheidung zwischen Normativitรคt und Normalisierung โ€“ fรคlschlicherweise impliziert, Normalisierung sei post-normativ. In meiner Diskussion dieses Befundes schlage ich vor, die von Ludwig entwickelte Unterscheidung durch eine Unterscheidung zwischen Heteronormalisierung und Heteronormation zu ersetzen โ€“ wobei diese zwei Machttechniken beide als konstitutiv (hetero-)normativ zu verstehen sind. Schlรผsselwรถrter: Normalisierung, Normativitรคt, Michel Foucault, Jรผrgen Link, Gundula Ludwig, Judith Butler
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GENDER โ€“ Zeitschrift fรผr Geschlecht, Kultur und Gesellschaft
3-2018: Mode und Gender
Hrsg.: Gertrud Lehnert / Jenny Bรผnnig / Miriam von Maydell

Schwerpunkt
Maria Weilandt: Zur Produktivitรคt intersektionaler und queertheoretischer Ansรคtze in der Modeforschung
Julia Hahmann: Der โ€ždevianteโ€œ Kรถrper: die Verhandlung des weiblichen Kรถrpers in alltรคglichen Kleidungspraktiken medialer Selbstinszenierung
Claudia Amsler: Modisches Handeln als Strategie der Veruneindeutigung? Eine kritische Diskursanalyse รผber โ€šislamische Modeโ€˜
Antonella Giannone: (Un)modelling Gender: Models zwischen Mode und Gesellschaft
Petra Leutner: Die Kleidung von Kรผnstlerinnen und ihre Bedeutung fรผr die Mode

Offener Teil
Folke Brodersen: Gestalt(ung) des Coming-out. Lesbische und schwule Jugendliche und junge Erwachsene in der ร–konomie der Sichtbarkeit
Mona Motakef / Julia Bringmann / Christine Wimbauer: Gerechtigkeitsvorstellungen im Lebenszusammenhang โ€“ eine geschlechtersoziologische Perspektivenerweiterung am Beispiel von Fรผr- und Selbstsorgearrangements prekรคr Beschรคftigter
Dorothรฉe de Nรจve / Niklas Ferch: LGBTIQ-Wรคhler*innen in Berlin und Wien. Politische Prรคferenzen, Parteienwettbewerb und elektorale Resonanz
Caroline Braunmรผhl: Normalisierung versus Normativitรคt? Dem konstitutiven AuรŸen Rechnung tragen

Rezensionen
Jenny Bรผnnig: Montserrat Bascoy/Lorens Silos Ribas (Hrsg.), 2017: Autobiographische Diskurse von Frauen (1900โ€“1950). Wรผrzburg: Kรถnigshausen und Neumann. 256 Seiten. 49,80 Euro
Susanne Richter: Anna-Katharina MeรŸmer, 2017: รœberschรผssiges Gewebe. Intimchirurgie zwischen ร„sthetisierung und Medikalisierung. Wiesbaden: Springer VS. 296 Seiten. 49,99 Euro
Janina Scholz: Anna Voigt, 2017: Inszenierte Formen von Mรคnnlichkeit in TV-Serien. Fรผrsorglichkeit und die Stabilitรคt mรคnnlicher Herrschaft in Six Feet Under. Wiesbaden: Springer VS Verlag fรผr Sozialwissenschaften. 312 Seiten. 44,99 Euro
Charlotte Binder: Hรผrcan Aslฤฑ Aksoy (Hrsg.), 2018: Patriarchat im Wandel: Frauen und Politik in der Tรผrkei. Frankfurt/Main: Campus. 258 Seiten. 34,95 Euro

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ISSN

1868-7245

eISSN

2196-4467

Volume

10. Jahrgang 2018

Edition

3

Date of publication

11.10.2018

Scope

163

Language

Deutsch

Format

17 x 24 cm

DOI

https://doi.org/10.3224/gender.v10i3

Open Access-Lizenz

https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0/deed.de

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Zur Produktivitรคt intersektionaler und queertheoretischer Ansรคtze in der Modeforschung (Maria Weilandt)
Mode und Geschlecht sind innerhalb modischer Praktiken auf komplexe Art und Weise miteinander verbunden. In diesem Beitrag schlage ich vor, eine intersektionale und eine queertheoretische Perspektive in die Modeforschung zu integrieren, um der Ambivalenz und Hybriditรคt modischer Praktiken methodisch zu begegnen. Dabei fasse ich zunรคchst Gender als interdependente Kategorie, die in sich bereits durch andere Kategorien konstruiert ist. Anhand zweier Beispiele, der modischen Stereotypisierungen dapper und DapperQ, skizziere ich beispielhaft, was eine solche Perspektive in der Modeforschung leisten kann. Dabei geht es exemplarisch darum, wie modische Gendernormen visuell und textuell konstruiert sind und wie sie, innerhalb queerer Praktiken, gestรถrt bzw. dekonstruiert werden. Schlรผsselwรถrter: Mode, Intersektionalitรคt, Interdependenz, Queerness, Stereotyp, DapperQ
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Der โ€ždevianteโ€œ Kรถrper: die Verhandlung des weiblichen Kรถrpers in alltรคglichen Kleidungspraktiken medialer Selbstinszenierung (Julia Hahmann)
Kleidung kann als Material zur Identitรคtskonstruktion verstanden werden, das anhand der Kenntnis impliziter wie expliziter Regeln situationsadรคquat zur Inszenierung des erfolgreichen Subjekts eingesetzt wird. Dem devianten Kรถrper wird der Zugang zu trendbewusster Kleidung limitiert und somit auch die Identitรคtskonstruktion als โ€žfashionable personaโ€œ erschwert. Anhand einer inhaltsanalytischen Untersuchung von Blog-Postings des Curvy Sewing Collective (CSC) und Selbstprรคsentationen der sich als kurvig oder fett bezeichnenden Autorinnen kรถnnen die Auseinandersetzung mit Kleidung als Material und der Praxis des Ankleidens als an einer sozialen Umwelt ausgerichteten Form der Optimierung des eigenen Kรถrpers nachgezeichnet werden. Im Zusammenhang mit der Gemeinschaft des CSC entwickeln die untersuchten Subjekte Technologien des Selbst, die es erlauben, sich trotz wahrgenommener Devianz sozial akzeptabel zu kleiden und eine erfolgreiche Identitรคtskonstruktion als attraktive, modebewusste Frau zu unterstรผtzen. Obgleich die dargestellten Attraktivitรคtsnormen Vorstellungen von normativer Weiblichkeit reproduzieren, ermรถglicht das Kollektiv so individuelles Empowerment fรผr die Teilnehmerinnen. Schlรผsselwรถrter: Deviante Kรถrper, Identitรคt, Fashion-Blogs, Praktiken des Kleidens, Nรคhen
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Modisches Handeln als Strategie der Veruneindeutigung? Eine kritische Diskursanalyse รผber โ€šislamische Modeโ€˜ (Claudia Amsler)
Der Beitrag beschรคftigt sich mit dem medialen Sprechen รผber vestimentรคre Praktiken rund um โ€šdie islamische Modeโ€˜. Mithilfe der Wiener Kritischen Diskursanalyse argumentiere ich dafรผr, dass eine postkoloniale Perspektive auf das Themenfeld von Mode und Geschlecht unabdingbar ist. So lรคsst sich durch die Analyse von deutschsprachigen Berichterstattungen, die durch Interviews mit Expertinnen und ethnografischen Beobachtungen flankiert wurden, die Januskรถpfigkeit von modischen Handlungen aufzeigen: Einerseits besitzen modische Handlungen das Potenzial, fixierte Bedeutungen von vergeschlechtlichten und religiรถs konnotierten Kleidungsstรผcken zu veruneindeutigen, andererseits kรถnnen sich in modischen Handlungen und im Sprechen รผber sie koloniale Blick- und Denkregime aktualisieren. Insbesondere das Stereotyp โ€šder unterdrรผckten muslimischen Frauโ€˜ wird immer wieder aufgerufen und dient in den Berichterstattungen dazu, ein โ€šGegenbildโ€˜ zu konstruieren: die schรถne, selbstbestimmte, kauffreudige Muslimin. Durch die referentielle Strategie der Synekdoche und Generalisierung wird dieses โ€šGegenbildโ€˜ homogenisiert, exotisiert und gleichzeitig vereinnahmt. Schlรผsselwรถrter: Postkolonialismus, Diskursanalyse, Religion, Geschlecht, Veruneindeutigung
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(Un)modelling Gender: Models zwischen Mode und Gesellschaft (Antonella Giannone)
Als Technology of Gender im Sinne von Teresa de Lauretis (1988) steht Modeln im Zeichen des kulturell konstruierten und gesellschaftlich ausgetragenen Weiblichen. Gerade im Kontext dieses geschlechtlich so deutlich markierten Handlungsraums werden gegenwรคrtig Genderstereotype dekonstruiert und Identitรคten infrage gestellt. Dieser Beitrag fokussiert aus modetheoretischer Perspektive auf die kulturelle Rolle des Models. Er setzt sich mit der These auseinander, dass es zu einer prรคgenden โ€žSozialfigur der Gegenwartโ€œ im Sinne von Stephan Moebius und Markus Schroer (2010) geworden ist. Als solche adressiert das Model durch seine breit aufgefรคcherte, intertextuelle bzw. intermediale Prรคsenz grundlegende Fragen bezรผglich der gegenwรคrtigen Relation zwischen Mode und Identitรคtskonstruktionen. Schlรผsselwรถrter: Model, Vorbild, Mode, Kรถrper, Weiblichkeit
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Die Kleidung von Kรผnstlerinnen und ihre Bedeutung fรผr die Mode (Petra Leutner)
Der Beitrag zeigt, dass der Habitus von KรผnstlerInnen impliziert, Individualitรคt als kรผnstlerische Selbstbekrรคftigung zu inszenieren, wobei Kleidung eine wichtige Rolle spielt. Eine These lautet, dass sich dies bei Kรผnstlerinnen zunรคchst anders ausnimmt als bei Kรผnstlern, weil die Tradition schรถpferischer Hervorbringung mรคnnlich dominiert ist. An Beispielen wird verdeutlicht, dass von Kรผnstlerinnenkleidern wichtige Impulse fรผr die Mode ausgehen kรถnnen. Gegenstand der Recherche und Analyse sind Selbstzeugnisse und Werke von Kรผnstlerinnen, Fotografien, Modekollektionen und Sekundรคrliteratur. Aussagekrรคftige Einzelfรคlle werden beleuchtet, wobei der systematische Aspekt gegenรผber dem historischen im Vordergrund steht. Es stellt sich heraus, dass die vestimentรคren Inszenierungen von KรผnstlerInnen der professionellen Selbstermรคchtigung dienen. Da diese Selbstermรคchtigung den Kรผnstlerinnen lange Zeit verwehrt war, wurden spezielle Formen der Appropriation entwickelt. In der Gegenwart lassen sich allerdings vielfรคltige Nachwirkungen von KรผnstlerInnenkleidern auf die Mode erkennen. Schlรผsselwรถrter: Kรผnstlerinnen, Habitus, Patriarchale Muster, Selbstinszenierung, Kleidung, Mode
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Gestalt(ung) des Coming-out. Lesbische und schwule Jugendliche und junge Erwachsene in der ร–konomie der Sichtbarkeit (Folke Brodersen)
Coming-out stellt insbesondere fรผr lesbische und schwule Jugendliche und junge Erwachsene eine relevante Aushandlung mit Umfeld und Welt dar. Der Beitrag untersucht das Erleben und Gestalten dieser Praxis. Die Sekundรคranalyse 19 problemzentrierter Interviews zeigt, dass Coming-out als Problem des Spektakels hervorhebender Dramatisierung und des unausweichlichen Drucks gedeutet wird. Strategien der Heteronormalisierung, der Usurpation und der Aussetzung der Seinsrelation reagieren auf diese Problematisierungen und setzen sie teilweise auรŸer Kraft. Die Fallstricke der Sichtbarkeit als Politikum, Authentizitรคtsanforderung und unhintergehbare Tatsache verweisen dabei auf eine gesellschaftliche Wandlung โ€“ eine Transformation der ร–konomie der Sichtbarkeit. Trotz โ€“ oder gerade wegen โ€“ der Vielzahl sich outender Stars und Aktivist_innen, Familien- und Freundschaftserzรคhlungen sind nicht Lesbisch- und Schwul-Sein selbstverstรคndlicher geworden, sondern die Praxis des Comingouts. Der Akt der Herstellung von Sichtbarkeit hat eine Eigenstรคndigkeit entwickelt und ist nun selbst Zeichen der Homosexualitรคt. Schlรผsselwรถrter: Coming-out, Sichtbarkeit, Queer Studies, Jugendforschung
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Gerechtigkeitsvorstellungen im Lebenszusammenhang โ€“ eine geschlechtersoziologische Perspektivenerweiterung am Beispiel von Fรผr- und Selbstsorgearrangements prekรคr Beschรคftigter (Mona Motakef, Julia Bringmann, Christine Wimbauer)
Fragen der Un-/Gerechtigkeit v. a. in der Erwerbssphรคre sind (wieder) auf die politische Agenda gerรผckt. Ausgehend von der geschlechtersoziologischen Kritik an einem engen Arbeitsbegriff plรคdieren wir dafรผr, Gerechtigkeitsvorstellungen im Lebenszusammenhang zu betrachten. Wir fragen, welche Missstรคnde aus einer Perspektive des Lebenszusammenhangs als ungerecht erfahren werden, basierend auf narrativen Interviews mit prekรคr Beschรคftigten, die wir in einem hermeneutischen Auswertungsprozess interpretierten. Wir rekonstruieren, welche Missstรคnde die Befragten als nicht erfรผllte Gerechtigkeitsansprรผche erheben und welche nur als nicht erfรผllte Wรผnsche, wobei wir Sorgearrangements ins Zentrum stellen. Anhand dreier Fallbeispiele zeigen wir, dass nur Fรผrsorge normative Kraft entfalten kann, wรคhrend zur Einforderung angemessener Bedingungen zur Selbstsorge meist normative Rahmen fehlen. Fรผrsorge ist zudem vergeschlechtlicht und aus dem Anspruch, gute Pflege zu leisten, kann selbstdestruktives Potenzial erwachsen. Gesellschaftspolitisch ist zu fragen, wie normative Rahmen fรผr angemessene Selbstsorge und gerechte Bedingungen fรผr selbstsorgsame Pflege von Anderen etabliert werden kรถnnen. Schlรผsselwรถrter: Gerechtigkeit, Fรผrsorge, Selbstsorge, Anerkennung, Arbeitsgesellschaft, Prekรคre Beschรคftigung
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LGBTIQ-Wรคhler*innen in Berlin und Wien. Politische Prรคferenzen, Parteienwettbewerb und elektorale Resonanz (Dorothรฉe de Nรจve, Niklas Ferch)
Die vorliegende explorative Studie widmet sich dem Wahlverhalten von LGBTIQ-Personen im Kontext der Abgeordnetenhauswahl in Berlin (2016) und der Gemeinderatswahl in Wien (2015). Untersucht wird erstens die queer-politische Agenda der Parteien und zweitens das Wahlverhalten von LGBTIQ, einer bislang in der Wahlforschung weitestgehend ignorierten Bevรถlkerungsgruppe. Der Vergleich der untersuchten Wahlprogramme zeigt, dass queer-politische Themen Marker fรผr Differenz und Konkurrenz im Parteienwettbewerb darstellen. Die Ergebnisse der Onlinebefragung zeigen, dass die Methode eines selbstselektiven Samples geeignet ist, um die politischen Prรคferenzen von LGBTIQ-Personen zu untersuchen. Die Parteiprรคferenz fรผr grรผne Parteien ist sowohl in Berlin als auch in Wien ausgeprรคgt. Jenseits dessen gibt es indes in Berlin wie auch in Wien LGBTIQ-Personen, die rechtspopulistische Parteien und Positionen unterstรผtzen. Schlรผsselwรถrter: Queer Studies, Wahlforschung, ร–sterreich, Deutschland, LGBTIQ
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Normalisierung versus Normativitรคt? Dem konstitutiven AuรŸen Rechnung tragen (Caroline Braunmรผhl)
Michel Foucaults Unterscheidung zwischen Normativitรคt und Normalisierung im Sinne je unterschiedlicher Machttechniken ist in neuere Gegenwartsdiagnosen eingeflossen. Ziel des Beitrags ist es, diese Unterscheidung als aus intersektionaler Sicht zutiefst problematisch zu erweisen. Dazu nehme ich in methodischer Hinsicht eine von der Arbeit Judith Butlers geprรคgte Perspektive auf Normativitรคt und die fรผr sie konstitutiven Ausschlรผsse ein. Der Fokus meiner Analyse liegt neben der Foucaultschen Begriffsbildung auf deren Weiterentwicklung durch Jรผrgen Link und insbesondere durch Gundula Ludwig; in Gestalt von Ludwigs Unterscheidung zwischen Heteronormativitรคt und Heteronormalisierung. Zentrales Ergebnis der Analyse ist, dass die letztere Unterscheidung โ€“ wie auch die Foucaultsche Unterscheidung zwischen Normativitรคt und Normalisierung โ€“ fรคlschlicherweise impliziert, Normalisierung sei post-normativ. In meiner Diskussion dieses Befundes schlage ich vor, die von Ludwig entwickelte Unterscheidung durch eine Unterscheidung zwischen Heteronormalisierung und Heteronormation zu ersetzen โ€“ wobei diese zwei Machttechniken beide als konstitutiv (hetero-)normativ zu verstehen sind. Schlรผsselwรถrter: Normalisierung, Normativitรคt, Michel Foucault, Jรผrgen Link, Gundula Ludwig, Judith Butler
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